Die Gewerkschaft Verdi hat für Donnerstag und Samstag zu ersten Warnstreiks im Filialvertrieb der Postbank aufgerufen. Bundesweit sollen sich Beschäftigte der Postbank Filialvertrieb AG an den Arbeitsniederlegungen beteiligen. Hintergrund sind nach Gewerkschaftsangaben ergebnislose Tarifverhandlungen für rund 9.000 Beschäftigte der ehemaligen Postbank im Deutsche-Bank-Konzern.
Warnstreiks im Postbank-Filialvertrieb
Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat für Donnerstag und Samstag Warnstreiks im Postbank-Filialvertrieb angekündigt. Bundesweit sind Beschäftigte der Postbank Filialvertrieb AG zur Teilnahme aufgerufen, wie Verdi am Dienstag mitteilte.
Im Mittelpunkt steht die aktuelle Tarifrunde für die rund 9.000 Beschäftigten der ehemaligen Postbank im Deutsche-Bank-Konzern. Verdi fordert eine Erhöhung der Gehälter um acht Prozent, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat, sowie zusätzlich 200 Euro mehr Ausbildungsvergütung.
Forderung nach „deutlichem Signal der Anerkennung“
Jan Duscheck, Verdi-Verhandlungsführer für die Postbank-Tarifverträge, erklärte laut Verdi, die Beschäftigten erwarteten ein „deutliches Signal der Anerkennung“. Das bisherige Angebot der Arbeitgeberseite spiegle weder die wirtschaftliche Lage der Deutschen Bank noch die hohe Belastung in den Betrieben wider, so Duscheck nach Angaben von Verdi.
Transformation der Privatkundenbank als weiterer Streitpunkt
Neben der Entgeltentwicklung stehen in der Tarifrunde nach Angaben von Verdi auch Fragen der Transformation der Privatkundenbank im Mittelpunkt. Die Integration der Postbank in die Deutsche Bank sowie Filialschließungen und organisatorische Veränderungen sorgten in vielen Bereichen für Unsicherheit unter den Beschäftigten, teilte die Gewerkschaft mit.
Die nächste Verhandlungsrunde ist Verdi zufolge für den 18. Mai in Frankfurt am Main angesetzt.
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