Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat eine klare Absage an eine Verlängerung des Tankrabatts erteilt. Nach Einschätzung des Verbands verfehlt die Maßnahme ihr Ziel, die Bürger wirksam von hohen Kraftstoffpreisen zu entlasten, und führt stattdessen zu unerwünschten Mitnahmeeffekten bei Mineralölkonzernen.
Kritik am Tankrabatt
VZBV-Chefin Ramona Pop sagte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben), der Tankrabatt habe die Erwartungen verfehlt. Ein erheblicher Teil der Entlastung sei zunächst nicht bei den Verbrauchern angekommen, sondern in den Kassen der Mineralölkonzerne versickert. Erst unter massivem öffentlichem Druck seien die Preise an den Zapfsäulen gesunken, kritisierte Pop gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Der Tankrabatt sei „teuer, ineffizient und anfällig für Mitnahmeeffekte“. Eine Verlängerung lehne man deshalb klar ab, betonte Pop in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Forderung nach gezielten Entlastungen
Statt einer Verlängerung des Tankrabatts brauche es nach den Worten von Pop Maßnahmen, die gezielt wirkten und verlässlich ankämen. Genannt wurden etwa Direktzahlungen oder eine Senkung der Stromsteuer.
Hintergrund zur Energiesteuersenkung
Die Energiesteuersenkung auf Benzin und Diesel soll Verbraucher von hohen Kraftstoffpreisen wegen des Iran-Kriegs entlasten. Der Rabatt gilt noch bis Ende Juni, eine Verlängerung ist bislang offen.
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