Ein Gastbeitrag von Thomas Meier im Rahmen von HASEPOST mitgeschrieben.
Jens Spahn und sein Ehemann haben sich mit Sohn Georg einen lang gehegten Wunsch erfüllt. Als Privatmann gönnt man ihm das. Auch wenn es etwas befremdlich klingt, als hätten sich die beiden einen Hund gekauft.
Betrachtet man jedoch seine Rolle als CDU-Politiker, der als Gesundheitsminister Leihmutterschaft strikt abgelehnt hat, wirkt das Ganze nur noch heuchlerisch. Es ist noch nicht lange her, da argumentierte sein Ministerium mit dem Kindeswohl und den Schwierigkeiten für das Kind. Die CDU lehnt die Praxis bis heute komplett ab – aus meiner Sicht aus sehr nachvollziehbaren Gründen.
Als Spitzenpolitiker, bezahlt von unseren Steuergeldern, nutzt Jens Spahn nun eine teure Abkürzung: Mindestens 100.000 US-Dollar soll es kosten, ein Baby in den USA in Auftrag zu geben und austragen zu lassen. Taxpayer Money at work! Billiger wäre es in der Ukraine gewesen, wo die Strukturen im Baby-Business allerdings noch etwas korrupter sind.
Und bei der Personalie Jens Spahn kommen ja auch noch die unvergessenen Corona-Maßnahmen hinzu, die sich rückblickend in weiten Teilen als politische Eigenmächtigkeiten ohne ausreichende wissenschaftliche Begründung erwiesen haben. Ganz zu schweigen von der Maskenaffäre. „Wir werden einander viel verzeihen müssen“, hat Jens Spahn während seiner dilettantischen Amtsführung als Gesundheitsminister einmal gesagt. Ich verzeihe ihm nichts mehr.
Mir tut das Kind leid, das mit so einem Vater aufwachsen muss. Hoffentlich hat Jens Spahn bald mehr Zeit, sich um seinen Georg zu kümmern. Im Bundestag oder gar in Regierungsverantwortung hat er aus meiner Sicht nichts mehr zu suchen.
Dieser Artikel erscheint im Rahmen von HASEPOST mitgeschrieben als Gastbeitrag und gibt ausschließlich die Meinung seiner Verfasserin oder seines Verfassers wieder.
