Die Vereinigten Arabischen Emirate setzen in der Hormus-Krise auf Diplomatie mit dem Iran. Gleichzeitig betonen sie die strikte Umsetzung von US-Sanktionen. Ein historischer Staatsbesuch in Deutschland steht bevor.
Diplomatie und Sanktionen gleichzeitig
"Wir sind offen für eine diplomatische Annäherung und der Staat Katar leistet gute Arbeit als Vermittler", sagte die Staatsministerin im Außenministerium der VAE, Lana Nusseibeh, der „Welt“. Sie fügte hinzu, man werde einen „pragmatischen Umgang mit dem Iran finden müssen“.
Zugleich werde ihr Land die US-Sanktionspolitik "in vollem Umfang und mit größtmöglicher Härte" umsetzen. "Wir wissen auch, was in den vergangenen vier Monaten des Krieges geschehen ist, und sind auf jedes Szenario vorbereitet".
Staatsbesuch und strategische Partnerschaft
Am Donnerstag trifft der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, zum ersten Staatsbesuch eines emiratischen Staatsoberhauptes in der Bundesrepublik ein. Beide Länder wollen eine strategische Partnerschaft eingehen.
In der Hormus-Krise werde sich ihr Land auch im Sinne Deutschlands für eine Beilegung der Blockade einsetzen, welche die globalen Energiemärkte belastet, sagte Nusseibeh. Die "Achtung für das Völkerrecht" und das "Interesse an Versorgungssicherheit durch freie Schifffahrt" verbinde Deutschland und die Emirate.
