In der Nähe des stillgelegten Kernkraftwerks Tschernobyl ist nach Angaben der Ukraine eine russische Drohne in der Umgebung einer Lagerstätte für abgebrannten Kernbrennstoff eingeschlagen. Ein Gebäude wurde teilweise zerstört, ein Feuer konnte gelöscht werden, Verletzte wurden nicht gemeldet. Die ukrainische Regierung und die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) sprechen von einer ernsten Gefährdung der nuklearen Sicherheit.
Drohnenangriff nahe Lagerstätte für abgebrannten Brennstoff
Die Ukraine hat Russland beschuldigt, einen Drohnenangriff in der Nähe einer Lagerstätte für abgebrannten Kernbrennstoff unweit des stillgelegten Kernkraftwerks Tschernobyl durchgeführt zu haben. Wie die ukrainischen Behörden am Sonntag mitteilten, wurde ein Gebäude teilweise zerstört. Zum Zeitpunkt des Angriffs habe sich jedoch kein abgebrannter Kernbrennstoff an diesem Ort befunden. Ein Feuer brach aus, konnte jedoch gelöscht werden, und es wurden keine Verletzten gemeldet.
Vorwürfe aus Kiew und Reaktion aus Moskau
Andrij Sybiha
Bereits im Februar 2025 hatte eine Angriffsdrohne einen Schutzbogen über dem Tschernobyl-Reaktor beschädigt, der bei der Explosion und Kernschmelze im April 1986 zerstört worden war. Russland wies damals die Verantwortung zurück. Kiew und Moskau beschuldigten sich zudem gegenseitig, das russisch besetzte Kernkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine angegriffen zu haben, das größte in Europa.
IAEO kündigt Inspektion an
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) kündigte an, die Anlage in Kürze besuchen zu wollen, um die Auswirkungen des Angriffs zu begutachten. IAEO-Generaldirektor Rafael Grossi
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