Nach dem Anschlag auf das traditionelle White House Correspondents` Dinner in Washington hat sich US-Präsident Donald Trump in einem TV-Interview betont gelassen gegeben. Während ein bewaffneter Angreifer versuchte, das Gala-Dinner mit über tausend Journalisten zu stürmen, sprach Trump im Nachgang von einer „verrückten Welt“ und erklärte, nicht besorgt gewesen zu sein. Unterdessen äußerte sich auch der frühere US-Präsident Barack Obama und würdigte die Arbeit des U.S. Secret Service.
Trump schildert sein Verhalten während des Angriffs
US-Präsident Donald Trump nahm am Samstagabend an dem Gala-Dinner in einem Washingtoner Hotel teil, als ein bewaffneter Mann versuchte, das traditionelle „White House Correspondents` Dinner“ zu stürmen. In der Sendung „60 Minutes“ des TV-Senders CBS sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit): „Ich war nicht besorgt, ich kenne das Leben, wir leben in einer verrückten Welt.“
Trump berichtete, er habe den Sicherheitskräften die Arbeit in der akuten Situation erschwert. Als er nach den Schüssen von einem Sicherheitsbeamten aufgefordert worden sei, sich auf den Boden zu legen, habe er zunächst nicht gehorcht: „Ich wollte sehen, was los war, und ich wollte es ihm nicht so einfach machen.“
Konfrontation mit Aussagen aus dem „Manifest“
In dem Interview wird Trump laut CBS auch mit Aussagen aus dem sogenannten „Manifest“ des Attentäters konfrontiert. „Ich bin nicht länger bereit, einem Pädophilen, einem Vergewaltiger und Verräter, zu erlauben, meine Hände mit seinen Verbrechen zu beschmutzen“, hatte dieser demnach geschrieben und den Text vorher wohl an ihm nahestehende Personen geschickt.
Der US-Präsident reagierte darauf wütend. „Nun, ich habe darauf gewartet, dass Sie das lesen, weil ich wusste, dass Sie es tun würden, weil Sie schreckliche Leute sind“, sagte Trump in „60 Minutes“ auf CBS. Er betonte, er sei kein Pädophiler und habe auch niemanden vergewaltigt, er sei „vollständig entlastet“ worden. Weiter sagte Trump an die Adresse der Interviewer: „Sie sollten das nicht bei `60 Minutes` vorlesen. Sie sind eine Schande. Aber bitte. Lassen Sie uns das Interview beenden.“
Obama lobt Secret Service nach Schusswechsel
Auch der frühere US-Präsident Barack Obama äußerte sich zu dem Vorfall. Gewalt habe in der Demokratie keinen Platz, erklärte er. Die Tat sei „eine ernüchternde Erinnerung an den Mut und die Opferbereitschaft, die Agenten des U.S. Secret Service jeden Tag zeigen“. Er sei erleichtert, dass der verletzte Agent auf dem Weg der Besserung sei, so Obama.
Zu dem Vorfall war es gekommen, als ein bewaffneter Mann am Samstagabend versuchte, das Gala-Dinner in dem Washingtoner Hotel zu stürmen. In einem Kontrollbereich kam es zu einem Schusswechsel, kurz bevor Trump das Wort ergreifen sollte. Ein Agent des Secret Service wurde dabei an seiner Schutzausrüstung getroffen, blieb aber wohl weitgehend unverletzt. Der Täter wurde festgenommen. Es handelt sich nach den Angaben um einen 31-jährigen Lehrer, der aus Los Angeles mit dem Zug nach Washington gefahren und sich im Hotel am Anschlagsort eingemietet haben soll.
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