Der Werftenkonzern TKMS verzichtet auf den Kauf der Marinewerft German Naval Yards in Kiel. Hintergrund sind gescheiterte Verhandlungen über die wirtschaftlichen Konditionen, wie Vorstandschef Oliver Burkhard im „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe) erläuterte. Damit ist Rheinmetall aktuell der einzige Bewerber für die Übernahme der Marinewerft.
TKMS steigt aus Bieterprozess aus
Vorstandschef Oliver Burkhard sagte dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe): „Der Erwerb der German Naval Yards Kiel wäre eine schöne Option gewesen, aber kein Muss.“ Das habe man immer gesagt, dazu stehe man weiterhin.
Da kein Einvernehmen über die wirtschaftlichen Konditionen erzielt werden konnte, sei der Bieterprozess nun beendet. Damit bewirbt sich aktuell nur noch Rheinmetall um den Kauf der Marinewerft.
Geteilte Fläche in Kiel und frühere Verbundenheit
German Naval Yards gehört der französischen Unternehmensgruppe CMN Naval, teilt sich aber mit TKMS in Kiel eine Fläche. Auch gehörten die beiden Werften lange zusammen.
Man habe deshalb die Möglichkeit zur potenziellen Flächenoptimierung sorgfältig geprüft, sehe aber nach einem Blick in die Bücher und angesichts der gegebenen Parameter und Konditionen aktuell keine Notwendigkeit für einen Erwerb, sagte Burkhard weiter dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).
TKMS setzt auf bestehende Standorte
Der Entwicklung seines börsennotierten Unternehmens stehe die Absage aber nicht im Wege, erklärte der Vorstandschef im „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe). „Mit Kiel und Wismar können wir unser bestehendes und zukünftiges Auftragsvolumen zuverlässig und termingerecht umsetzen“, sagte Burkhard mit Blick auf die aktuellen Standorte von TKMS.
Man werde nun in Kiel andere Optionen verfolgen, um die logistische Flexibilität zu steigern und Lösungen entwickeln, die größtmöglichen Wert für TKMS und die Anteilseigner schaffen, erläuterte der Manager im „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe).
