Südkorea will den Zugang zur Landeswährung Won deutlich erleichtern und diese langfristig zu einer „frei konvertierbaren Währung“ machen. Das Finanzministerium stellte dazu am Sonntag einen Fahrplan zur Internationalisierung vor, der vor allem Ausländern den Erwerb und die Nutzung des Won im Ausland erleichtern soll.
Fahrplan zur Internationalisierung
Die südkoreanische Regierung plant, den Zugang zum Won schrittweise zu erweitern. Ziel sei es, die Landeswährung langfristig zu einer „frei konvertierbaren Währung“ zu machen, teilte das Finanzministerium am Sonntag mit. Dazu wurde ein Fahrplan zur Internationalisierung des Won vorgestellt. Dieser sieht vor, dass Ausländer die Währung künftig im Ausland ohne größere Hürden erwerben und nutzen können.
Um die Internationalisierung zu erreichen, müssten zunächst die Systeme für Offshore-Won-Transaktionen und deren Abwicklung fertiggestellt werden, hieß es aus dem Ministerium. Zudem müssten institutionelle Hürden fallen.
Erwartete Effekte für Kapitalmarkt und Unternehmen
Die Internationalisierung des Won sei notwendig, hieß es weiter. Man erwarte positive Effekte wie die Weiterentwicklung des Kapitalmarkts und niedrigere Transaktionskosten für Unternehmen.
Unternehmen könnten mit geringeren Kosten bei der Kapitalbeschaffung, dem Währungsumtausch und der Absicherung gegen Wechselkursrisiken rechnen. Auch die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf die Realwirtschaft würden abgemildert.
