Gezielt eingesetzte Subventionen könnten den Stimmenanteil der AfD in bestimmten Regionen spürbar senken. Das zeigt eine Analyse der Bertelsmann-Stiftung und der Universitäten Düsseldorf, Princeton und Davis in Kalifornien, wonach zusätzliche Infrastrukturförderung vor allem in CO2-intensiven Regionen Wirkung entfaltet. Die Studienautoren sehen regionale Wirtschaftsförderung als entscheidendes Instrument, um politischen Protest einzudämmen.
Studie: Infrastrukturförderung senkt AfD-Anteil
Laut der Analyse der Bertelsmann-Stiftung und der Universitäten Düsseldorf, Princeton und Davis in Kalifornien führt in bestimmten Regionen ein Anstieg der Infrastrukturförderung um 100 Euro pro Einwohner zu rund 1,0 Prozentpunkten weniger AfD-Stimmanteil. Dieser Effekt zeige sich jedoch nicht überall gleichermaßen stark.
Demnach tritt der Effekt hauptsächlich in Kreisen auf, in denen ein hoher Anteil von Beschäftigten in CO2-intensiven Branchen wie Stahl oder Chemie tätig ist oder CO2-intensive Produkte wie Verbrennungsmotoren herstellt. In solchen Regionen sei der Zusammenhang zwischen zusätzlicher Förderung und sinkendem AfD-Stimmenanteil besonders ausgeprägt.
Besondere Wirkung in CO2-intensiven Regionen
Jens Südekum
Regionale Wirtschaftsförderung solle seiner Ansicht nach nicht nur strukturschwache Regionen in den Fokus nehmen, sondern auch solche, denen es noch gut geht, wo aber Abstiegsängste herrschen. Wirtschaftsförderung sei „das wirksamste Mittel gegen die AfD“, sagte Südekum dem „Spiegel“.
✨ mit KI bearbeitet