Die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hat ihre kurzfristige Kandidatur für den Parteivorsitz mit der innerparteilichen Lage und dem Wunsch nach einer echten Auswahl für die Delegierten begründet. Zugleich kritisierte sie Verhaltensweisen einzelner Parteimitglieder und pochte auf eine klare Verortung der FDP in der politischen Mitte.
Begründung für die kurzfristige Kandidatur
Die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann verwies zur Erklärung ihrer spontanen Kandidatur auf dem FDP-Parteitag auf das innerparteiliche Klima und den Wunsch nach demokratischer Auswahl. „Die Partei, gerade in diesen Zeiten, hat auch ein Recht zu wählen“, sagte Strack-Zimmermann der „Bild-Zeitung“. Den späten Rückzug Hönes habe sie bedauert, da dieser anderen potenziellen Kandidaten kaum noch Spielraum gelassen habe.
Zudem erklärte Strack-Zimmermann laut „Bild-Zeitung“, sie habe mit ihrer Kandidatur auch auf Parteimitglieder reagiert, die für den Fall eines Sieges von Kubicki mit Austritten gedroht hatten.
Kritik an Parteimitgliedern und Positionierung zur AfD
Kritisch äußerte sich Strack-Zimmermann zu Verhaltensweisen einzelner Parteimitglieder. „Das, was seitens Martin Hagen immer wieder geteilt und gemacht wurde, fand ich nicht gut“, sagte sie mit Blick auf den frisch gewählten FDP-Generalsekretär, der die Brandmauer zur AfD kürzlich als „Popanz“ bezeichnet hatte. Inhaltlich forderte Strack-Zimmermann eine klare Verortung der FDP in der politischen Mitte: „Unter keinen Umständen zwischen CDU und AfD, da gehören wir nicht hin.“
Verhältnis zu Wolfgang Kubicki
Zum Verhältnis mit Wolfgang Kubicki, der auf dem Parteitag mit rund 60 Prozent der Stimmen zum neuen Parteichef gewählt wurde, sagte Strack-Zimmermann laut „Bild-Zeitung“, dass sie „prinzipiell gut“ mit ihm zusammenarbeite, sie seien aber „beide keine Umarmer“, womit sie die zurückhaltende Gratulation zum Wahlsieg erklärte.
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