# Steigende Energiepreise fressen Löhne in deutscher Industrie auf Datum: 13.03.2026 10:03 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/steigende-energiepreise-fressen-loehne-in-deutscher-industrie-auf-691067/ --- Der jüngste Anstieg der Energiepreise infolge des US-Angriffs auf den Iran könnte nach einer neuen Studie des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) spürbare Folgen für die Einkommen vieler Beschäftigter in der deutschen Industrie haben. Steigende Energiekosten drücken demnach die Lohnentwicklung, während sinkende Preise nicht im gleichen Maß bei den Beschäftigten ankommen. ## IWH-Studie zu Energiekosten und Löhnen Der Zusammenhang zwischen Energiepreisen und Einkommen wird in einer neuen Untersuchung des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) beschrieben. Grundlage der Studie ist die Entwicklung von mehr als 20.000 Unternehmen im Zeitraum von 2003 bis 2017. Steffen Müller, IWH-Ökonom, erläuterte dem "Spiegel", wie stark sich steigende Energiekosten auf die Löhne auswirken können: "Wenn Energiepreise um zehn Prozent steigen, dann drücken sie damit die Löhne in den betroffenen deutschen Industrieunternehmen im Schnitt um 0,34 Prozent." Ein kräftiger Preisschock könne reguläre Lohnerhöhungen damit nahezu aufzehren, besonders in energieintensiven Branchen. ### Asymmetrische Wirkung zum Nachteil der Beschäftigten Auffällig sei nach den Ergebnissen der Untersuchung eine asymmetrische Wirkung der Energiepreisentwicklung auf die Löhne. "Wenn die Energiepreise wieder sinken, geben die Firmen das nicht in Form steigender Löhne an die Beschäftigten weiter. Nur wenn es schlecht läuft, verändern sich die Löhne", sagte Müller laut "Spiegel". Für die Beschäftigten sei dies höchst ärgerlich, da sie die negativen Effekte steigender Preise zu spüren bekämen, von sinkenden Preisen aber nicht im gleichen Maß profitierten. ### Verzögerte Effekte bei anhaltenden Preisschocks Die Auswirkungen höherer Energiekosten auf die Löhne zeigen sich der Studie zufolge nicht sofort. Nach den Worten von Müller treten solche Effekte "meist erst mit Verzögerung" auf. Gegenüber dem "Spiegel" betonte er: "Die Lohneffekte stellen sich nicht nach zwei Wochen ein, sondern nur dann, wenn der Preisschock von Dauer ist." ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück