Der politisch angeschlagene britische Premierminister Keir Starmer will nach Medienberichten um sein Amt kämpfen und sich einem möglichen Führungsrennen in der Labour-Partei stellen. Laut BBC hat Starmer seinen Anhängern zugesichert, bei einer Auslösung eines Parteiführungswettbewerbs in jedem Fall anzutreten. Damit verschärft er seine bisherige Linie, nicht freiwillig zurückzutreten, und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines offenen Machtkampfs innerhalb der Partei.
Starmer will bei Führungsrennen antreten
Der politisch angeschlagene britische Premierminister Keir Starmer will offenbar um sein Amt kämpfen. Wie die BBC berichtet, soll Starmer seinen Anhängern am Wochenende versichert haben, dass er im Falle einer Auslösung eines Führungsrennens der Labour-Partei auf jeden Fall antreten werde.
Bislang hatten Starmer und seine Verbündeten lediglich angekündigt, dass er nicht freiwillig zurücktreten werde. Unklar blieb jedoch, wie er sich bei einer tatsächlichen Abstimmung verhalten würde. Nachdem der Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, jedoch ankündigte, bei einem möglichen Führungsvotum kandidieren zu wollen, habe Starmer seine Haltung verschärft, berichtet die BBC unter Berufung auf Parteikreise. Er habe seinen Unterstützern mitgeteilt, dass er jede Herausforderung annehmen werde.
Potenzielle Gegenkandidaten und Rolle der Nachwahl
Da der frühere Gesundheitsminister Wes Streeting und Burnham als potenzielle Kandidaten gelten und zahlreiche Labour-Abgeordnete den Rücktritt des Premierministers gefordert haben, wird seit Wochen über eine mögliche Kampagne spekuliert. Der weitere Verlauf hängt maßgeblich vom Ausgang der Nachwahl im Wahlkreis Makerfield am 18. Juni ab. Burnham muss diese Wahl gewinnen, um überhaupt für den Parteivorsitz kandidieren zu können. Starmers Entschlossenheit, sich zu stellen, lässt die Wahrscheinlichkeit eines offenen Machtkampfs innerhalb der Labour-Partei steigen. Als amtierender Vorsitzender würde Starmer automatisch auf dem Stimmzettel für die Parteimitglieder stehen.
Druck nach Kommunalwahlen wächst
Der Druck auf Starmer war zuletzt nach dem schwachen Abschneiden seiner Partei bei den Kommunalwahlen massiv gestiegen. In der Folge verließen Streeting und mehrere Juniorminister die Regierung. Burnham, der als Favorit für eine künftige Führungsabstimmung gilt, strebt derweil über die Nachwahl in Makerfield die Rückkehr ins Unterhaus an.
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