Hagelkörner so groß wie Golfbälle und vollgelaufene Keller halten Feuerwehr in Atem.
Heftige Unwetter haben in der Nacht auf Montag in Teilen Niedersachsens für zahlreiche Einsätze der Feuerwehr gesorgt. Besonders betroffen war die Region Hannover, wo Starkregen Keller, Tiefgaragen und Aufzugsschächte unter Wasser setzte. Wie die Zeit unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, waren rund 300 Einsatzkräfte aller 17 Ortsfeuerwehren im Einsatz, um die vielen Notrufe abzuarbeiten. Selbst Dienstfreikräfte seien alarmiert worden, so ein Feuerwehrsprecher.
Hagel verwüstet Dächer und Autos
Auch in Sarstedt und Heidenau (Landkreis Harburg) kam es zu extremen Wetterereignissen. Dort berichteten Anwohner und Feuerwehr von Hagelkörnern mit einem Durchmesser von drei bis vier Zentimetern, die Überdachungen, Autodächer und Dutzende Hausdächer beschädigten. Eine Anwohnerin in Heidenau sprach von einem „Chaos“, wie sie es in 18 Jahren noch nie erlebt habe, wie der NDR und die Tagesschau übereinstimmend melden.
Hagelsturm trifft Apfelernte im Alten Land
Die Hagelkörner zertrümmerten Scheiben und schlugen Dellen in den Lack der Fahrzeuge. Im Alten Land könnte der Hagel zudem Schäden an der Apfelernte verursacht haben, der genaue Umfang ist jedoch noch unklar. Während die Tagesschau und der NDR die Ereignisse in Heidenau und Sarstedt detailliert beschreiben, konzentriert sich die Zeit auf die Lage in Hannover.
DWD warnt vor neuen Unwettern in Niedersachsen
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für den weiteren Tagesverlauf vor erneuten Gewittern und Starkregen, besonders im Süden Niedersachsens. Dort seien Niederschlagsmengen von bis zu 40 Litern pro Quadratmeter möglich. Tagsüber werden Höchsttemperaturen zwischen 27 und 30 Grad im Binnenland und um die 22 Grad an der See erwartet.
