Benzin und Diesel werden teurer – Ursache ist die Eskalation im Nahen Osten.
Die Spritpreise in Deutschland steigen seit Tagen kontinuierlich an. Autofahrer müssen für Benzin und Diesel deutlich mehr zahlen als noch vor einer Woche. Wie t-online und der Westen berichten, kostete ein Liter Superbenzin am Sonntag im bundesweiten Durchschnitt 2,328 Euro, E10 lag bei 2,274 Euro und Diesel bei 2,305 Euro. Besonders stark stieg der Dieselpreis: Innerhalb von sieben Tagen erhöhte er sich um 6,7 Cent pro Liter.
Ölpreise steigen rasant durch Iran-Konflikt
Für 50 Liter Diesel sind damit aktuell über 115 Euro fällig, bei Superbenzin sogar mehr als 116 Euro. Die Zeit meldet dagegen leicht abweichende Werte: Demnach lag der Preis für E10 am Sonntag bei 2,152 Euro pro Liter, Diesel bei 2,177 Euro. Beide Quellen führen die Preisentwicklung auf die Eskalation im Iran-Konflikt zurück. Die Sorge vor Lieferengpässen und gestörten Schifffahrtsrouten in der Golfregion hat den Ölpreis binnen einer Woche um mehr als 13 Prozent steigen lassen.
Blockade der Straße von Hormus treibt Ölpreis auf über 90
Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zuletzt rund 88 US-Dollar, wie t-online schreibt. Agrarheute berichtet sogar von einem Anstieg auf über 90 US-Dollar am Montag. Die Blockade der Straße von Hormus, durch die ein Fünftel des weltweit gehandelten Öls transportiert wird, verschärft die Lage zusätzlich. Seit dem Wegfall des Tankrabatts am 1.
Energiepreise könnten neue Inflationswelle auslösen
Juli bleibt Autofahrern nur die sogenannte Zwölf-Uhr-Regel, die jedoch keine Preissteigerungen verhindert, sondern diese gebündelt zur Mittagszeit weitergibt. Die Entwicklung belastet nicht nur Autofahrer, sondern könnte auch neue Inflationsschübe auslösen, wie der Westen warnt. Höhere Energiepreise treiben Transportkosten, Produktion und Warenpreise in die Höhe.
