Sportstaatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) begrüßt eine mögliche deutsche Bewerbung um die Fußball-Weltmeisterschaften 2038 oder 2042 und betont Deutschlands Stärke als Ausrichter großer Sportereignisse. Eine WM im eigenen Land biete der Politik nach ihren Worten besondere Gestaltungsmöglichkeiten, etwa mit Blick auf Werte wie Transparenz, Zusammenhalt, Respekt, Nachhaltigkeit und Menschenrechte.
Schenderlein lobt Deutschlands Erfahrung mit Großereignissen
Sportstaatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) hat eine mögliche deutsche Bewerbung um die Fußball-WM 2038 oder 2042 ausdrücklich begrüßt und die Rolle Deutschlands als Ausrichter großer Sportereignisse hervorgehoben. „Grundsätzlich freuen wir uns über diesen Schritt. Wir sind ein Land, welches stark darin ist, große Sportveranstaltungen zu organisieren“, sagte Schenderlein am Donnerstag den Sendern RTL und ntv. Deutschland habe das in den letzten Jahren immer wieder unter Beweis gestellt, zum Beispiel bei der Euro 2024. Auch die nächste Frauen-EM 2029 werde in Deutschland stattfinden, zudem bereite man sich auf Olympische und Paralympische Spiele vor.
Werteorientierung statt „Fifa-Show“
Eine WM im eigenen Land biete der Politik nach Angaben der Ministerin besondere Gestaltungsmöglichkeiten. Eine Fifa-Show werde es nicht werden: „Wenn wir es im eigenen Land machen, kann man eben auch schon darauf Einfluss nehmen auf die Werte, die uns wichtig sind“, sagte sie RTL und ntv. Zu diesen Maßstäben zählte sie ausdrücklich Transparenz, Zusammenhalt, Respekt, Nachhaltigkeit sowie die Wahrung von Menschenrechten. Diese seien für Deutschland zentrale Kriterien bei internationalen Sportgroßveranstaltungen.
Rolle des Sports und Bedeutung Ostdeutschlands
Zugleich unterstrich Schenderlein die Rolle des organisierten Sports. „Es ist immer auch die Autonomie des Sports, die wichtig ist“, sagte sie den Sendern RTL und ntv. Die Bundesregierung werde jedoch klar auftreten: „Klar werden wir unsere Punkte machen und dort, wo wir Einfluss nehmen können, diesen auch geltend machen.“ Bei möglichen Investitionen in Stadien verwies die Ministerin auf die bereits gute Infrastruktur im Profifußball und erinnerte an die sogenannte Sportmilliarde, mit der der Bund vor allem den Modernisierungsbedarf im Breitensport und bei Vereinen in der Fläche adressiere.
Mit Blick auf mögliche Austragungsorte verwies Schenderlein auf die Bedeutung Ostdeutschlands – auch aus persönlicher Erfahrung. „Es geht immer darum, dass es eine gute regionale Verteilung gibt“, sagte sie RTL und ntv. Bei der WM 2006 war nur Leipzig als Stadt in den neuen deutschen Bundesländern vertreten. „Selbstverständlich schaue ich darauf, dass alle Regionen gut mit dabei sind“, so Schenderlein. Und als ostdeutsche Ministerin fügte sie hinzu, sie schaue schon auch, dass auch der Osten ausreichend berücksichtigt sei.
✨ mit KI bearbeitet