Die SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas haben frühere Parteivorsitzende für Montagabend zu Beratungen ins Willy-Brandt-Haus eingeladen. Unter den Teilnehmern sind Sigmar Gabriel und Martin Schulz, nicht jedoch Gerhard Schröder oder Oskar Lafontaine. Franz Müntefering fehlt aus gesundheitlichen Gründen.
Geschlossenheit als Ziel
Klingbeil strebt dem Bericht der "Süddeutsche Zeitung“ zufolge größtmögliche Rückendeckung der Parteigranden an. Angesichts der Turbulenzen bei der Union und Spekulationen über einen möglichen Austausch von Kanzler Friedrich Merz (CDU) will er die SPD als Stabilitätsanker der Regierung positionieren.
Eine solche Geschlossenheitsdemonstration soll der aktuellen Spitze helfen, die am Dienstag anstehende Sitzung der Bundestagsfraktion zu überstehen. Dort gibt es wachsenden Unmut wegen der desaströsen Zustimmungswerte zur Regierung.
Kein direkter Wahlbezug
An dem Treffen nehmen neben den genannten Ex-Vorsitzenden auch weitere Funktionäre teil. Die Liste der noch lebenden früheren SPD-Chefs umfasst unter anderem Björn Engholm, Rudolf Scharping, Matthias Platzeck und Kurt Beck.
In der Parteizentrale wurde versucht, die Bedeutung herunterzuspielen. Es gebe keinen direkten Zusammenhang zum Wahlsonntag und den möglichen Folgen.