Die SPD will Feuerwehrleute für ihren Einsatz gegen Waldbrände mit einer besonderen Auszeichnung ehren. SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese betont, es sei höchste Zeit, ihren gefährlichen und häufig ehrenamtlichen Einsatz deutlicher anzuerkennen. Vorbilder gibt es bereits in mehreren Bundesländern.
Forderung nach bundesweiter Würdigung
Feuerwehrleute riskierten "Leib und Leben, um Existenzen und Menschenleben vor Feuersbrünsten zu retten und in Katastrophenlagen Hilfe zu leisten – häufig ehrenamtlich", sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese der Rheinischen Post (Freitagausgabe).
Einsatzkräfte würden zwar bereits durch den Pakt für den Bevölkerungsschutz gestärkt. Dennoch sollte der konkrete Einsatz bei schweren Waldbrandkatastrophen mit einer Medaille gewürdigt werden – als Dank für selbstlose und harte Arbeit.
In Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gibt es solche Waldbrandmedaillen bereits. Wiese sieht darin ein gutes Vorbild für Nordrhein-Westfalen und den Bund.
Die Sächsische Staatskanzlei ließ 2022 nach den Bränden im Freistaat rund 8.800 Medaillen prägen. Die große Resonanz machte sogar eine zweite Auflage notwendig.
Zuletzt hatten Brände an mehreren Orten tagelang die Feuerwehren in Atem gehalten, darunter im Hürtgenwald in der Eifel, im Westerwald sowie im belgischen Naturschutzgebiet Hohes Venn nahe der deutschen Grenze.
Wetter mit hoher Brandgefahr, sogenanntes "Feuerwetter", hat auf allen Kontinenten zugenommen. In Südeuropa, dem Norden der eurasischen Landmasse, in den USA und Australien lässt sich der Anstieg von Brandwahrscheinlichkeit und verbrannten Flächen klar auf die globale Erderhitzung zurückführen.
Diese schreitet voran, solange durch das Verbrennen von Kohle, Öl und Gas zusätzliche Treibhausgase in die Atmosphäre gelangen.