Außenminister Johann Wadephul (CDU) bricht als erster deutscher Außenminister seit fast sieben Jahren zu einem Besuch nach Budapest auf. Er betont die Chance, die Beziehungen zu Ungarn auf eine neue Grundlage zu stellen.
Erste Reise nach sieben Jahren
Außenminister Johann Wadephul (CDU) sagte am Montag vor seiner Abreise nach Budapest: "Nach fast sieben Jahren werde ich als erster deutscher Außenminister heute wieder nach Ungarn reisen". "Das zeigt: Wir haben extrem viel aufzuholen."
Der politische Wechsel in Ungarn eröffne die Chance, die Beziehungen "mit großer Geschwindigkeit wieder auf ein Fundament des gegenseitigen Vertrauens und der Verlässlichkeit zu stellen". Wadephul komme mit der Hoffnung, dass Ungarn "sein großes europäisches Herz" wiederentdecke und ganz Europa dies spüre.
Reformen und wirtschaftliche Bedeutung
Ungarns neue Regierung habe in kurzer Zeit zentrale Reformen angestoßen, so Wadephul. Die Rückkehr zu Rechtsstaatlichkeit und die Umsetzung europäischer Vorgaben seien gute Nachrichten für Europa und vor allem für die Menschen in Ungarn. Rechtsstaatlichkeit und verlässliche Regeln seien entscheidend dafür, ob Bürger ihrem Staat vertrauen und Unternehmen bereit seien, zu investieren.
Wadephul sagte: "Deutsche Unternehmen sind schon heute für 250.000 Arbeitsplätze in Ungarn verantwortlich. Ich freue mich deshalb sehr, dass mich heute eine Delegation deutscher Unternehmen begleitet, um ganz konkret zu besprechen, welche weiteren Schritte nun erforderlich sind".