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Startseite Deutschland & die WeltSozialverband kritisiert wachsende Gehaltsschere in Deutschland
Deutschland & die Welt

Sozialverband kritisiert wachsende Gehaltsschere in Deutschland

von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 1. Mai 2025
von mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet 1. Mai 2025
Foto: dts
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Der Sozialverband Deutschland (SoVD) kritisiert die wachsende Kluft zwischen den Gehältern von Angestellten und Spitzenmanagern in Deutschland. Anlass der Kritik ist eine aktuelle Berechnung der Entwicklungsorganisation Oxfam, die deutliche Unterschiede in der Einkommensentwicklung der vergangenen Jahre aufzeigt. Die SoVD-Vorstandsvorsitzende warnt vor den gesellschaftlichen Folgen dieser Entwicklung.

Deutliche Ungleichheit bei der Gehaltsentwicklung

Die Vorstandsvorsitzende des Sozialverbands Deutschland, Michaela Engelmeier (SoVD), hat die auseinandergehende Entwicklung der Einkommen zwischen Angestellten und Spitzenmanagern scharf kritisiert. Gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagsausgaben) äußerte sie: „Ich bin über diese Zahlen entsetzt.“ Laut Engelmeier hätten die Corona-Pandemie und ihre Folgen bei Millionen Menschen finanzielle Spuren hinterlassen. Sie betonte: „Dass viele sich abgehängt fühlen, wenn sie von solchen Entwicklungen hören, ist nur verständlich. Welche Folgen, sich abgehängt zu fühlen haben kann, erleben wir bei jeder Wahl aufs Neue.“

Oxfam-Berechnung: Spitzenmanager weit vorn

Zuvor hatte die Entwicklungsorganisation Oxfam eine Auswertung veröffentlicht, die das Ausmaß der Gehaltsunterschiede verdeutlicht. Nach den Oxfam-Berechnungen seien die Gehälter der Spitzenmanager in den umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands in den letzten fünf Jahren 30 Mal so stark gestiegen wie die Reallöhne aller Angestellten. Im Median hätten die Vorstandsvorsitzenden im vergangenen Jahr rund 4,4 Millionen Euro verdient.

SoVD fordert politisches Handeln

Engelmeier zeigte sich angesichts dieser Zahlen besorgt über die gesellschaftlichen Folgen: „Die Menschen sehen Millionengehälter und zweistellige Gehaltssteigerungen auf der einen Seite und auf der anderen eine zu geringe Rentenerhöhung, eine unwürdige Debatte um die nötige Anhebung des Mindestlohns, ungebremst steigende Sozialabgaben und einen aktuellen Armutsbericht, der klar belegt: Arme werden ärmer, Reiche immer reicher“, sagte sie laut den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Sie richtete einen Appell an die künftige Bundesregierung, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken: Andernfalls werde die Spaltung der Gesellschaft „dramatische Formen“ annehmen, so die SoVD-Chefin.

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mit Material von dts Nachrichtenagentur, bearbeitet

Dieser Artikel wurde mit Material der Nachrichtenagentur dts erstellt, kann jedoch durch unsere Redaktion ergänzt oder aktualisiert worden sein.

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