FIFA schüttet bei WM 2026 deutlich mehr aus – auch Vereine profitieren
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Mexiko und Kanada bringt nicht nur sportliche Höhepunkte, sondern auch finanzielle Rekorde mit sich. Wie die Mainpost unter Berufung auf DFB-Geschäftsführer Andreas Rettig berichtet, erhalten die teilnehmenden Verbände deutlich höhere Ausschüttungen als bei früheren Turnieren. Insgesamt werden 727 Millionen US-Dollar an die Nationalverbände verteilt, was einer Steigerung von rund 50 Prozent gegenüber der WM 2022 entspricht. Allein der Weltmeister kassiert 50 Millionen US-Dollar Preisgeld, der Vize-Weltmeister 33 Millionen. Auch die Halbfinalisten erhalten deutlich höhere Summen als in den Vorjahren. Zudem gibt es für jeden qualifizierten Verband eine garantierte Teilnahmezahlung von mindestens 10,5 Millionen US-Dollar, die sich aus Preisgeld und Vorbereitungszuschüssen zusammensetzt.
Bundesliga kassiert Millionen durch WM-Prämien
Nicht nur die Nationalverbände, sondern auch die Vereine profitieren von der WM. Wie fussballdaten.de mitteilt, erhalten die Klubs finanzielle Entschädigungen für die Abstellung ihrer Nationalspieler im Rahmen des FIFA-Club-Benefits-Programms. In der Bundesliga führt der FC Bayern München mit rund 2,3 Millionen Euro die Liste an, gefolgt von Borussia Dortmund mit 1,54 Millionen Euro. Bayer Leverkusen, Eintracht Frankfurt und die TSG Hoffenheim folgen mit Beträgen zwischen 1,05 und 1,42 Millionen Euro. Insgesamt fließen so mehr als 13 Millionen Euro an die Bundesligisten. Im internationalen Vergleich liegt die Bundesliga damit hinter der englischen Premier League, deren Klubs zusammen über 26 Millionen Euro erhalten.
WM-Dauer entscheidet über Vereinszahlungen
Die Höhe der Zahlungen an die Vereine richtet sich nach der Anzahl der abgestellten Spieler sowie der Dauer ihres WM-Einsatzes. Während der FC Bayern 17 Profis entsandte, waren es bei Borussia Dortmund zehn. Das frühe Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft führte jedoch dazu, dass die DFB-Spieler weniger Tage bei der WM verbrachten, was die Entschädigungen verringerte.
DFB-Spieler könnten 2026 mehr Prämien erhalten
Für die deutschen Nationalspieler selbst könnten die Prämien bei der WM 2026 ebenfalls höher ausfallen als bei der WM 2022. Damals waren pro Spieler bis zu 400.000 Euro für den Titelgewinn vereinbart, wie Sky Sport berichtete. Rettig betonte, dass die Spieler im Falle eines WM-Titels mehr erhalten würden, da deutlich mehr Einnahmen zur Verfügung stünden. Offizielle Zahlen hat der DFB jedoch noch nicht veröffentlicht.
FIFA zahlt Millionen für das Spiel um Bronze
Das Spiel um Platz drei, das bei dieser WM erstmals als „Finale um Bronze“ bezeichnet wird, hat für die FIFA auch eine finanzielle Bedeutung. Wie die Sportschau berichtet, erhält der Verband des siegreichen Teams 29 Millionen US-Dollar, der Verlierer 27 Millionen. Traditionell wird das Spiel jedoch von vielen Spielern und Trainern als wenig attraktiv empfunden, da es oft als Duell der Enttäuschten gilt.
