Vor den Friedensverhandlungen in Abu Dhabi hat Finnlands Außenministerin Elina Valtonen die US-Regierung von Donald Trump aufgefordert, den Druck auf Russland deutlich zu erhöhen. Sie wirft Moskau vor, den Krieg bewusst fortzusetzen, und lehnt Gespräche mit Russlands Präsident Wladimir Putin ohne klare europäische Abstimmung ab.
Valtonen fordert entschlossenen Druck der USA
Finnlands Außenministerin Elina Valtonen hat die US-Regierung von Donald Trump aufgerufen, im Ukraine-Krieg deutlich mehr Druck auf Russland auszuüben. „Moskau könnte diesen Krieg jederzeit beenden, entscheidet sich aber bewusst dagegen“, sagte Valtonen dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“. Ihre Botschaft an die USA laute deshalb: „Schaut euch das Gesamtbild an. Die Ukraine ist zu Frieden bereit, Russland nicht. Jetzt müssen die USA entschlossenen Druck auf Russland ausüben, damit dieser Krieg endet.“ (Quelle: „Redaktionsnetzwerk Deutschland“)
„An Selenskyj liegt es jedenfalls nicht“, fügte sie hinzu. Ob in Abu Dhabi, in Davos oder an anderen Orten in den vergangenen Monaten: In allen Gesprächen habe sich nach ihren Worten gezeigt, dass Russland den Frieden verweigere. (Quelle: „Redaktionsnetzwerk Deutschland“)
Kritik an Forderungen nach Gesprächen mit Putin
Valtonen erteilte Forderungen aus Frankreich, Italien und anderen Staaten, man müsse nun Gespräche mit Putin aufnehmen, eine klare Absage. „Ein Telefonat der Europäer mit Putin wäre zum jetzigen Zeitpunkt ein völlig falsches Signal.“ Man habe in den vergangenen Tagen gesehen, wie Russland brutale Angriffe verübe und dabei gezielt Zivilisten töte und verletze. Ob es eine echte Waffenruhe gebe, würden die nächsten Tage zeigen. (Quelle: „Redaktionsnetzwerk Deutschland“)
Bedingungen für mögliche Gespräche mit Moskau
Als Voraussetzung für jedes Telefonat mit Putin nannte Valtonen eine enge Abstimmung innerhalb Europas zwischen den Regierungen, verbunden mit einer vorherigen Verständigung über Ziel und Strategie. „Bisher habe ich noch keine einzige Strategie dazu gesehen“, stellte sie klar. Ein Telefonat würde nach ihren Worten auch keine Kursänderung und erst recht keine Annäherung an Russland bedeuten.
Einer Anerkennung der Krim und anderer besetzter Gebiete als Teil des russischen Territoriums bei einem Friedensabkommen erteilte sie eine deutliche Absage. „Als Außenministerin Finnlands werde ich das unter keinen Umständen tun.“ (Quelle: „Redaktionsnetzwerk Deutschland“)
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Einen Tag vor den geplanten Friedensgesprächen in Abu Dhabi hat die Ukraine erneut massive russische Luftangriffe gemeldet. Nach Angaben des ukrainischen Außenministers wurden in der Nacht mehr als 500 Drohnen und Raketen auf ukrainische Städte abgefeuert, zahlreiche Wohnhäuser und Energieanlagen wurden getroffen. In der Hauptstadt Kiew sind tausende Menschen bei Temperaturen von bis zu minus 20 Grad Celsius ohne Heizung, teilte der Bürgermeister der Hauptstadt, Vitali Klitschko, mit.
Ukraine berichtet von massiven russischen Angriffen
Sybiha sagte, dass Wladimir Putin die Angriffe trotz eines Versprechens Moskaus, die Angriffe auf Energieinfrastruktur vor den trilateralen Gesprächen zwischen der Ukraine, Russland und den USA einzustellen, fortgesetzt habe. Putin habe auf den Temperaturabfall gewartet und Drohnen sowie Raketen gehortet, um seine „genozidalen Angriffe“ gegen das ukrainische Volk fortzusetzen, so der Außenminister.
Verletzte und Schäden in Kiew
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj gab an, dass bei den nächtlichen Angriffen mindestens neun Menschen verletzt wurden. Das ukrainische Verteidigungsministerium erklärte, dass die Angriffe auf zivile Ziele gerichtet waren, darunter Wohnhäuser, Energieanlagen und ein Kindergarten. In Kiew brachen Brände aus, und Flammen schlugen aus den oberen Stockwerken eines Gebäudes.
Unangekündigter Besuch von Nato-Generalsekretär Rutte
Derweil traf Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Dienstag zu einem unangekündigten Besuch in Kiew ein. Rutte hielt zunächst eine Rede vor dem ukrainischen Parlament, später sind Gespräche mit Selensky geplant.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen, Andreas Audretsch, hat gefordert, Minijobs in ihrer bisherigen Form abzuschaffen. Stattdessen sollen sie nach seinen Vorstellungen in reguläre, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse überführt werden. Audretsch kritisiert, dass die derzeitige Ausgestaltung von Minijobs Menschen in immer kleinere Jobs und in Altersarmut dränge.
„Minijobs nur in bestimmten Bereichen“
Andreas Audretsch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, erklärte in einem Interview mit den Sendern RTL und ntv, Minijobs müssten grundsätzlich in „sozialversicherungspflichtige, normale Beschäftigungen“ überführt werden. Es brauche Minijobs nur in bestimmten Bereichen, „etwa für Studenten und Rentner“. Weiter sagte er: „Überall da, wo es nicht reguläre Arbeit verdrängt und ersetzt.“
Warnung vor Altersarmut
Nach den Worten von Audretsch würden Menschen derzeit „in immer kleinere Jobs gedrängt und dadurch auch in Altersarmut“. „Genau das ist doch das Problem, dass Menschen dann am Ende nicht mehr Stunden arbeiten. Und wenn wir wollen, dass Menschen mehr arbeiten, dann müssen wir die Bedingungen schaffen“, sagte er RTL und ntv.
Kritik an der Union
Menschen zu beschimpfen sei „der falsche Weg“ und „die Union gehe genau diesen falschen Weg“, sagte der Grünen-Politiker den Sendern RTL und ntv.
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Der Dax ist am Dienstag mit Gewinnen in den Handelstag gestartet und hat sich wieder der Marke von 25.000 Punkten genähert. Gestützt wird der Markt laut Experten von einer Erholung nach dem Edelmetall-Ausverkauf und fallenden Ölpreisen, während Anleger bereits mögliche Veränderungen an der Spitze der US-Notenbank einpreisen.
Gegen 9:30 Uhr wurde der deutsche Leitindex Dax mit rund 25.090 Punkten berechnet und lag damit 1,2 Prozent über dem Schlussniveau vom Vortag. An der Spitze der Kursliste rangierten Siemens Energy, Daimler Truck und Siemens, am Ende Merck, Zalando und Scout24.
Stimmung an den Märkten stabilisiert sich
„Anleger schütteln die Unsicherheit aus dem kurzzeitigen Ausverkauf bei Gold und Silber ab“, sagte Jochen Stanzl, Chefmarktanalyst der Consorsbank. Der Absturz der Edelmetalle setze sich nicht fort, und damit wirke das Risiko von Notverkäufen plötzlich nicht mehr ganz so bedrohlich, so Stanzl weiter (Quelle: Consorsbank). „Nach einer 700-Punkte-Rally steht der Dax wieder in Tuchfühlung mit der runden 25.000-Punkte-Marke. Der scharfe Rückgang der Ölpreise wirkt zusätzlich stützend.“
Überlegungen zur künftigen US-Notenbankführung
Dax-Anleger könnten sich auf den zweiten Blick vielleicht doch mit einer von Kevin Warsh geführten US-Notenbank anfreunden, so Stanzl (Quelle: Consorsbank). „Eine kleinere Fed-Bilanz unter Warsh würde die Märkte zwingen, bei Aktien wieder stärker auf Qualität, Cashflows und solide Kapitalstrukturen zu achten, anstatt blindem Wachstumsoptimismus zu folgen.“ Genau darauf setzten nach Einschätzung von Stanzl die Schnäppchenjäger: dass der Dax und vor allem klassische Value-Aktien von diesem grundlegenden Umdenken profitierten. „Noch ist Warsh nur nominiert und nicht Notenbankchef. Allerdings blicken die Märkte bereits drei bis sechs Monate in die Zukunft – und Anleger sind gezwungen, sich darauf einzustellen.“
Währung und Rohstoffe
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Dienstagmorgen etwas fester. Ein Euro kostete 1,1813 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8465 Euro zu haben.
Der Ölpreis sank unterdessen: Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete gegen 9 Uhr deutscher Zeit 66,09 US-Dollar; das waren 21 Cent oder 0,3 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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Der Sicherheitsexperte Johann Rehberger warnt vor dem KI-Projekt „OpenClaw“, das seit seinem Start Ende letzten Jahres nach wenigen Wochen mutmaßlich millionenfach genutzt wird. Der offene und mächtige KI-Agent berge erhebliche Sicherheitsrisiken, insbesondere durch mögliche Angriffe von außen und den weitreichenden Zugriff auf Computersysteme, sagte Rehberger der dts Nachrichtenagentur.
„Sehr offenes und mächtiges System“ mit umfassendem Zugriff
Johann Rehberger bezeichnet „OpenClaw“ als besonders riskant. „OpenClaw gilt als riskant, weil es ein sehr offenes und mächtiges System ist, das mit vielen anderen Systemen integriert werden kann“, sagte Rehberger der dts Nachrichtenagentur. Die Open-Source-Software ist ein sogenannter KI-Agent, ein Computerprogramm, das unter anderem über Messaging-Plattformen wie WhatsApp, Telegram oder Signal Aufträge annehmen und ausführen kann und so automatisierte Arbeitsabläufe über mehrere Dienste hinweg ermöglicht.
Das System benötigt umfassenden Zugriff auf einen Computer und wird auch autonom tätig, also ohne direkte Benutzereingabe desjenigen, der es installiert hat. Aus Sicht des Sicherheitsexperten entstehen dadurch mehrere Angriffsflächen für potenzielle Angreifer.
Klassische Sicherheitslücken und „Prompt Injection“
Rehberger sieht zwei zentrale Problemfelder. Zum einen gebe es klassische Sicherheitslücken, die es Angreifern erlauben, das System zu übernehmen. „Als Benutzer muss man daher stets auf dem aktuellen Stand bleiben und Systeme regelmäßig patchen, vor allem wenn Sicherheitsupdates erscheinen“, sagte er.
Zum anderen warnt der Experte vor dem Problem der „Prompt Injection“, bei dem externe Inhalte den Assistenten zu schädlichem Verhalten verleiten können. „Dieses Problem hat derzeit keine echte Lösung“, so Rehberger. So könnte der Assistent beim Lesen einer E-Mail dazu gebracht werden, andere Daten vom Computer auszulesen und an einen Angreifer zu senden oder Daten zu löschen.
Wer mit dem System experimentieren möchte, sollte laut Rehberger vorsichtig vorgehen. „Wer mit dem System experimentieren möchte, sollte dies daher am besten in einer isolierten Umgebung tun und sich genau überlegen, welche Daten man mit dem Assistenten teilt“, rät der Experte. Er ergänzt: „Ich würde davon abraten, den Assistenten direkt auf dem eigenen Computer mit vollem Zugriff auf alle Daten zu betreiben, und stattdessen eine separate Umgebung ausschließlich für den Assistenten zu verwenden und dort gezielt Daten mit dem Assistenten zu teilen.“
Skepsis gegenüber Plattform „Moltbook“
In Bezug auf das mit „OpenClaw“ gestartete „Moltbook“ – eine Plattform, auf der sich angeblich KI-Agenten untereinander austauschen und Menschen nur dabei zuschauen dürfen – zeigt sich Rehberger skeptisch. „Natürlich ist das System stark von Scammern infiltriert, die vor allem mit politischen Nachrichten und Krypto-Botschaften andere Teilnehmer beeinflussen wollen“, sagte er.
Nach seinen Angaben tummeln sich dort viele normale Benutzer und typische Scambots, die sich einfach als KI ausgeben. „Technisch kann der Betreiber ja nicht zwischen normalen Benutzer, Bot oder KI unterscheiden“, so der Experte. Das System sei weitgehend mit „Vibe Coding“ erstellt worden, also ebenfalls durch KI-Eingaben, wodurch Sicherheitslücken praktisch vorprogrammiert seien.
„Und das hat man ja auch bereits gesehen, es war möglich, einfachen Zugriff auf die komplette Datenbank mit allen registrierten Nutzern und Agenten sowie deren Zugriffstokens zu erhalten“, sagte Rehberger der dts Nachrichtenagentur. Er selbst habe letzte Woche versucht, den Entwickler auf Schwachstellen hinzuweisen, habe aber keine Antwort erhalten. „In vielerlei Hinsicht erinnert mich das an die frühen Tage des Wilden Westens des Internets. Vorsicht ist also geboten.“
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Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch wirft Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vor, die gesetzliche Rente schwächen zu wollen. Er warnt vor steigender Altersarmut, insbesondere bei Frauen, falls das Rentenniveau gesenkt werde, und fordert stattdessen umfassende Reformen der Altersvorsorge.
Warnung vor sinkendem Rentenniveau
Grünen-Fraktionsvize Andreas Audretsch hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorgeworfen, die gesetzliche Rente schwächen zu wollen. Anlass ist eine Äußerung von Merz bei einer Veranstaltung, wonach private und betriebliche Altersvorsorge künftig eine wesentlich größere Rolle spielen sollten als bisher, beide kapitalgedeckt. Audretsch kritisierte diese Überlegungen in einem Interview mit den Sendern RTL und ntv scharf.
„Wenn man wieder das Rentenniveau infrage stellt, dann ist das vor allem auch eine politische Handlung, die dazu führt, dass Frauen im Alter nicht mehr so gut abgesichert sind“, sagte er den Sendern RTL und ntv. „Das darf nicht passieren. Wenn das Rentenniveau sinkt, heißt das Altersarmut in Deutschland. Das kann keine Lösung sein.“
Forderung nach Reform der gesetzlichen Rente
Nach den Worten von Audretsch soll die gesetzliche Rentenversicherung zwar der Kern des Alterssicherungssystems bleiben, zugleich dringt er jedoch auf grundlegende Reformen. „Zum Beispiel sollten mal alle einzahlen. Dass Abgeordnete nach wie vor nicht einzahlen, ist ein substanzielles Problem. Da braucht es deutlich mehr Gerechtigkeit“, sagte er RTL und ntv.
Grünen-Vorschlag für Bürgerfonds
Für die private Altersvorsorge schlagen die Grünen einen öffentlichen Bürgerfonds nach schwedischem Vorbild vor. „Wer nicht dabei sein will, kann dann auch rausgehen, sich privat absichern. Aber das wäre eine Alternative zu der so grandios gescheiterten Riesterrente.“ In die Riesterrente gebe es in der Bevölkerung kein Vertrauen mehr und die Menschen zahlten schlicht nicht mehr ein. Daher brauche es „einen völlig neuen Start in der privaten Altersvorsorge“.
„Ein öffentlicher Fonds, geringe Abschlussgebühren, eine Verlässlichkeit, ein staatliches Produkt, was dann gute Renditen bringt – das kann man einführen. Dann hätte man mit einem Schlag die Voraussetzung dafür, tatsächlich die kapitalgedeckte Säule auf Vordermann zu bringen“, so Audretsch gegenüber RTL und ntv. Bislang habe die Union zur Reform der kapitalgedeckten Altersvorsorge „keinen substanziellen Vorschlag“ gemacht.
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Platz 1, 4, 7 und 11 – es ist noch nicht so lange her, dass die Osnabrücker Leichtathleten diese Platzierungen bei einer Landesmeisterschaft gefeiert hätten. An diesem Samstag sammelten die Aushängeschilder der Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Osnabrück bei einem internationalen Meeting im niederländischen Apeldoorn mit diesen Platzierungen Respekt und Anerkennung. Besser kann man die Fortschritte der Osnabrücker Leichtathletik kaum dokumentieren.
Neue persönliche Bestzeit für Matthias Apel
Gleich zu Beginn unterstrich Matthias Apel (LG Osnabrück) über 1.500 m eindrucksvoll, warum er innerhalb von drei Jahren vom ersten Training bis zu Silber bei Deutschen Meisterschaften und in den Bundeskader gestürmt ist. Bei 1.000 m zündete er den Turbo, sprengte das Feld und verbesserte mit seiner zweiten Zeit unter vier Minuten seine persönliche Bestzeit auf 3:59,11 min. Die Deutschen Jugendmeisterschaften am dritten Februarwochenende in Sindelfingen können kommen.
Auch Mika Pikutzki zeigt Stadtrekorde
800 m – Mika Pikutzki hat auf dieser Strecke in den letzten Jahren unter anderem mit Stadtrekorden in der U18 und U20 Maßstäbe gesetzt. Nach dem Wechsel in die Männerklasse lief er überraschend auf Anhieb zur B-Norm der Deutschen Meisterschaften. In Apeldoorn scheiterte er um eine gute Zehntel am Versuch, diese Zeit erneut zu verbessern und damit den Startplatz bei den nationalen Titelkämpfen abzusichern. So bleiben 1:54,11 min in den Bestenlisten und das Ziel beim nächsten Start am 13. Februar in Erfurt.
Osnabrücker Langsprinter gut in Form
Eine große Aufgabe stellte sich den beiden Osnabrücker Langsprintern, Olympia-Teilnehmer Fabian Dammermann und dem Deutschen Hallenmeister Florian Kroll. Sie wagten sich gewissermaßen in die Höhle des Löwen – die niederländischen Langsprinter sicherten sich in den letzten Jahren reihenweise Titel bei Olympia, Welt- und Europameisterschaften. Zum Auftakt verkaufte sich Florian Kroll teuer: Bei 47,33 sec blieb die Uhr stehen. Es war sein bisher stärkster Halleneinstieg. Sein Gegner aus Österreich musste schon in die Nähe des 26 Jahre alten Landesrekordes laufen, um die Nase vorn haben.
Die Nase vorn hatte dagegen in seinem Lauf Fabian Dammermann. Bei 46,72 sec blieb die Uhr stehen. Nur einmal war der angehende Gymnasiallehrer schneller. Mit 46,71 sec war er im Vorjahr schnellster Langsprinter über die beiden Hallenrunden gewesen. In der Gesamtwertung gab es für die beiden Osnabrücker Rang vier und sieben. Der Abstand zum Sieger, dem U23-Europameister Jonas Phijffers (46,21 sec), hielt sich im Rahmen und macht Hoffnung für die nächsten Starts.
Weitere Stationen
Weitere Stationen auf dem Weg zu den Deutschen Meisterschaften am 28.02./01.03. in der Dortmunder Helmut-Körnig-Halle sind die Meetings in Dortmund (08.02.) und Erfurt (13.02.)
Deutschland hat innerhalb der Europäischen Union den höchsten Anteil älterer Erwerbstätiger. Nach aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) auf Basis von Eurostat arbeiteten 2024 hierzulande deutlich mehr Menschen im Alter von 55 bis 64 Jahren als in anderen EU-Staaten. Ein wesentlicher Faktor dafür ist die zunehmende Alterung der Bevölkerung sowie ein späterer Renteneintritt.
Deutschland mit ältester Erwerbsbevölkerung in der EU
Deutschland hat die älteste Arbeitsbevölkerung in der Europäischen Union. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag auf Basis von Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat mitteilte, waren hierzulande im Jahr 2024 von den rund 40,9 Millionen Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren gut 9,8 Millionen zwischen 55 und 64 Jahre alt. Das entsprach einem Anteil von knapp einem Viertel (24,0 Prozent) – der höchste Wert aller EU-Staaten.
EU-weit machten ältere Erwerbstätige rund ein Fünftel (20,1 Prozent) der Erwerbstätigen aus. Damit liegt der Anteil der 55- bis 64-Jährigen in Deutschland deutlich über dem europäischen Durchschnitt.
Vergleich mit anderen EU-Staaten
Den nach Deutschland zweithöchsten Anteil älterer Erwerbstätiger in der EU hatte im Jahr 2024 Italien: Hier stellten die 55- bis 64-Jährigen 23,0 Prozent der Erwerbstätigen. In Bulgarien lag der Anteil mit 22,3 Prozent ebenfalls vergleichsweise hoch.
Anteilig die wenigsten älteren Erwerbstätigen in der EU gab es in Malta: Nur rund jede oder jeder neunte Erwerbstätige des Inselstaates (10,8 Prozent) war zwischen 55 und 64 Jahre alt. Auch in Luxemburg (12,8 Prozent) und Polen (15,2 Prozent) machte diese Altersgruppe einen vergleichsweise geringen Anteil an den Erwerbstätigen aus.
Späterer Renteneintritt als Ursache
Ein zentraler Grund für den hohen Anteil älterer Erwerbstätiger in Deutschland ist die zunehmende Alterung der Bevölkerung. Darüber hinaus gehen die Menschen hierzulande immer später in Rente.
Das durchschnittliche Renteneintrittsalter lag im Jahr 2024 nach Angaben der Deutschen Rentenversicherung bei Altersrenten für Frauen und Männer bei 64,7 Jahren. 2004 hatte es für Frauen bei 63,0 Jahren und für Männer bei 63,1 Jahren gelegen. Ein Grund für den Anstieg ist die schrittweise Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters auf 67 Jahre bis zum Jahr 2029. Auch das Auslaufen von zwei Modellen einer vorgezogenen Altersrente, die teilweise schon mit 60 Jahren in Anspruch genommen werden konnten, spielt eine Rolle.
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In Deutschland galten im Jahr 2025 rund 13,3 Millionen Menschen als armutsgefährdet. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) entsprach dies 16,1 Prozent der Bevölkerung und damit einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr.
Mehr Armutsgefährdete und höhere Schwellenwerte
Im Jahr zuvor hatte die Armutsgefährdungsquote nach Angaben von Statistisches Bundesamt (Destatis) bei 15,5 Prozent gelegen. Als armutsgefährdet gilt nach Definition der Europäischen Union (EU) eine Person, „wenn sie über weniger als 60 Prozent des mittleren Äquivalenzeinkommens der Gesamtbevölkerung verfügt“ (EU).
2025 lag dieser Schwellenwert für eine alleinlebende Person in Deutschland netto bei 1.446 Euro im Monat, wie Destatis mitteilte. Im Jahr 2024 hatte der Wert noch bei 1.381 Euro gelegen. Für Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren betrug die Armutsgefährdungsgrenze 2025 demnach 3.036 Euro im Monat, nach 2.900 Euro im Jahr 2024 (Destatis).
Hohe Armutsgefährdung bei Alleinlebenden und Alleinerziehenden
Bei der Betrachtung der Armutsgefährdungsquote nach Haushaltstypen zeigen sich große Unterschiede. Zwei Gruppen weisen laut Destatis eine überdurchschnittlich hohe Quote auf: 30,9 Prozent der Alleinlebenden hatten zuletzt ein Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze. In Alleinerziehenden-Haushalten lag dieser Anteil bei 28,7 Prozent.
Auch nach dem überwiegenden Erwerbsstatus variiert die Armutsgefährdung deutlich. Arbeitslose weisen mit 64,9 Prozent die höchste Armutsgefährdungsquote auf. Andere Nichterwerbstätige sind mit 33,8 Prozent ebenfalls überdurchschnittlich betroffen, ebenso Personen im Ruhestand mit einer Quote von 19,1 Prozent (Destatis).
Armut oder soziale Ausgrenzung betrifft mehr als jeden Fünften
Wird neben der Einkommenssituation auch die Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe betrachtet, ergibt sich ein umfassenderes Bild der sozialen Lage. In Deutschland waren im Jahr 2025 rund 17,6 Millionen Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, wie Destatis berichtete. Das entsprach 21,2 Prozent der Bevölkerung. Gegenüber dem Vorjahr mit 21,1 Prozent blieb dieser Anteil nahezu unverändert.
Nach EU-Definition gilt eine Person als von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, „wenn mindestens eine der folgenden drei Bedingungen zutrifft: Ihr Einkommen liegt unter der Armutsgefährdungsgrenze, ihr Haushalt ist von erheblicher materieller und sozialer Entbehrung betroffen oder sie lebt in einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung“ (EU).
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