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Auf den Spuren der britischen Besatzer in Osnabrück

von Sophie Scherler 6. August 2018

Man mag es kaum glauben, aber es ist schon beinahe zehn Jahre her, dass die britische Armee die Kasernen in Osnabrück verlassen hat. Nach dem 2. Weltkrieg kamen sie als Besatzer und Befreier vom Nationalsozialismus und wirkten viele Jahre in der Stadt. Aber auch nach ihrem Abzug finden sich bis heute immer wieder Spuren ihrer Existenz.

Eine dieser Spuren hat Friedhelm Scheel aus Westerkappeln gefunden. Er ist leidenschaftlicher Naturschützer und zum Schutz der Flora und Fauna regelmäßig in und um Osnabrück unterwegs – Auch auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz der britischen Armee in Achmer. Dort fand er das Schild, das auf Deutsch und Englisch auf Lebensgefahr durch Munition aufmerksam macht. Nach dem Abzug der Truppen Ende 2008/Anfang 2009 hatte sich wohl niemand darum gekümmert, dass die Schilder entfernt wurden.

Ein Schild mit Aussagekraft

„Obwohl anfänglich der Kontakt zwischen den britischen Soldaten und der Bevölkerung in Osnabrück nicht gewünscht war, wurden doch schnell Freundschaften geschlossen. Die Briten kauften in der Stadt ein, gingen in die Kneipen, heirateten deutsche Frauen,“ erklärt Dr. Thorsten Heese vom Museumsquartier. Über die lange Zeit der Besetzung entwickelten sich viele Kontakte und Beziehungen, die zum Teil bis heute bestehen. „Doch man darf auch nicht vergessen, dass die Soldaten Besatzer waren“, betont Heese. „Deswegen hat dieses Schild eine solche Aussagekraft. Zwar wurden die Soldaten meistens als friedlich wahrgenommen, trotzdem führen sie nun mal Kriege“. Das sollte man nicht vergessen.

Das Schild hat seinen Platz gefunden

So sieht das auch der Finder, Friedhelm Scheel, der das Fundstück mühevoll gereinigt und zurecht gebogen hat: „Ich wollte nicht, dass diese Geschichte in Vergessenheit gerät, deswegen habe ich das Schild dem Museum gespendet. Hier hat es seinen Platz gefunden“. Derzeit wird das Warnschild genauesten untersucht und dann in den Inventar des Museums übergehen. Was danach passiert ist noch nicht geklärt. Vielleicht wird das Objekt im nächsten Jahr zum Thema „80 Jahre Beginn des zweiten Weltkrieges“ zu sehen sein.

Foto: Monique Müller

6. August 2018 0 Kommentare
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Schlossgarten Open Air

Schlossgarten Open Air bis 2023 gesichert

von Monique Müller 6. August 2018

Am kommenden Wochenende findet zum vierten Mal das Schlossgarten Open Air mit Künstlern wie Nena, Sarah Connor und den Dropkick Murphys statt. Das direkt am historischen Osnabrücker Schloss gelegene Open Air zog in den vergangenen Jahren bis zu 12.000 Besucher pro Veranstaltungstag an.

Nachdem zur Begünstigung der Planungssicherheit dieses Jahr ein Interessenbekundungsverfahren für die Jahre 2019 bis 2023 ausgeschrieben wurde, ging der Vertrag an die Firma Goldrush Productions GmbH. „Mit Goldrush haben wir einen Veranstalter mit Fingerspitzengefühl und Sensibilität gefunden“, freut sich Oberbürgermeister Wolfgang Griesert. „Beim Interessenbekundungsverfahren konnten sich auch andere Unternehmen für die Fläche bewerben, aber Goldrush hat sich am Ende durchgesetzt.“

Zukünftig sind auch drei Konzerttage möglich

Nun darf die Firma Goldrush bis 2023 jeweils zwischen Juni und September für bis neun Tage den Schlossgarten für sich beanspruchen und das Schlossgarten Open Air mit bis zu drei Konzerttagen veranstalten. Für die Nutzung zahlt der Veranstalter bis zu zwei Euro pro Quadratmeter für die gesamte Nutzungszeit.

„Man sieht die Stadt und das Schloss. Das ist dem Image sehr zuträglich, wenn wir Musik unter freien Himmel haben“, erzählt Griesert. „80 Prozent der Verkäufe für den Tag, an dem Sarah Connor und Nena auftreten, kommen aus dem 20km Umkreis von Osnabrück“, ergänzt Rüdiger Scholz von Goldrush. „Für den Freitag, an dem die Dropkick Murphys spielen, kommen 60 Prozent der Besucher aus dem 100km Umkreis. Internationale Acts bringen uns auf die Landkarte der Festivals.“

Zustimmung von allen Seiten für das Schlossgarten Open Air

Frau Petra Rosenbach vom Stadtmarketing Osnabrück sieht den Vorteil des Schlossgarten Open Airs vor allem in der Ergänzung zur Maiwoche: „Die Maiwoche bietet eher regionalen Musikern eine Bühne und das Schlossgarten Open Air kann dann mit den größeren Acts aufwarten.“
Auch der Osnabrücker Service Betrieb gibt grünes Licht für das Schlossgarten Open Air, nachdem sie dem Festival anfangs eher skeptisch gegenüber standen. „Die Schäden waren so gering, dass man das gut weiter laufen lassen kann“, sagte Herr Maag vom OSB.

Bald auch internationale Stars?

Goldrush will zukünftig auch mehr internationale Acts buchen. Das sei vom Booking her aber schwieriger als bei deutschen Musikern, vor allem da auch die Besucherkapazitäten im Schlossgarten beschränkt sind. Mit den Dropkick Murphys sei jedoch schon ein erster internationaler Erfolg gelungen. Auf eine feste Zielgruppe wolle man sich aber nicht festlegen. Dies würde nur andere Gruppen vom Open Air ausschließen. „Cro hat das eine Jahr viele Studenten angezogen“, erzählte Christopher Hengholt von Goldrush. Dieses Jahr wird das Durschnittsalter durch die gebuchten Acts wohl eher etwas höher liegen.

Foto:
Hinten:Christopher Hengholt (Goldrush productions GmbH) und Patricia Mersinger (Leiterin des städtischen Fachbereichs Kultur); Vorne: Rüdiger Scholz (Goldrush Productions GmbH) und Oberbürgermeister Wolfgang Griesert

6. August 2018 0 Kommentare
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Tara

Einkaufen (fast) ohne Verpackungsmüll bei „Tara – unverpackt genießen“

von Sophie Scherler 6. August 2018

Deutschland hält einen traurigen Rekord: Wir sind Spitzenreiter im Produzieren von Verpackungsmüll. Mehr als 200kg verbraucht jeder Bürger im Durchschnitt im Jahr, deutlich mehr als unsere europäischen Nachbarn. Und wer glaubt, wir würden so viel recyclen, der irrt – lediglich 15% unseres Mülls werden wieder in neue Produkte überführt. Es ist deswegen wichtig, weniger Verpackungsmüll zu produzieren: Und da setzt das Konzept von „Tara – unverpackt genießen“ an.

Die „unverpackt-Bewegung“ kam vor etwa vier Jahren in Deutschland auf. Inzwischen gibt es rund 70 Geschäfte dieser Art, auch das von Sarah Karow-Lodter und Franziska Ohnheiser. Vor knapp zwei Jahren gründeten sie „Tara – unverpackt genießen“, das sich zentrumsnah am Wittekindplatz befindet. Dort bekommt man beinahe alle Dinge des täglichen Bedarfs – nur eben (fast) ohne Müll.

Wie funktioniert das „Unverpackt-Konzept“

Komplett ohne Verpackungen kommen die Produkte natürlich nicht aus, sonst könnte man sie ja nicht transportieren. Es geht vielmehr darum, dass Kunden für ihren Einkauf zum Beispiel Gläser, oder Papiertüten verwenden, die danach nicht im Mülleimer landen. Im Idealfall werden die Gefäße einfach selbst mitgebracht und zunächst gewogen. Dann kann nach Herzenslust eingekauft werden – egal ob Nudeln, Nüsse, Seife, Gemüse oder Reiniger. „Viele Kunden entdecken hier erst Alternativen zu den normalen Produkten. Wir haben zum Beispiel Zahnputztabletten, oder Strohhalme aus Edelstahl im Angebot“, erklärt die Gründerin. Ein Vorteil des Konzeptes: Oftmals sind die fertigen Pakete aus dem Supermarkt nicht die Menge, die man eigentlich benötigt. Nur um einen Kuchen zu backen braucht man zum Beispiel kein ganzes Kilo Mehl. Bei „Tara – unverpackt genießen“ können Kunden genau so viel mitnehmen, wie sie verbrauchen – das reduziert Lebensmittelverschwendung. Im Anschluss an den Einkauf wird das Gefäß erneut gewogen und dann der Inhalt bezahlt.

Tara

Regional und Bio

Doch was bedeutet das für den Preis? Kann man sich das regelmäßige Einkaufen dort überhaupt leisten? Die Antwort ist: Ja! Natürlich können Kunden keine Discounter-Preise erwarten, aber „Tara – unverpackt genießen“ ist auch nicht übermäßig teurer. Die Preise sind mit denen von Bio-Supermärkten vergleichbar; und dafür bekommen die Kunden auch diese Qualität. Alle Produkte sind Bio und wenn möglich regional. „Wir beziehen zum Beispiel unseren Quinoa von einem Hof im Münsterland“, sagt die Betreiberin Franziska Ohnheiser. Außerdem werden Obst und Gemüse nicht mit dem Transporter, sondern mit einem Lastenfahrrad eingekauft und ins Geschäft gebracht. Das schätzen die Kunden, die beinahe so unterschiedlich sind, wir das Sortiment. Neben Familien kommen auch Studenten, oder alte Leute, um ihren Wocheneinkauf zu erledigen. Das ist von den Betreiberinnen auch so gewollt, ihr Geschäft soll auch ein Treffpunkt für Jung und Alt sein. Auch das kleine Bistro über dem Geschäft mit warmer und kalter Küche, sowie Kuchen und Keksen lädt zum Austausch ein.

Tara

Fast ganz ohne Müll

Ganz ohne Verpackungsmüll kommt aber auch das Unverpackt-Geschäft nicht aus. Produkte wie Nudeln werden aber zum Beispiel in 5 Kilo, oder Gewürze in 1 Kilo Paketen geliefert. Außerdem wird darauf geachtet, dass nichts extra eingewickelt wird, was später als Abfall anfallen könnte. „Hier in Deutschland sind wie viel zu sehr auf das Recyclen konzentriert, dabei müssen wir schon viel früher ansetzten und gar nicht erst so viel Abfall produzieren“, erklärt Ohnheiser. Und mit einem Einkauf in einem Unverpackt-Geschäft kann jeder genau dazu beitragen.

Mehr Informationen zu den Öffnungszeiten und dem Sortiment finden sie hier.

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HASEPOST Redaktion

28-Jähriger randaliert, beleidigt und bedroht Polizisten in Osnabrück

von Hasepost 6. August 2018

Am frühen Sonntagmorgen (03.50 Uhr) beobachteten Zeugen, wie ein junger Mann in der Johannisfreiheit zwei geparkte Pkw beschädigte.

Bei den beschädigten Autos handelte es sich um einen grauen Fiat Bravo und einen blauen Audi A 1. Der Täter flüchtet über die Heinrich-Heine-Straße in Richtung Hauptbahnhof, konnte aber von den Zeugen gestellt und festgehalten werden. Dabei kam es im weiteren Verlauf zu einer Körperverletzung und Sachbeschädigung und auch zu Beleidigungen gegenüber den inzwischen informierten Polizeibeamten.

Der 28-Jährige wurde in Gewahrsam genommen, er stand unter Alkoholeinfluss und verbrachte den Rest der Nacht in einer psychischen Klinik.

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Schulweg Kind Fahrrad

Tipps für einen sicheren Schulweg

von Polizei Pressestelle 6. August 2018

Der Start in das neue Schuljahr steht kurz bevor. Für die Kleinsten unter ihnen beginnt ein neuer spannender Lebensabschnitt sowie viele große Herausforderungen. Eine davon ist der Schulweg und um diesen sicher zu bewältigen, gibt die Polizei wichtige Tipps.

Schulweg gemeinsam erkunden

Schon vor dem ersten Schultag sollten Eltern gemeinsam mit ihrem Kind den zukünftigen Schulweg erkunden, um das richtige Verhalten im Straßenverkehr und Gefahrenbereiche zu erklären. Wichtig ist, dass immer der sicherste Weg genutzt wird, auch wenn Dieser vielleicht nicht der kürzeste ist. Beim Wechseln der Straßenseite sollten Kinder Überquerungshilfen bspw. Ampeln, Zebrastreifen oder Fußgängerüberwege nutzen. Auch beim Bewältigen des Schulwegs gilt „Übung macht den Meister“ – je öfter der Weg gemeinsam gegangen wird, desto besser gewöhnt sich das Kind an das richtige Verkehrsverhalten. Im Umkehrschluss nehmen Kinder aber auch falsche und gefährliche Verhaltensweisen an, daher sollten Erwachsene stets mit gutem Beispiel vorangehen und das eigene Verhalten überdenken. Ebenso dient das falsche Verhalten anderer Verkehrsteilnehmer dazu, dem Kind zu erläutern, wie man es richtigmacht. Auffällige, farbige, helle Kleidung dient dazu, dass Kinder von anderen Verkehrsteilnehmern besser und schneller gesehen werden. Reflektierende Elemente und Applikationen an Kleidung und Schulranzen erhöhen den Effekt zusätzlich. Zeitnot und Hektik – insbesondere in den ersten Schultagen – verleiten zu Unachtsamkeit und Erhöhen das Unfallrisiko, daher rechtzeitig in den Tag starten und mehr Zeit einplanen.

Schulbus

Auch wenn das Kind den Weg zur Schule mit dem Bus fährt, sollten Eltern auf das richtige Verhalten achten und auf Gefahren hinweisen: Niemals vor oder hinter dem haltenden Bus die Straße überqueren, sondern warten, bis der Bus die Fahrt fortsetzt und die Sicht wieder frei ist. Beim Aussteigen auf vorbeifahrende Radfahrer sowie vorbeigehende Fußgänger achten und beim Einsteigen nicht drängeln und genug Abstand halten. Auch wenn die Wartezeit auf den Bus manchmal lang werden kann, sollte die Zeit nicht mit Spielen verbracht werden.

Fahrt mit dem PKW

Bei der Fahrt mit dem PKW gilt es, auf die vorschriftsmäßige Sicherung aller Mitfahrer zu achten. Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr und einer Körpergröße von unter 1,50 Meter brauchen einen geeigneten Kindersitz – ohne die richtige Sicherung besitzen Kinder im Auto ein siebenmal höheres Risiko, durch einen Unfall schwer verletzt oder gar getötet zu werden. Fehlende oder mangelhafte Sicherung kann mit bis zu 60 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet werden. Sind mehrere Kinder betroffen, kann es mit 70 Euro und einem Punkt in Flensburg geahndet werden.

Ein- und Aussteigen sollte das Kind nur auf der vom Verkehr abgewandten Seite. Jeder Verkehrsteilnehmer sollte in den kommenden Wochen rund um den Schulbeginn besonders aufmerksam sein. Selbst als Fußgänger oder Radfahrer kann man Kindern ein gutes Beispiel sein. Das Sichtfeld eines Kindes ist um ein Drittel kleiner als das Erwachsener.

Ablenkung – Handy weg auf dem Schulweg!

Auch Kinder und Jugendliche verzichten mittlerweile ungern auf das Mobiltelefon. Die SchErreichbarkeit ihrer Kinder ist für Eltern wichtig, dennoch hat das Handy auf dem Schulweg nichts in der Hand verloren und sollte im Schulranzen bleiben, damit sich die kleinen Verkehrsteilnehmer voll und ganz auf den Schulweg und das Verkehrsgeschehen konzentrieren. Für Erwachsene heißt es hier ebenso: Vorbild sein, Finger weg vom Handy!

Schulwegunfälle

Kam es 2012 noch zu 171 Schulwegunfällen in der Polizeidirektion Osnabrück so sank die Anzahl bis 2015 auf 124. 2016 stieg die Anzahl auf 133 und 2017 kam es zu 138 Unfällen dieser Art. Dabei wurden 19 Personen schwer und 115 leicht verletzt. Durch verschiedene Aktionen wie dem „Fußgängerpass“ in Kindertagesstätten und Schulen, der Aktion „Kleine Füße auf dem Schulweg“ oder dem Einsatz von ehrenamtlichen Schulweglotsen unterstützt die Polizei mit verschiedenen Partnern diese spannende Zeit im Leben der kleinsten Verkehrsteilnehmer.

6. August 2018 0 Kommentare
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Panda Geburtstag

Gute Nachricht des Tages: Der erste „französische Panda“ feiert Geburtstag (Video)

von Hasepost 5. August 2018

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nicht mehr nur an Weihnachten, sondern jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Yuan Meng ist der erste Panda, der in Frankreich geboren wurde – und an diesem Wochenende feierte er seinen ersten Geburtstag.

Mit einer Spezialtorte hat der Zoo im französischen Beauval Jungpanda Yuan Meng zu seinem ersten Geburtstag gratuliert. Nachwuchs in Gefangenschaft ist sehr selten. Der Große Panda ist stark bedroht.

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Video: Glomex/AFP

5. August 2018 0 Kommentare
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HASEPOST Redaktion

Mario Gomez verlässt die Nationalmannschaft

von Redaktion Hasepost 5. August 2018

Der 33 jährige Stürmer der DFB-Nationalmannschaft Mario Gomez tritt zurück.

Über Facebook kündigte der beim Bundesligisten VfB Stuttgart unter Vertrag stehende Fußballspieler diesen Schritt an, verzichtete aber anders als sein Nationalmannschaft-Kollege Mesut Özil auf eine Generalbrechnung mit Fans und DFB.

Hier mehr zum überraschenden Rücktritt.

Die Gomez-Begründung im Wortlaut:

5. August 2018 0 Kommentare
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Gute Nachricht des Tages Neuseeländerin

Gute Nachricht des Tages: 7-jährige Neuseeländerin im Kampf gegen sexistische Straßenschilder

von Monique Müller 4. August 2018

Es passieren jeden Tag viele schlimme Dinge – aber auch viele gute. Leider schaffen es die schönen Nachrichten viel zu selten in die Presse. Das wird sich jetzt ändern, denn die HASEPOST berichtet nicht mehr nur an Weihnachten, sondern jeden Tag über mindestens eine „Gute Nachricht“ aus aller Welt.

Die siebenjährige Neuseeländerin Zoe Carew entdeckte auf einer Fahrt zu ihren Großeltern ein Schild am Straßenrand auf dem „Linemen“ stand. Das Schild wies auf Bauarbeiten an der Oberleitung hin. Irritiert sprach sie am Abend noch einmal mit ihrem Vater über da Schild. Denn warum eigentlich nur „Linemen“ – und nicht auch „Linewomen“?

Die junge Neuseeländerin wandte sich mit einem Brief an die zuständige Behörde und schrieb, wie unfair sie das Ganze fand: „Warum heißt es auf dem Schild ‚Linemen‘, wenn die Leute, die an der Oberleitung arbeiten, vielleicht Männer oder Frauen sind? Ich denke das Schild ist falsch und unfair. Stimmen Sie mir zu?“.
Vor allem Mädchen, die diesen Beruf eventuell später mal ergreifen wollen, könnte diese Auslassung von Frauen abschrecken, befürchtet Carew. „Ich will nicht wirklich ein Leitungsmonteur sein wenn ich mal groß bin, weil es so viele andere, interessantere Dinge gibt die ich mal machen will, aber manche Mädchen möchten vielleicht mal Leitungsmonteure werden“, schreibt sie.

 

So proud of my 7yo. She recently wrote to the NZTA CE asking that they replace the ‚Lineman‘ sign with something more „correct and fair“ bc „women can be line-workers too“. The CE agreed and now NZTA is developing a new Line Crew sign. High 5s all round! 😍 pic.twitter.com/lam5tciZ2u

— Caitlin Carew (@greeniecaitlin) 30. Juli 2018

Die Schilder werden geändert

Carew bittet die Behörde darum, dass Schild in „Line-Workers“ oder etwas ähnliches zu ändern. Und tatsächlich: Die Behörde schreibt zurück, dass zukünftig auf den Schildern „Line Crew“ zu lesen sein wird. Die aktuellen Schilder werden gegen die neuen ausgetauscht, sobald diese einen Wechsel benötigen, weil sie nicht mehr brauchbar sind. Es wird sich also wohl um einen längeren Austausch-Prozess handeln.

Chef der Behörde lobt die Siebenjährige

„Ich lobe dich für deinen Vorschlag und dafür, dass du etwas unternimmst wenn du denkst das etwas Unfaires geändert werden sollte. Gut gemacht“, schreibt Fergus Gammie, Chef der New Zealand Transport Agency (NZTA). Nicht nur das, er bat die Siebenjährige sogar um ein Foto vor einem der neuen Schilder.

Die Mutter veröffentlichte den Briefwechsel stolz auf Twitter, wo er dann rund 2.000 Mal geteilt wurde. Eine tollte Aktion, die zeigt, dass auch Kinder etwas bewegen können, wenn man ihnen nur zuhört.

Quelle: Twitter

4. August 2018 0 Kommentare
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Busbahnhof, Osnabrück, Neumarkt, Kachelgebäude

SPD Ratsfraktion stellt sich gegen busfreien Neumarkt

von Hasepost 4. August 2018

Der Titel klingt interessant, aber leider wird und vor allem kann die HASEPOST dazu nicht berichten, denn eine am Freitag verbreitete Pressemitteilung zu dem Thema wurde erneut nur an „befreundete“ oder zumindest unkritische und zumeist überhaupt nicht lokal und tagesaktuell berichtende Redaktionen verteilt.

Unter den für Osnabrücker Grüne und Sozialdemokraten als „geeignet“ angesehenen Medien findet sich der Sender, der nur „die besten Hits der 80er und von heute“ spielt (den auch unsere Redaktion gerne hört), das ein oder andere Wochenblättchen oder eine angeblich am Sonntag erscheinende Werbezettel-Umschlagszeitung – nicht aber die HASEPOST. So sieht die Pressearbeit der immerhin zweitgrößten Fraktion des Stadtrats und der Grünen aktuell aus.

Verantwortet wird die Herausnehme der HASEPOST aus den Presseverteilern durch den jeweiligen Fraktionsvorsitzenden. Für die SPD-Ratsfraktion ist dies Frank Henning (hier bei Facebook), der zusammen mit seinem Kollegen der Grünen Ratsfraktion, Michael Hagedorn (hier bei Facebook), für den in der Osnabrücker Mediengeschichte beispiellosen Boykott einer kritisch berichtenden Redaktion verantwortlich zeichnet.
Unsere Redaktion hat die beiden Lokalpolitiker, die mit ihrer Wahl in den Stadtrat zum hinzugewählten Teil der gegenüber der Presse zur Gleichbehandlung verpflichteten Stadtverwaltung wurden, mehrfach um eine Stellungnahme gebeten.

Mehr zum Presseboykott der beiden Osnabrücker Ratsfraktionen hier.

Die Pressemitteilung zum Neumarkt, um die es hier aktuell geht, wurde übrigens nicht zusätzlich noch über die Website oder die Facebook-Präsenz der SPD-Ratsfraktion verbreitet und fand daher tatsächlich nur Niederschlag in der Abonnements-Tageszeitung NOZ und ihrem mit einer Paywall versehenen Onlineangebot. Dass diese Pressemeldung nicht auch bei anderen Medien der (überschaubaren) lokalen Medienlandschaft Niederschlag fand, kann über die Google News-Suche einfach überprüft werden. Ziel erreicht? Nachricht selektiv verbreitet!

Dazu HASEPOST-Herausgeber Heiko Pohlmann:

„Ganz offensichtlich ist es erklärtes Ziel der Osnabrücker SPD-Ratsfraktion und ihrem Grünen Koalitions-Anhängsel nur noch Mitglieder einer ´Filterblase´, die sich noch den Luxus eines Zeitungsabonnements leisten wollen oder leisten können, mit den Postionen der eigenen Fraktion zu konfrontieren und kritische Berichte und freie Diskussionen in kostenfrei zugänglichen und sozialen Medien zu unterdrücken.
Die Beschimpfung von Journalisten und der Ausschluss von unliebsamen Redaktionen ist offenbar en vogue – sei es auf dem Landesparteitag der sächsischen AfD, bei der Akkreditierung von Pressevertretern im Weißen Haus oder im ungarischen Parlament.
Die bislang von den Fraktionsvorsitzenden unbegründete Herausnahme der HASEPOST aus den Presseverteilern der Osnabrücker SPD- und Grünen-Ratsfraktion ist nur ein weiteres Beispiel dafür, wie gespalten das Verhältnis von Politikern offenbar auch links von der Mitte inzwischen zu kritischer Pressearbeit ist“.

Selektive Pressearbeit hat Tradition bei Frank Henning

Bereits im Kommunalwahljahr 2016 ertappte unsere Redaktion SPD-Chef Henning dabei, wie er zu einem „Pressetermin“ nur einen einzelnen und offenbar gesinnungsgeprüften Vertreter der lokalen Abonnementszeitung einlud. Hier der damalige Kommentar dazu.

NOZ Abrissanzeige

Die tatsächlich vom Investor eingereichte Abrissanzeige hatte zwar Formfehler und war unwirksam, aber im Februar 2016 wollte die Regenbogenfraktion noch an einen baldigen Baubeginn glauben (Screenshot: noz.de).

Blöd nur für Henning und die Vertreter der mit ihm koalierenden anderen Parteien, dass die damals ins Bild „an die NOZ“ gehaltene Abrissanzeige für das ehemalige Wöhrl-Kaufhaus nicht nur fehlerhaft war, sondern sich auch als klassische „FakeNews“ herausstellte…
Das angeblich passend zur Kommunalwahl zum Abriss anstehende Haus steht noch immer und der Investor will inzwischen nichts mehr von einem konkreten Abrisstermin wissen, trotz des wegen drohendem Fristablauf mittlerweile ebenfalls eingereichten Bauantrags.

Statt der Postion der SPD zum Neumarkt: Blindtext

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4. August 2018 0 Kommentare
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Präparierte Plazenta

„Leichenpräparator“ Alfred Riepertinger zu Gast in Osnabrück

von Laura Stevens 4. August 2018

Der Freitagabend (03.08.2018) versprach ein morbider zu werden. Alfred Riepertinger, Leichenpräparator aus – und vor allem mit – Leidenschaft, hielt im Rahmen der Körperwelten-Ausstellung, die noch bis zum 02. September 2018 in der OsnabrückHalle gastiert, eine Mischung aus Vortrag und Lesung.

Sein Buch „Mein Leben mit den Toten – ein Leichenpräparator erzählt“ erschien 2012 im Heyne Verlag (hier bei Bücher Wenner bestellen). Darin erzählt Riepertinger von allerlei Erlebnissen seiner Berufslaufbahn, von hinzugedichteten Doktortiteln bis hin zur Präparation von Franz Josef Strauß. Doch handelt der Abend nicht nur von dem Buch, auch wenn zwischenzeitlich einige Zeilen vom Autor selbst vorgetragen werden. Es geht um das, was nach dem Tod mit einem Körper passiert, wenn er keine klassische Bestattung erfährt.

Bereits als Kind war Alfred Riepertinger mit dem Tod in Kontakt, besuchte mit seinen Verwandten immer wieder Leichenschauhäuser und andere Institute. Dadurch – so sagt er – habe er gar nicht erst die Chance gehabt, an toten Menschen etwas komisch oder abstoßend zu finden. Nach diesem persönlichen Einblick in das Leben des Präparators geht es weiter, es wird medizinischer. Er berichtet und zeigt auf Fotos die eindeutigen Kennzeichen des Todes, beginnend mit den Leichenflecken. Mit Ende des Herzschlags wird das Blut im Körper nicht mehr bewegt, was zu eindeutig erkennbaren Verfärbungen der Haut führt: Das Blut sammelt sich unten – je nach Position der Leiche also an verschiedenen Stellen. Kurz nach Eintritt des Todes sind diese noch wegdrückbar, doch nach etwa 8 Stunden verändern sich die Leichenflecke nicht mehr.

Wie ist das mit der Leichenstarre…?

Das zweite eindeutige Kennzeichen des Todes kennen viele Krimiliebhaber – die Leichenstarre. Erliegt der Stoffwechsel der Zellen kann sich auch das „Benzin“ der Zellen, das sogenannte ATP, nicht mehr bilden bzw. abbauen. Durch eine Aneinanderreihung weiterer Prozesse versteifen sich die Muskeln des Körpers und er wird starr. Riepertinger betont dabei auch die unterschiedliche Ausprägung, je nachdem wie muskulös ein Mensch ist: „Einen sehr muskulösen Sportler können sie wie ein Brett an die Wand lehnen, das wird beispielsweise mit einem klassischen Angestellten aus dem Büro eher schwierig.“ Also: Je mehr Muskeln, umso härter der Körper. Bei Zimmertemperatur ist eine Leichenstarre etwa nach sechs bis zwölf Stunden völlig ausgeprägt und dient damit als wichtiges Instrument zur Bestimmung des Todeszeitpunkts.

Alfred Riepertinger

So sieht es am Arbeitsplatz von Alfred Riepertinger aus.

Für das dritte Merkmal, die Fäulnis, räumt Riepertinger zunächst mit einem kursierenden Gerücht auf: Fäulnis ist nicht gleich Verwesung. Bei der Verwesung braucht es keinen Sauerstoff, ohne den es jedoch nicht zu einer Fäulnis kommen kann. Doch betont er hier auch: Bei Merkmalen der Fäulnis gibt es keine Diskussion darüber, ob ein Mensch eventuell noch Leben könnte. Wer faul ist, ist tot.

Pathologie und Rechtsmedizin, wo ist der Unterschied

Ein weiteres Missverständnis, das in der heutigen Gesellschaft immer noch viel zu verbreitet ist, ist die mangelhafte Unterscheidung von Pathologie und Rechtsmedizin. Zwar gehört in beiden Bereichen unweigerlich der Tod zum Beruf, dennoch meinen die beiden Fachgebiete nicht dasselbe. Während die Pathologie sich mit Krankheiten befasst, also einzelne Gewebeproben untersucht oder nur dann obduziert, wenn die genaue Todesursache natürlichen Ursprungs ist. Bei der Rechtsmedizin ist immer der ganze Mensch im Fokus, der zudem an einem unnatürlichen Tod gestorben ist – Unfälle, unklare Leichenfunde oder das klassische Mordopfer. Betonen tut Riepertinger hier besonders, dass viel zu wenige Obduktionen stattfinden, da oft vorherige Diagnosen nicht bestätigt werden können und auch rein bildgebende Verfahren wie z.B. ein CT keine Sicherheit über die Todesursache geben können.

Einbalsamierungen gehen dabei über das Alltagsgeschäft hinaus – sie finden statt, wenn entweder die 96 Stunden Bestattungsfrist verstrichen sind oder die Räumlichkeiten, in denen der Leichnam aufgebahrt werden soll, dafür nicht vorgesehen sind. Ein weiterer Sonderfall, der leider immer mehr zum Alltagsgeschäft von Präparatoren wird, ist die plastische Rekonstruktion, also das optische Herrichten von Unfallopfern.

Patient brachte eigenes Herz im Eimer

Riepertinger berichtet anschließend über seine Erfahrungen, wie bspw. den Wiederaufbau der Präparatesammlung in München, dem Räumen einer Gruft im Kloster Attl 2008, oder auch – ein für ihn ganz besonderes Ereignis – das Präparieren des „ausgedienten“ Herzens eines Transplantationspatienten, der nach Absprache mit den Ärzten sein Herz in einem Eimer persönlich bei Alfred Riepertinger vorbeibrachte und plastinieren lies.

Nach einer Pause dreht sich der Vortrag um Körperwelten und vor allem um den gesellschaftlichen Aufruhr, den die erste Ausstellung 2001 verursacht hat. Dabei werden die vielen Künstler, Forscher, Politiker und Mediziner mit Plastinaten aus den Körperwelten verglichen – doch sind deren Werke viel älter. Bereits im 16. Und 17. Jahrhundert wurde konserviert und ausgestellt – damals jedoch noch mit 70%igem reinen Congac. Doch Riepertinger kennt nicht nur Gunther von Hagen, das Vorwort zu seinem ersten Buch „Mein Leben mit den Toten“ schrieb der Kriminalbiologe und ebenfalls Freund von von Hagens, Dr. Mark Benecke.

"Leichenpräparator" Alfred Riepertinger

„Leichenpräparator“ Alfred Riepertinger

Zahl der Obduktionen sinkt

Auf die Frage, was Journalisten ihn ständig fragen würden, gab der Präparator die klare Aussage: „Erinnern Sie sich an ihre erste Leiche?“. Das ist ihm aber bei mehreren tausend toten Körpern nicht mehr möglich und durch seinen frühen Kontakt zum Tod auch kein einschneidendes Erlebnis. Überrascht wurde ich hingegen von der Antwort auf die gegensätzliche Frage – was er noch nie von Medien gefragt wurde, aber immer schon geschrieben sehen wollte? Ganz klar: „Käme die Medizin ohne Pathologie aus?“ – Nein, das käme sie nicht. Tote sind wichtig, vor allem auch um die klinische Diagnostik verbessern und überprüfen zu können. Ein Aspekt, der in seinen Augen aktuell noch zu wenig Berücksichtigung findet – und die sinkenden Zahlen von Obduktionen geben ihm Recht.

Plazenta des eigenen Enkels präpariert

Das besondere Highlight kam zum Schluss – Riepertinger hatte die Plazenta seines Enkels, inklusive der Nabelschnur, selbst präpariert und als Anschauungsobjekt mitgebracht. Ekel ist dabei völlig unangebracht – ein fertiges Plastinat ist Kunststoff und nahezu unverwüstlich. Auch auf meine Frage, was mit Ganzkörperpräparaten geschieht, die aussortiert werden, gab es keine Antwort – das war nämlich noch nie der Fall. Kunststoffe, vor allem Silikon, sind unglaublich haltbar. Dennoch könnten sie nicht einfach verschrottet werden – sie sind eine Mischung aus Restmüll und biologischem Abfall, können also weder bestattet, noch eingeäschert oder einfach weggeworfen werden. Riepertinger selbst würde, wenn es seine Entscheidung wäre, die Präparate an Länder weitergeben, die selbst noch keine eigenen haben und damit die Bildung auch in diesen Gegenden der Welt ermöglichen. Den eigenen Körper hautnah erleben, einfach mal sehen was sich unter der Haut versteckt – das ist ein Erlebnis, das jeder gemacht haben sollte.

 


Am 17.09.2018 erscheint ein neues Buch von Alfred Riepertinger, in dem er sich dem Spezialfall der Mumien widmet (hier bei Bücher Wenner bestellen). Die müssen dabei nicht aufwändig behandelt worden sein, wie es im alten Ägypten der Fall war, sondern es reicht ein stetiger Luftzug um einen Körper auszutrocknen – zu mumifizieren. Aus meiner Perspektive bekommen beide Bücher, sowohl „Mein Leben mit den Toten“ als auch „Mumien“ eine absolute Kaufempfehlung!

Am 13.08.2018 hält der oben bereits erwähnte Kollege von Alfred Riepertinger, Dr. Mark Benecke, einen Vortrag im Rahmen der Körperwelten. Diese Veranstaltung ist allerdings bereits ausverkauft.

4. August 2018 0 Kommentare
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