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Frei und

Bundesregierung schließt Abschuss entführter Passagierflugzeuge klar aus

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Nach einer Krisenreaktionsübung der Bundesregierung hat der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille klargestellt, dass die Regierung ein entführtes Passagierflugzeug nicht abschießen lassen würde. Grundlage sei ein Urteil des Bundesverfassungsgericht von 2006, das entsprechende Regeln im Luftsicherheitsgesetz für verfassungswidrig erklärt hatte.

Bundesregierung verweist auf klare Rechtslage

Der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille sagte am Freitag der dts Nachrichtenagentur, die Rechtslage sei in dieser Frage „eindeutig“. Die Bundesregierung würde demnach ein entführtes Passagierflugzeug nicht abschießen lassen.
Hille verwies auf das Urteil des Bundesverfassungsgericht von 2006. Darin war entschieden worden, dass ein von Terroristen gekapertes Passagierflugzeug nicht abgeschossen werden dürfe, um dadurch Menschen am Boden zu retten. Entsprechende Regeln des Luftsicherheitsgesetzes waren für verfassungswidrig erklärt worden.

Distanzierung von früheren Äußerungen

Der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) hatte 2007 allerdings eine andere Position vertreten. „Wenn es kein anderes Mittel gibt, würde ich den Abschussbefehl geben, um unsere Bürger zu schützen“, sagte er damals mit Bezug auf das Recht des „übergesetzlichen Notstandes“, wie die dts Nachrichtenagentur berichtete.
Diesen „übergesetzlichen Notstand“ will die aktuelle Bundesregierung offenbar nicht mehr geltend machen. Hille erklärte mit Blick auf die Äußerungen von Jung: Er wolle solche „Aussagen aus der Vergangenheit“ nicht kommentieren.

Übung mit realem Flugzeug und Eurofightern

Die Bundesregierung hatte am Mittwoch unter Leitung des Bundeskanzlers eine ressortübergreifende „Krisenreaktionsübung“ durchgeführt. Nach eigenen Angaben verlief die Übung „erfolgreich“. In einem konkreten Szenario wurde die Reaktion auf die fiktive Entführung eines zivilen Flugzeugs im deutschen Luftraum geübt.
Auf Grundlage einer Kabinettsentscheidung wurde dabei ein „entführtes“ Flugzeug, das zu Testzwecken tatsächlich in der Luft war, von einer Alarmrotte der Bundeswehr begleitet. Diese bestand aus zwei Eurofighter-Kampfflugzeugen, die das Flugzeug real „abgefangen und bis zur Landung auf einem Flugplatz in Norddeutschland begleitet“ haben, „wie es von der Bundesregierung hieß“, so die dts Nachrichtenagentur.

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22. Mai 2026 0 Kommentare
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Autobahnausfahrt (Symbolbild)

Chaos auf der Autobahn A33 bei Osnabrück: LKW-Panne sorgt für Sperrung, Bußgelder und Unfallflucht

von Hasepost 22. Mai 2026

Eine liegengebliebene Sattelzugmaschine hat am Donnerstagnachmittag (21. Mai) auf der A33 bei Osnabrück für erhebliche Verkehrsprobleme gesorgt. Doch nicht nur die Panne selbst beschäftigte die Polizei – zahlreiche Autofahrer ignorierten die Sperrung der Ausfahrt Lüstringen, zudem kam es zu einer Unfallflucht.

Stundenlange Sperrung nach Lkw-Defekt

Gegen 15:30 Uhr blieb ein Lastwagen in der Ausfahrt Lüstringen auf der A33 in Fahrtrichtung Diepholz aufgrund eines technischen Defekts liegen. Um die Gefahrenstelle abzusichern und den Verkehrsraum zu schützen, musste die Abfahrt für mehrere Stunden vollständig gesperrt werden. Erst gegen 18:00 Uhr konnte die Sperrung wieder aufgehoben werden. Die Maßnahme führte zu deutlichen Verkehrsbehinderungen im Feierabendverkehr rund um Osnabrück.

34 Autofahrer missachten Sperrung

Für zusätzlichen Ärger sorgte das Verhalten zahlreicher Verkehrsteilnehmer. Wie die Polizei mitteilte, ignorierten viele Autofahrer die eingerichtete Sperrung und fuhren dennoch in den abgesperrten Bereich ein. Die Folge: Insgesamt leitete die Polizei 34 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Die Beamten betonen, dass solche Sperrungen nicht ohne Grund eingerichtet werden. Sie dienten dem Schutz aller Beteiligten und seien zwingend einzuhalten.

Unfallflucht nach beschädigter Absperrung

Während der Einsatzmaßnahmen kam es zudem zu einem weiteren Vorfall: Ein bislang unbekannter Verkehrsteilnehmer beschädigte ein Absperrelement und flüchtete anschließend vom Unfallort, ohne sich um den entstandenen Schaden zu kümmern. Bislang gibt es keine Hinweise auf den Verursacher. Die Polizei bittet daher Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben oder Angaben zum flüchtigen Fahrzeug machen können, sich telefonisch unter 0541/327-2533 oder -2515 zu melden.

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Iris Schöberl

Immobilienwirtschaft verlangt Ende der Mietpreisbremse als „unsozial“

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Die Immobilienwirtschaft fordert ein Ende der Mietpreisbremse. Die Regelung sei aus Sicht der Branche wirkungslos und bevorteile die falschen Mietparteien. Gleichzeitig verschärft sich die Lage am Wohnungsmarkt, wie aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu den rückläufigen Wohnungsfertigstellungen zeigen.

Branchenverband kritisiert Mietpreisbremse

Die Immobilienwirtschaft dringt auf einen Stopp der Mietpreisbremse. Diese sei „unsozial“, weil sie nicht wirke und „die falschen schützt“, sagte Iris Schöberl, Präsidentin des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA), am Freitag der dts Nachrichtenagentur. Sie spreche auch für zahlreiche andere Immobilienverbände, stellte Schöberl klar.
Wie der Übergang erfolgen könne und ob man dafür die Kappungsgrenze aussetzen müsse, ließ Schöberl offen. Jedenfalls müsse man jetzt mit dem „Abschmelzen“ der Regulierung beginnen. Sie wünsche sich dazu einen Austausch mit der Justizministerin, sagte Schöberl der dts Nachrichtenagentur. Einfach anrufen und einen Termin mit ihr machen, könne sie nach eigenen Angaben nicht.

Langer Prozess trotz Einbindung der Branche

Schöberl verwies darauf, dass inzwischen Expertengruppen gebildet worden seien, „in der die Immobilienwirtschaft auch angehört werde“. Das sei jedoch ein langwieriges Verfahren, so Schöberl gegenüber der dts Nachrichtenagentur.

Rückgang bei Wohnungsfertigstellungen

Am Morgen hatte das Statistische Bundesamt mitgeteilt, dass im Jahr 2025 in Deutschland nur noch 206.600 Wohnungen gebaut wurden – und damit 18 Prozent oder 45.400 Wohnungen weniger als im Vorjahr. Damit sank die Zahl fertiggestellter Wohnungen im zweiten Jahr in Folge deutlich, wie das Statistische Bundesamt weiter berichtete.

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Marco Rubio

Rubio: US-Truppenverlegung in Europa ist keine Bestrafung

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

US-Außenminister Marco Rubio hat Spekulationen zurückgewiesen, die Verlegung von US-Truppen in Europa sei als Strafe für Nato-Verbündete gedacht. Beim Treffen der Nato-Außenminister im schwedischen Helsingborg stellte er klar, es handele sich um einen längerfristigen Anpassungsprozess der US-Streitkräfte an globale Verpflichtungen. Die jüngsten Ankündigungen zu Truppenabzügen, Drohungen des US-Präsidenten Donald Trump und zusätzliche Soldaten für Polen hatten in europäischen Hauptstädten für Verunsicherung gesorgt.

Rubio betont langfristigen Prozess

US-Außenminister Marco Rubio widersprach beim Treffen der Nato-Außenminister im schwedischen Helsingborg dem Eindruck, die Verlegung von US-Truppen in Europa sei als Bestrafung der Verbündeten zu verstehen. Rubio erklärte, dass die Stationierung von Truppen „keine Bestrafung, sondern einfach ein fortlaufender Prozess“ sei und die USA globale Verpflichtungen hätten, die eine ständige Überprüfung der Truppenstandorte erforderten (Quelle: Nato-Treffen in Helsingborg).
Die USA planen seit Längerem, ihren Fokus stärker auf den Indopazifik zu richten und in diesem Zusammenhang Truppen aus Europa abzuziehen. Kanada und die europäischen Nato-Länder sollen aus US-Sicht mehr Anteile an der Verteidigung des Bündnisgebiets übernehmen.

Widersprüchliche Signale aus Washington

Allerdings gab es widersprüchliche Ankündigungen aus Washington zu den Truppenverlegungen, die von Drohungen von US-Präsident Donald Trump begleitet wurden. Anfang Mai hatte das US-Verteidigungsministerium angekündigt, 5.000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen (Quelle: US-Verteidigungsministerium).
Trump hatte zuvor kritisiert, dass sich andere Nato-Länder nicht ausreichend an der Sicherung der Straße von Hormus beteiligten. Zudem drohte er Italien und Spanien mit dem Abzug von Truppen, da diese dem US-Militär die Nutzung von Stützpunkten für Angriffe im Iran-Krieg untersagt hatten.

Mehr US-Soldaten für Polen

Am Donnerstag kündigte Trump an, 5.000 zusätzliche Soldaten nach Polen zu entsenden. Er begründete dies mit seinem guten Verhältnis zu Polens Präsidenten Karol Nawrocki.

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Bold City Brave Decisions -Ausstellung/ Foto: MIK-Osnabrück

Das ist die neue Wanderausstellung im MIK Osnabrück

von Hasepost 22. Mai 2026

Im Museum Industriekultur Osnabrück (MIK) dreht sich in diesem Jahr alles um das Bauen und Wohnen von morgen. Während die große Sonderausstellung „Zukunft Bauen. Wie wollen wir wohnen und leben?“ historische Entwicklungen des Bauens und Wohnens mit innovativen und nachhaltigen Konzepten verbindet, ergänzt die Wanderausstellung „Mutige Stadt, mutige Entscheidungen. Wie Groningen sich in eine Modellstadt verwandelte“ diesen Fokus um eine europäische Perspektive auf Stadtentwicklung. Die Ausstellung wird vom 6. Juni bis zum 30. August 2026 im historischen Haseschachtgebäude des MIK in Kooperation mit dem Verein für Baukultur Osnabrück gezeigt. Konzipiert wurde sie vom Stadtplanungs- und Architekturbüro De Zwarte Hond.

Ausstellung bietet Plattform für den Dialog über die Zukunft unserer Städte

„Bold City, Brave Decisions“ ist mehr als eine Ausstellung über Stadtplanung. Sie versteht sich als Plattform für den Dialog über die Zukunft unserer Städte. Ausgangspunkt ist eine zentrale Frage: Was braucht es, damit Städte auch in Zukunft lebenswert bleiben? Die Ausstellung zeigt, dass dies mehr verlangt als einzelne gute Projekte. Es braucht langfristige Visionen, Kontinuität und den Mut, Entscheidungen zu treffen, die über kurzfristige Interessen hinausgehen. Am Beispiel der niederländischen Stadt Groningen untersucht die Ausstellung, wie eine Reihe mutiger Entscheidungen über Jahrzehnte hinweg eine Stadt nachhaltig verändern kann.
Groningen gilt heute europaweit als Beispiel für hohe Lebensqualität: nachhaltig, resilient, kompakt und lebendig. Die Stadt mit rund 240.000 Einwohnerinnen und Einwohnern hat ihre Entwicklung nicht dem Zufall überlassen, sondern durch konsequente Entscheidungen geprägt. Im Zentrum der Ausstellung stehen drei grundlegende Prinzipien, die den roten Faden der Stadtentwicklung bilden:

Kontinuität (Continuity) – langfristiges Denken statt kurzfristiger Lösungen. Städte entstehen nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch Entscheidungen, die über Jahrzehnte hinweg Bestand haben.

Kollektivität (Collectivity) – Stadtentwicklung als gemeinschaftlicher Prozess. Lebenswerte Städte entstehen im Zusammenspiel von Politik, Fachwelt und Bevölkerung.

Kompaktheit (Compactness) – eine Stadt, in der Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Begegnung nah beieinander liegen und kurze Wege eine hohe Lebensqualität ermöglichen.

Die Ausstellung macht deutlich, dass mutige Entscheidungen nicht nur räumliche, sondern auch gesellschaftliche Auswirkungen haben. Sie zeigt, wie Städte ihre eigene Identität stärken und gleichzeitig auf Herausforderungen wie Wohnraummangel, Mobilitätswandel und Klimaanpassung reagieren können. Dabei versteht sich Groningen nicht als Blaupause, sondern als Inspirationsquelle. Jede Stadt steht vor eigenen Herausforderungen und entwickelt eigene Antworten. Genau deshalb wächst „Bold City, Brave Decisions“ mit jedem neuen Ausstellungsort weiter. Seit ihrer Eröffnung war die Ausstellung bereits in Graz, Groningen, Mainz und Rotterdam zu sehen und wird anschließend unter anderem nach Zwolle und Haarlem weiterreisen. Jeder Standort ergänzt die Ausstellung um lokale Perspektiven und erweitert damit den gemeinsamen europäischen Dialog über die Zukunft der Stadt.

Zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen beiden Städten

Trotz der Größe Groningens – etwa doppelt so groß wie Osnabrück – bestehen zahlreiche Gemeinsamkeiten zwischen beiden Städten. Wie Groningen verfügt auch Osnabrück über eine lebendige Kultur- und Kreativszene und ist mit Hochschule, Universität und einer florierenden Start-up-Szene ein dynamischer Forschungs- und Entwicklungsstandort. Warum die Stadt als Standort so optimal ist, erklärt Ellen Schindler, geschäftsführende Partnerin von De Zwarte Hond: „Osnabrück ist ein idealer Ort für unsere Wanderausstellung. Die Stadt steht – wie viele europäische Mittelstädte – vor komplexen Herausforderungen und zugleich vor großen Chancen. Uns interessiert nicht die perfekte Stadt, sondern die Frage, wie mutige Entscheidungen langfristig Qualität schaffen können. Die Ausstellung möchte Menschen zusammenbringen und den Dialog darüber eröffnen, wie wir unsere Städte gemeinsam weiterentwickeln können“. Auch Museumsdirektorin Dr. Vera Hierholzer sieht in der Wanderausstellung einen Gewinn: „Wir freuen uns sehr, dass es dem Verein für Baukultur Osnabrück gelungen ist, die Ausstellung „Mutige Stadt, mutige Entscheidungen. Wie Groningen sich in eine Modellstadt verwandelte“ nach erfolgreichen Präsentationen in Graz, Groningen, Mainz und Rotterdam an unser Haus zu holen. Sie bereichert unsere laufende Ausstellung „Zukunft Bauen“ um den Blick auf unser Nachbarland, die Niederlande. Die Besuchenden sehen hier an einem konkreten Beispiel, wie es trotz der großen Herausforderungen unserer Zeit – insbesondere Wohnraummangel und Klimawandel – mit kluger und nachhaltiger Stadtplanung im Dialog mit den Menschen gelingen kann, lebenswerte Städte zu gestalten. Die Ausstellung bietet einen inspirierenden Blick über die eigenen Stadt- und Landesgrenzen hinaus“.

Ausstellung um regionale Inhalte erweitert

In Osnabrück wird die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Verein für Baukultur um regionale Inhalte erweitert. Der Bereich „Mutige Entscheidungen für Osnabrück“ greift lokale Themen wie die „Grünen Finger“ (13 Freiraumachsen, die wie hereinragende Finger die Stadt eng mit der umgebenden Landschaft verweben), die Innenstadt, Mobilität und das Thema Wasser auf und lädt Besucherinnen und Besucher dazu, eigene Ideen und Perspektiven einzubringen. „Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie Groningen Lebensqualität versteht und über Jahrzehnte gestaltet hat, nämlich mit Kontinuität, Kollektivität und Kompaktheit. Es muss nicht immer alles neu erfunden werden, sondern wir können hier in Osnabrück von Städten lernen, die mutige Wege gegangen sind. Der Verein für Baukultur holt die Ausstellung nach Osnabrück, um die Diskussion über eine nachhaltige und zukunftsorientierte Weiterentwicklung unserer Stadt anzuregen, ähnlich wie bei den Baukulturgesprächen, die wir seit fast zehn Jahren veranstalten. Mit einem eigenen Osnabrück-Kapitel fragen wir innerhalb der Ausstellung, welche mutigen Entscheidungen unsere Stadt braucht und wollen Bürgerinnen und Bürger auffordern, daran mitzuwirken“, erklärt Hermann Kuhl, 2. Vorsitzender des Vereins für Baukultur Osnabrück. Durch interaktive Elemente, Karten und Diskussionsformate wird die Ausstellung zu einem offenen Raum für Austausch – zwischen Politik, Fachwelt und Stadtgesellschaft. „Mutige Stadt, mutige Entscheidungen – wie Groningen sich in eine Modellstadt verwandelte“ wird in deutscher und englischer Sprache präsentiert und gefördert durch die Sabine Hagemann Stiftung und die Senator-Friedrich-Lehmann-Stiftung.

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Kreml (Archiv)

Russlands Propagandanetz startet verdeckte Desinfo-Offensive gegen Deutschland

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Russlands wichtigste Propagandafabrik soll ihre verdeckten Aktivitäten gegen Deutschland ausweiten. Nach Recherchen des Nachrichtenportals T-Online plant die Social Design Agency (SDA) neben digitalen Desinformationskampagnen offenbar Aktionen unter falscher Flagge sowie den Aufbau eines russlandfreundlichen Wikipedia-Klons für Deutschland. Grundlage sind T-Online zufolge interne Dokumente und Nachrichten der SDA, die in einem Datensatz geleakt wurden.

Wikipedia-Klon und KI-Training mit Desinformation

Die Social Design Agency, die unter EU-Sanktionen steht und im Auftrag der Präsidialadministration arbeitet, verantwortet laut den T-Online vorliegenden Unterlagen nicht mehr nur Online-Kampagnen. Den Dokumenten zufolge wurden die Server für eine „selbstaktualisierende Wissensdatenbank“ bereits gestartet und Webseiten vorbereitet. Das Projekt umfasse bislang über 200.000 Seiten.
Diese Seiten sollen T-Online zufolge unter anderem dafür verwendet werden, mit den im Auftrag des Kremls bereitgestellten Desinformationen KI-Plattformen wie ChatGPT zu trainieren. Dafür will die SDA monatlich rund 500 Artikel manuell redigieren, 200 Artikel sollen pro Monat suchmaschinenoptimiert werden.

Verfassungsschutz und Experte prüfen Echtheit des Leaks

Ein Sprecher des Bundesamtes für Verfassungsschutz sagte T-Online: „Der Leak ist hier bekannt, die Auswertung dauert noch an.“
Der Politikwissenschaftler Thomas Rid, Professor für Strategische Studien an der Johns Hopkins University und Experte für Desinformationskampagnen, sagte T-Online: „Ich gehe aufgrund der Umstände, der Inhalte und der Chronologie davon aus, dass das Leak echt ist.“

Hinweise auf Aktionen unter falscher Flagge in Europa

Der Plan für den Wikipedia-Klon reiht sich T-Online zufolge ein in mehrere weitere verdeckte Operationen, von denen ebenfalls in den Dokumenten die Rede ist. Diese enthalten demnach erstmals Belege, dass die Agentur neben Desinformationsoffensiven auch Aktionen unter falscher Flagge in Europa organisiert.
Dazu zählt laut T-Online mutmaßlich eine Sabotageaktion, bei der in Deutschland kurz vor der Bundestagswahl Hunderte Autos mit Bauschaum stillgelegt wurden. Die Täter hatten damals eine falsche Fährte gelegt und an den Tatorten Aufkleber mit der Aufschrift „Sei Grüner!“ und einem Foto des damaligen Bundeswirtschaftsministers Robert Habeck (Grüne) hinterlassen. Ziel war offenkundig, die Grünen im Wahlkampf zu diskreditieren.
Auch die Staatsanwaltschaft Ulm geht laut T-Online von Drahtziehern in Russland aus. Ein Chatverlauf von SDA-Mitarbeitern stützt nun T-Online zufolge diese Version.

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22. Mai 2026 0 Kommentare
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Schienen (Archiv)

Italo fordert feste ICE‑Trassen und Bahnhofsflächen in Deutschland

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Der italienische Bahnbetreiber Italo drängt die Bundesregierung zu einer Neuregelung der Vergabe von Hochgeschwindigkeitsstrecken und pocht auf bessere Bedingungen für neue Wettbewerber. An diesem Freitag will das Unternehmen seine Forderungen in einer Anhörung bei der Bundesnetzagentur vortragen, bei der auch Deutsche Bahn und Flixtrain ihre Positionen darstellen wollen. In einem Schreiben an die Behörde verlangt Italo unter anderem reservierte Kapazitäten und Zugang zu Serviceeinrichtungen in Bahnhöfen.

Italo fordert reservierte Kapazitäten für neue Wettbewerber

In einem vierseitigen Schreiben, über das der „Spiegel“ berichtet, fordern die Italiener „die Gewährleistung eines festgelegten Mindestanteils an Kapazitäten, die speziell für neue Marktteilnehmer reserviert sind“. Italo wolle nicht mit „Restkapazitäten“ abgespeist werden, sondern ein „stabiles Leistungsangebot in regelmäßigen Intervallen“ zugesprochen bekommen, heißt es in dem Schriftstück weiter. Außerdem stünden dem neuen Marktteilnehmer „Serviceeinrichtungen und gewerbliche Flächen in Bahnhöfen“ zu, also etwa Ticketcenter und Lounges. „Wir verlangen keine Sonderbehandlung“, beteuern die Italiener. Es gehe lediglich darum, „ein Mindestmaß an Investitionssicherheit zu gewährleisten“.

Pläne für Markteintritt in Deutschland

Luca Cordero di Montezemolo, Unternehmenschef von Italo, hatte kürzlich angekündigt, im großen Stil in den deutschen Markt einsteigen zu wollen. Das Unternehmen fordert dazu langfristige Rahmenverträge, die in Deutschland aber derzeit nicht vergeben werden. Montezemolo will schon bis Ende Mai Gewissheit, wie die Netzkapazitäten langfristig verteilt werden.

Produktionszwänge bei Siemens als Begründung

Ihr forsches Auftreten begründen die Italiener mit Produktionszwängen bei Siemens, wo Italo einen Großauftrag für Züge platzieren will. Um das entsprechende Zeitfenster bei Siemens einzuhalten, „müssen wir den endgültigen Vertrag bis Juni unterzeichnen“, teilte der Konzern dem „Spiegel“ mit.

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Frauen mit

Steuerzahlerbund drängt auf Reform und Sparen beim Elterngeld

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Der Bund der Steuerzahler dringt auf eine Neuausrichtung des Elterngelds und verweist mit Blick auf den größten Posten im Haushalt von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) auf die Notwendigkeit von Einsparungen. Präsident Reiner Holznagel warnt zugleich vor einer Belastungsprobe für Steuerzahler und ihre Familienpläne und fordert besonderen Schutz und Förderung von Familien.

Bund der Steuerzahler fordert Reform des Elterngelds

Der Bund der Steuerzahler verlangt eine grundlegende Neuausrichtung des Elterngelds. Mit Blick auf den größten Posten im Haushalt von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) sagte Präsident Reiner Holznagel der „Rheinischen Post“: „Zurecht ist jedes Ressort gefordert, zu sparen, so auch das Familienministerium. Eine Neuausrichtung des Elterngelds ist somit nahezu zwangsläufig, denn die Zeit der Tabus im Haushalt ist vorbei.“

Warnung vor Belastung für Familien

Gleichzeitig mahnte Holznagel laut „Rheinischer Post“, die Sparanstrengungen des Bundes dürften nicht zur Belastungsprobe für Steuerzahler und ihre Familienpläne werden. Familien müssten „besonders geschützt und gefördert“ werden, sagte Holznagel der Zeitung. Dies könne nach seinen Worten auch über steuerliche Vorteile oder stärkere Boni in den umlagefinanzierten Sozialversicherungssystemen geschehen, die auf nachkommende Beitragszahler angewiesen seien.

Einsparziel im Familienetat

Ministerin Prien muss 2027 in ihrem Etat 500 Millionen Euro einsparen.

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Flixtrain (Archiv)

Flixtrain verdoppelt Angebot und greift Bahn im Fernverkehr an

von Hasepost Redaktion 22. Mai 2026

Der Münchner Zug- und Fernbusbetreiber Flix plant, sein Fernzugangebot in den kommenden Jahren deutlich auszuweiten. Bereits bis 2027 soll sich die Größe des Flixtrain-Angebots verdoppeln, bevor ab 2028 neue Züge des spanischen Herstellers Talgo zum Einsatz kommen. Auf wichtigen Fernverkehrsachsen wie Berlin–Hamburg, Hamburg–Köln und Berlin–Leipzig sind deutlich dichtere Takte vorgesehen.

Flix will Angebot auf der Schiene rasch ausbauen

Der Münchner Zug- und Fernbusbetreiber Flix will sein Angebot auf der Schiene im kommenden Jahr deutlich erweitern. Das berichtet der „Spiegel“. Die Zugsparte Flixtrain macht der Bahn im Fernverkehr seit 2018 Konkurrenz, allerdings nur auf ausgewählten Strecken und in überschaubarer Taktung. Das soll sich ändern.
Vergangenes Jahr hatte das Unternehmen den Kauf von bis zu 65 Zügen des spanischen Herstellers Talgo angekündigt, die von 2028 an geliefert werden sollen. Doch so lange will Flix mit der Expansion nicht warten. „Wir werden die Größe unseres Angebots bereits in den nächsten zwei Jahren bis zum Einsatz der neuen Talgo-Züge verdoppeln“, sagte André Schwämmlein, Flix-Chef, dem „Spiegel“. Man werde in einer höheren Taktung fahren und längere Züge einsetzen.

Mehr Fahrten auf wichtigen Fernverkehrsachsen

Erstmals nennt Flixtrain für 2027 Details. Auf der Strecke Berlin – Hamburg will das Unternehmen bis zu zehnmal täglich im Zwei-Stunden-Takt fahren und damit rund ein Drittel mehr Abfahrten pro Woche anbieten als bislang. Kunden kämen nun „nicht mehr in die Situation, dass sie gerne Flix nutzen möchten, aber zur gewünschten Zeit nur ein ICE fährt“, sagte Schwämmlein laut „Spiegel“. Zwischen Hamburg und Köln will Flixtrain die Anzahl der Abfahrten pro Woche verdoppeln, ebenso auf der Strecke Berlin – Leipzig.

Talgo-Züge als Grundlage für Hochfrequenznetz

Einen größeren Sprung will das Unternehmen allerdings erst im Sommer 2028 wagen. Mit den neuen Talgo-Zügen wolle man „ein Hochfrequenznetz aufbauen, das alle deutschen Metropolen miteinander verbindet“, hatte Schwämmlein im Herbst angekündigt, wie der „Spiegel“ berichtet. Darunter dürfte auch die Flix-Heimatstadt München sein.

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Die spezielle Curving Cut Schere. / Foto: Mailin Goldkamp

Locken mit Konzept: Hier gibt es den innovativen Curving Cut in Osnabrück

von Mailin Goldkamp 22. Mai 2026

Im Friseursalon Hairstyle in der Osnabrücker Rehmstraße dreht sich alles um besondere und innovative Haarschneidetechniken. Inhaberin und Friseurmeisterin Eva Modrzejewski hat sich bereits vor einigen Jahren auf den sogenannten Calligraphy Cut spezialisiert – eine Schnitttechnik, bei der das Haar nicht mit einer herkömmlichen Schere, sondern mit einer speziellen Klinge geschnitten wird und die als besonders haarschonend gilt. Seit einiger Zeit bietet sie außerdem den Curving Cut an – eine Technik, die speziell auf Naturlocken abgestimmt ist und mit einer besonderen Schere durchgeführt wird.

Vom Calligraphy Cut zur Lockenspezialistin

Der Weg zur Spezialisierung begann vor rund fünf Jahren durch ihre Kollegin Elke Göttgens, die bereits intensiv mit dem Calligraphy Cut und Locken arbeitete und zudem die sogenannte „Curving-Cut-Schere“ entwickelte – ein Werkzeug, das speziell auf die Bedürfnisse von Naturlocken ausgelegt ist. „Ich bin froh, dass meine Kollegin mich damals auf das Thema aufmerksam gemacht hat“, erzählt Modrzejewski.

Heute investiert die Friseurmeisterin regelmäßig Zeit in Seminare und Fortbildungen. Erst im Februar besuchte sie eine Schulung zum Thema Afrohaare und Naturlocken. Denn das klassische Friseurhandwerk behandle das Thema Locken oft nur am Rande. „Das lernt man in der Ausbildung häufig nicht wirklich“, sagt Eva Modrzejewski. Genau darin habe sie jedoch eine Marktlücke erkannt – und gleichzeitig die Chance, sich in einem hart umkämpften Markt gezielt abzuheben.

Trockenschnitt statt Überraschungseffekt

Das Besondere am Curving Cut: Die Haare werden überwiegend im trockenen Zustand geschnitten – anders, als es im klassischen Friseuralltag meist üblich ist. „Bei Locken sieht man trocken einfach besser, wie die Haare fallen“, erklärt Eva. „Sonst springen sie später oft höher als erwartet.“

Scherzhaft vergleicht sie die Technik mit dem Schneiden eines Buchsbaums: Form und Volumen seien im trockenen Zustand deutlich besser erkennbar. Für einen Lockenschnitt nimmt sich die Friseurmeisterin deshalb bewusst viel Zeit. Zwischen eineinhalb und zwei Stunden dauert ein Termin im Durchschnitt.

Etwa zwei Kundinnen pro Tag kommen gezielt wegen ihrer Naturlocken zu ihr. Insgesamt betreut sie täglich rund vier Kundinnen. Viele von ihnen hätten zuvor schlechte Erfahrungen gemacht. „Lockenkundinnen haben oft Angst vorm Friseur“, erzählt Modrzejewski. Nicht wenige hätten sich ihre Haare über Jahre hinweg selbst geschnitten. Deshalb bietet sie zunächst kostenlose Beratungstermine an, um Vertrauen aufzubauen.

Positive Resonanz von vielen Seiten

Die Resonanz auf das Angebot sei durchweg positiv. Besonders schätzen Kundinnen, dass die Schnitte oft sechs bis acht Monate halten. Durch die Kombination aus Curving Cut und Calligraphy-Technik bleibe die Form häufig besonders lange erhalten. „Lockenkundinnen sind unglaublich dankbar“, sagt Eva. Gerade Menschen mit Naturlocken hätten oft jahrelang nach einem Friseur gesucht, der ihre Haarstruktur wirklich versteht. „Es gab auch Phasen, in denen ich aus dem Beruf aussteigen wollte“, erzählt sie offen. Gerade deshalb seien die heutigen Erfolgserlebnisse und die vielen zufriedenen Kundinnen für sie umso schöner.

22. Mai 2026 0 Kommentare
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