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Jens Spahn

Spahn fordert Konsequenzen nach EVP-Chats mit Rechtsparteien

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) fordert nach Berichten über eine Chatgruppe konservativer EVP-Vertreter mit rechten Parteien im Europäischen Parlament Konsequenzen. Zugleich weist er den Vorwurf einer Zusammenarbeit mit der AfD ausdrücklich zurück und betont die politische Bedeutung regulärer Mehrheitsbildungen im Parlament.

Spahn fordert Konsequenzen und weist Vorwürfe zurück

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat nach Berichten über eine Chatgruppe, in der sich Vertreter der konservativen EVP mit rechten Parteien im Europäischen Parlament ausgetauscht haben sollen, Konsequenzen gefordert. Auch CDU und CSU gehören zur Parteienfamilie der EVP. An der Chatgruppe sei offenbar auch ein Mitarbeiter der EVP aus Spanien beteiligt gewesen, sagte Spahn am Montag in der ntv Sendung „Blome & Pfeffer“. „Das muss Konsequenzen haben.“ Er sei „gerne dabei“, über mögliche Folgen zu sprechen, „insbesondere für die Frage, wie es mit dem weitergeht“.
Zugleich wies Spahn Vorwürfe einer Zusammenarbeit mit der AfD zurück. „Der entscheidende Punkt ist: Was die AfD will, macht und tut im Brüsseler Parlament, interessiert keinen Menschen. Es ist auch nicht von Relevanz“, sagte er in der ntv Sendung „Blome & Pfeffer“. Eine solche Chatgruppe sei „keine Form der Zusammenarbeit“.

Streit um Mehrheiten im Europäischen Parlament

Entscheidend sei vielmehr, dass es im Europäischen Parlament keine Einigung mit SPD und Grünen gegeben habe, betonte Spahn bei ntv. „Die SPD-Europaabgeordneten arbeiten in Brüssel gegen das, was die gemeinsame Bundesregierung aus Berlin heraus will, und gegen das, was die Kommission vorschlägt“, sagte Spahn. Wenn sich dann Mehrheiten im Parlament fänden – „ohne die radikale Rechte, das ist wichtig“ – dann sei das eine normale Abstimmung im Europäischen Parlament.

Schnieder fordert Aufklärung und harte Linie gegenüber AfD

Der CDU-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder, hat die EVP-Fraktion im EU-Parlament aufgefordert, Konsequenzen aus den Chats mit der AfD zu ziehen. „Die Vorgänge müssen vollständig aufgeklärt werden, und daraus müssen Konsequenzen folgen“, sagte Schnieder den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Das ist jetzt Aufgabe der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.“ Die Abgeordneten der CDU/CSU-Gruppe und ihre Mitarbeiter seien von den Vorgängen nicht betroffen.
Für die Landes-CDU stellte Schnieder gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe klar, dass es keine Zusammenarbeit mit der AfD gebe. Wer das missachte, könne nicht weiter in der Partei bleiben: „Wer in solchen Chatgruppen unterwegs ist oder meint, sich mit der AfD zusammentun zu müssen, hat in unseren Reihen keinen Platz. In so einem Fall ist man sofort raus.“
Hintergrund ist eine Recherche, derzufolge die EVP-Fraktion, der die deutschen Unions-Abgeordneten angehören, jüngst gemeinsam mit dem rechten Flügel des Europaparlaments in einer Chatgruppe und bei einem persönlichen Treffen von Abgeordneten an einem Gesetzesvorschlag zur Verschärfung der Migrationspolitik arbeitete.

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16. März 2026 0 Kommentare
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Flughafen BER

Warnstreik am BER: Verdi ruft Flughafenbeschäftigte zu Ausstand

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Die Gewerkschaft Verdi hat für Mittwoch zu einem Warnstreik am Flughafen BER aufgerufen. Hintergrund sind nach Gewerkschaftsangaben blockierte Tarifverhandlungen, die bereits in der zweiten Runde ins Stocken geraten seien. Für Passagiere am BER ist mit Flugausfällen und Verspätungen zu rechnen.

Warnstreik am Flughafen BER wegen stockender Tarifgespräche

Die Gewerkschaft Verdi teilte am Montag mit, dass die Beschäftigten am Flughafen BER am Mittwoch die Arbeit niederlegen sollen. Die Arbeitgeber blockierten nach Angaben der Gewerkschaft die laufenden Tarifverhandlungen, was zu der Warnstreikmaßnahme führte. Es dürfte zu Flugausfällen und Verspätungen kommen.
Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler erklärte, dass die Beschäftigten den Flughafenbetrieb täglich am Laufen hielten und Respekt sowie einen Tarifabschluss verdienten, der ihre Arbeit anerkenne. „Die Beschäftigten halten den Flughafenbetrieb täglich am Laufen und verdienen Respekt sowie einen Tarifabschluss, der ihre Arbeit anerkennt“, sagte Rößler laut Verdi. In der zweiten Verhandlungsrunde hätten die Arbeitgeber ein Angebot vorgelegt, das die Tarifkommission als nicht verhandlungsfähig zurückgewiesen habe. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 25. März angesetzt.

Verdi weist Angebot der Arbeitgeber zurück

Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Verhandlungsrunde eine Lohnerhöhung in mehreren Schritten bei einer Laufzeit bis Ende 2028 angeboten. Demnach sollte es bis Juni eine Nullrunde geben, gefolgt von einem Plus von einem Prozent ab Juli 2026, 1,5 Prozent ab Juli 2027 und einem weiteren Prozent ab Mai 2028. Rößler bezeichnete das Angebot als „Provokation am Verhandlungstisch“, wie Verdi mitteilte.

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Boris Palmer

Boris Palmer lehnt Ministerposten ab und bleibt Tübingens OB

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer wird nicht in die geplante Landesregierung unter Cem Özdemir (Grüne) wechseln. Nach Medienberichten hat sich der parteilose Kommunalpolitiker entschieden, sein Amt in Tübingen weiterzuführen und nicht Mitglied des künftigen Kabinetts zu werden.

Palmer sagt Landesregierung ab

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer hat offenbar entschieden, nicht in die neue Landesregierung unter Cem Özdemir (Grüne) einzutreten. Das berichten die „Stuttgarter Zeitung“ und die „Stuttgarter Zeitung“ unter Berufung auf Kreise der Grünen.
Der parteilose Palmer erklärte demnach, er werde sein Amt in Tübingen weiterhin ausüben. Özdemir, der als Ministerpräsident vorgesehen ist, hatte dem Bericht zufolge in einer Sitzung des Landesvorstands mitgeteilt, dass er mit Palmer über einen möglichen Eintritt in das Kabinett gesprochen habe. Palmer habe jedoch klargestellt, dass er in Tübingen bleiben werde.
Auf Nachfrage bestätigte der OB diese Entscheidung und sagte, dass er keinen Grund sehe, sein Amt, das ihm die Bürger für acht Jahre anvertraut hätten, aufzugeben.

Hintergrund und Spekulationen

Palmer war vor etwa drei Jahren aus der Grünen-Partei ausgetreten, hielt jedoch weiterhin Kontakt zum sogenannten Realo-Flügel. Im Landtagswahlkampf unterstützte er Özdemir. Dies führte zu Spekulationen über einen möglichen Eintritt Palmers in das Kabinett.

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16. März 2026 0 Kommentare
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Iburger Straße in Osnabrück

Streit um die Iburger Straße spitzt sich zu: Initiativen, ADFC und OB-Kandidat Groß erhöhen den Druck

von Dominik Lapp 16. März 2026

Der Streit um die Umweltspuren auf der Iburger Straße in Osnabrück eskaliert weiter. Während die Stadtverwaltung Zweifel an der Umsetzung äußert, erhöhen Fahrradverbände, Klimaaktivisten und politische Akteure den Druck auf die Rathausspitze. Kritiker sprechen von einer Gefährdung der Verkehrssicherheit – und sogar von einem Bruch demokratischer Beschlüsse.

Eine der wichtigsten Verkehrsachsen der Stadt

Für den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) ist die Lage eindeutig. Die Iburger Straße sei eine zentrale Verbindung im Süden der Stadt, aber für Radfahrende aktuell problematisch. „Die Iburger Straße ist Osnabrücks wichtigste Verkehrsachse nach Süden. Und gegenwärtig weder angenehm noch sicher für den Radverkehr. Da war es ein kleiner Schritt in die richtige Richtung, dass auf dieser Straße Umweltspuren für Radverkehr und Busverkehr eingerichtet werden. Das soll jetzt nicht möglich sein. Die ‚Leichtigkeit und Sicherheit des Verkehrs‘ hat Priorität – uns, den Radverkehr, meint man damit nicht. Und die ‚Vision Zero‘ geht damit vollends den Bach runter. Wiederholte Unfälle auf dieser Straße schreien nach einer Lösung für sicheren Radverkehr“, schreibt der ADFC Osnabrück in einer Mitteilung.

Aus Sicht des Verbands wären selbst Umweltspuren lediglich ein Kompromiss gewesen. Wirklich sicher sei die Situation damit noch nicht. Der ADFC fordert daher baulich getrennte Radwege entlang der Straße. Auch Parkplätze entlang der Fahrbahn dürften dabei kein Tabu sein, da von ihnen eine erhebliche Gefahr ausgehe. Zusätzlich plädiert der Verband für Tempo 30, um sowohl die Verkehrssicherheit zu erhöhen als auch Anwohner besser vor Lärm zu schützen.

Veloroute soll zur Premiumstrecke werden

Neben der Iburger Straße rückt auch eine alternative Verbindung stärker in den Fokus: die Veloroute über den Riedenbach. Nach Ansicht des ADFC sollte diese Strecke deutlich aufgewertet werden – auch der Abschnitt durch den Wald sowie die Verbindung über die Parkplätze am Kinderhospital. Die Route sei besonders wichtig, weil sie mehrere zentrale Einrichtungen verbinde: Schulen, die Jugendherberge, das Kinderhospital, den Zoo sowie mit der Kreisverwaltung einen der größten Arbeitgeber der Stadt. Aus Sicht des Verbands hätte die Strecke daher das Potenzial für eine echte Premium-Veloroute.

Initiativen werfen Verwaltung Blockade vor

Noch schärfer fällt die Kritik von mehreren Initiativen aus. Die Gruppen Fridays for Future, das Unordnungsamt und Kettenreaktion sehen im drohenden Aus für die Umweltspuren eine Missachtung demokratischer Entscheidungen. Die Iburger Straße sei ein zentraler Bestandteil des so genannten Radentscheids, den mehr als 10.000 Bürgerinnen und Bürger unterstützt hätten. Der Stadtrat habe Bus- und Radspuren beschlossen, um die aus Sicht der Initiativen gefährliche Situation zu entschärfen.

Die Verwaltung verweise jedoch auf rechtliche Bedenken und argumentiere mit der so genannten „Leichtigkeit des Verkehrs“. Die Initiativen halten diese Argumentation für nicht haltbar. Ihrer Ansicht nach werde hier der Autoverkehr über die Sicherheit von Menschen gestellt. Sie verweisen zudem darauf, dass die Zahl der Unfälle mit Radbeteiligung in Osnabrück in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sei. Auch die Einstufung der Straße als Bundesstraße wird von den Aktivisten infrage gestellt. Ihrer Ansicht nach hätte die B68 längst auf die Autobahnen A1 und A30 verlegt werden müssen, da der Verkehr auf der Iburger Straße überwiegend innerstädtisch sei.

Bremst die Oberbürgermeisterin den Radentscheid aus?

Die Kritik richtet sich zunehmend direkt gegen Oberbürgermeisterin Katharina Pötter. Die Initiativen werfen der Rathausspitze vor, Ratsbeschlüsse nicht umzusetzen und zentrale Projekte wie den Radentscheid auszubremsen. Sie fordern den Stadtrat auf, seine Kontrollfunktion wahrzunehmen und die Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen durchzusetzen. Gleichzeitig verlangen sie einen radentscheidkonformen Umbau der Iburger Straße – inklusive der Entfernung von Parkplätzen zugunsten sicherer Radwege.

Juristische Kritik aus der Politik

Auch aus der Kommunalpolitik kommt Widerspruch gegen die Haltung der Verwaltung. Der Osnabrücker Oberbürgermeisterkandidat der Linken, Thomas Groß, hält das Vorgehen für rechtswidrig. Nach seiner Einschätzung könne die Oberbürgermeisterin einen Ratsbeschluss nicht einfach ignorieren. Wenn sie ihn für rechtswidrig halte, müsse sie formell Einspruch einlegen, so dass letztlich die Kommunalaufsicht entscheide. Zudem sieht Groß auch inhaltlich keine rechtlichen Probleme. Umweltspuren könnten laut Straßenverkehrsordnung unter anderem zur Förderung des Klimaschutzes angeordnet werden. Dieser habe laut Grundgesetz und Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts ein besonders hohes Gewicht.

Angesichts der Klimaziele im Verkehrssektor seien Maßnahmen nötig, die den Autoverkehr reduzieren und Busse sowie Fahrräder stärken. Die „Leichtigkeit des Verkehrs“ müsse dabei nicht zwingend Vorrang haben – insbesondere dann nicht, wenn Klimaschutz und Verkehrssicherheit auf dem Spiel stehen.

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Flüchtlinge auf

Spahn warnt vor neuer Flüchtlingskrise und fordert Migrationswende

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) warnt angesichts des Iran-Kriegs vor einer möglichen neuen Flüchtlingskrise und dringt auf eine strengere europäische Migrationspolitik. In einer Fernsehsendung betonte er, Europa müsse frühzeitig Vorkehrungen treffen, um auf mögliche neue Flüchtlingsbewegungen vorbereitet zu sein.

Spahn fordert „Migrationswende“ in Europa

Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat angesichts des Iran-Kriegs vor einer möglichen neuen Flüchtlingskrise gewarnt und erneut eine strengere europäische Migrationspolitik gefordert. „Es darf kein zweites 2015 geben“, sagte Spahn am Montag in der ntv-Sendung „Blome und Pfeffer“ laut ntv.
Der Krieg im Iran unterstreiche nach Auffassung Spahns, wie wichtig eine „Migrationswende“ sei – nicht nur in Deutschland, sondern vor allem auf europäischer Ebene, wie er in „Blome und Pfeffer“ erläuterte.

Frühzeitige Abkommen mit Drittstaaten

Spahn will deshalb nach eigenen Angaben bereits jetzt ein europäisches Abkommen mit sicheren Drittstaaten abschließen, um auf eine mögliche neue Flüchtlingsbewegung vorbereitet zu sein. „Wir haben bei Syrien erlebt, wie schnell sich Dinge entwickeln können. Deswegen muss man jetzt schon mit den Nachbarländern reden“, sagte er in der ntv-Sendung „Blome und Pfeffer“.
Als Beispiel nannte Spahn Gespräche mit der Türkei, um Unterstützung in der Region sicherzustellen. Solche Vorbereitungen dürften seiner Ansicht nach nicht erst beginnen, wenn sich Menschen bereits auf den Weg machten, sagte Spahn bei ntv.

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Monika Schnitzer

Wirtschaftsweise Schnitzer unterstützt mögliche Unicredit-Übernahme der Commerzbank

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Die Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft, Monika Schnitzer, stellt sich bei der möglichen Übernahme der Commerzbank durch die italienische Unicredit gegen die Linie der Bundesregierung. In einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) plädiert sie für eine nüchterne wirtschaftliche Bewertung grenzüberschreitender Bankenfusionen und warnt vor politisch motivierten Abwehrreflexen.

Plädoyer für grenzüberschreitende Konsolidierung

Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats Wirtschaft, spricht sich für eine offene Prüfung einer möglichen Commerzbank-Übernahme durch Unicredit aus. „Es spricht ökonomisch viel dafür, grenzüberschreitende Konsolidierungen ernsthaft zu prüfen, statt sie reflexhaft politisch abzuwehren“, sagte Schnitzer der FAZ. Der europäische Finanzmarkt sei nach wie vor zu wenig integriert, und gerade deutsche Banken seien weniger produktiv und damit weniger wettbewerbsfähig als manche ihrer internationalen Konkurrenten.
Der Sachverständigenrat gilt als das wichtigste wirtschaftspolitische Beratergremium der Bundesregierung. Mit ihren Äußerungen stellt sich Schnitzer in einem zentralen Punkt gegen die aktuelle Linie der Regierung in der Commerzbank-Frage.

Konflikt mit Kurs der Bundesregierung

Lars Klingbeil (SPD)
Damit macht die Bundesregierung deutlich, dass sie eine eigenständige Commerzbank bevorzugt und das Vorgehen von Unicredit kritisch sieht. Schnitzers Einlassungen markieren dazu einen deutlichen Kontrapunkt.

Finanzstabilität, Standortfragen und Strukturwandel

Regierungsberaterin Schnitzer führte gegenüber der FAZ aus, dass große Bankenfusionen auch aus Sicht der Finanzstabilität heute positiver zu beurteilen seien als noch vor der Finanzkrise. Ebenso seien lokale Standortfragen gesamtwirtschaftlich nachrangig. „Die Sorge um Filialschließungen oder einzelne Arbeitsplätze greift zu kurz. Gerade darum geht es bei Strukturwandel: die Produktivität zu erhöhen und den Bankensektor effizienter zu machen“, sagte die „Wirtschaftsweise“ der FAZ.
Politökonomisch könne eine europäische Bankenfusion nach Einschätzung Schnitzers Vorteile haben, weil sie die enge Verbindung zwischen nationaler Politik und „ihren“ Banken lockere und damit den impliziten staatlichen Rettungsreflex schwäche. „Eine nüchterne Bewertung sollte sich daher weniger an nationalen Reflexen orientieren, sondern an der Frage, ob dadurch ein stärkerer und wirklich europäischer Bankenmarkt entsteht“, sagte sie der FAZ.

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(Symbolbild) Tacho

Zu schnell gefahren: Geschwindigkeitskontrolle in Belm hat auch Folgen für Beifahrer

von Hasepost 16. März 2026

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle auf der B51 haben Polizeibeamte am Freitag (13. März) nicht nur eine erhebliche Geschwindigkeitsüberschreitung festgestellt, sondern auch ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet.

113 statt 70 km/h

Einige Stunden lang kontrollierten Einsatzkräfte den Verkehr auf der B51 im Bereich Belm, wo eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h gilt. Dabei wurde gegen 13:45 Uhr ein 31-jähriger Autofahrer mit einem Mazda mit 113 km/h gemessen. Im Zuge der anschließenden Kontrolle stellten die Beamten fest, dass der Mann aus Bad Essen nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Die Weiterfahrt wurde untersagt.

Warum auch gegen den Beifahrer ermittelt wird

Auf dem Beifahrersitz befand sich der Verantwortliche des Fahrzeugs. Nach derzeitigen Erkenntnissen wusste dieser, dass der Fahrer keine gültige Fahrerlaubnis besitzt, ihm aber dennoch die Nutzung des Autos ermöglicht hatte. Die Polizei leitete daher ein Strafverfahren wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegen den Autofahrer ein. Gegen den Beifahrer wird ebenfalls ermittelt, weil er das Fahren ohne erforderliche Fahrerlaubnis zugelassen haben soll.

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Olaf Scholz

Olaf Scholz würdigt Jürgen Habermas als moralische Instanz

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Altkanzler Olaf Scholz (SPD) hat den verstorbenen Philosophen Jürgen Habermas in einem Nachruf als prägenden Intellektuellen gewürdigt, der sein politisches Denken maßgeblich beeinflusst habe. In dem für den „Stern“ verfassten Text beschreibt Scholz Habermas als moralische und intellektuelle Instanz, deren Werk für ihn und viele andere von dauerhafter Bedeutung sei.

„Verlust der intellektuellen und moralischen Instanz“

Der frühere Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) schreibt in dem sehr persönlich gehaltenen Nachruf für den „Stern“ über Jürgen Habermas: „Sein Tod bedeutet für mich den Verlust der intellektuellen und moralischen Instanz, die mir Zeit meines politischen Lebens wie keine andere immer wieder dabei geholfen hat, mein Denken über meine Zeit und über mein Land, über Europa und über die Welt zu sortieren.“
Scholz schildert, wie ein Lehrer ihn am Gymnasium ermutigte, Habermas’ Studie zum „Strukturwandel der Öffentlichkeit“ zu lesen. Die Lektüre „dieses wegweisenden Werkes hat mich für alle Zeit beeinflusst“. Ihr verdanke er eine Grundüberzeugung, die ihn während seines ganzen politischen Lebens begleitet habe: „Dass die rationale Verständigung einer demokratischen Gesellschaft über ihre Ziele und über ihre Mittel möglich sein muss.“ Dafür müsse eine solche Gesellschaft immer wieder über den richtigen Weg streiten, Vernunft und Argumente gelten lassen und am Ende so getroffene Entscheidungen anerkennen.

Einfluss auf das politische Leitmotiv Respekt

Scholz erinnert in dem „Stern“-Beitrag daran, dass er als Kanzlerkandidat 2021 und 2025 Respekt zu einem wichtigen Motiv seiner Wahlkämpfe gemacht hatte. Dieses Plädoyer sei auch auf Habermas’ Überlegungen zurückgegangen, schreibt Scholz. Voraussetzung für eine gelingende Demokratie sei demnach, dass sich Bürger bei aller Unterschiedlichkeit gegenseitig als grundsätzlich Gleiche anerkennen. „Nur wenn wir unser Land so organisieren, dass niemand auf andere herabschaut, weil er sie für weniger gebildet, weniger wohlhabend oder weniger `erfolgreich` hält, wird unsere Demokratie überdauern“, so Scholz laut „Stern“.

Habermas als „unverzichtbarer Kompass“

Für alle, die an den Werten der Vernunft, Aufklärung und Demokratie festhielten, werde Habermas’ Werk „noch in vielen Jahrzehnten ein unverzichtbarer Kompass sein“, schreibt der Ex-Kanzler im „Stern“. „Ich bin mir sicher: Nicht nur ich werde ihn vermissen.“

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Eurowings (Archiv)

Eurowings-Piloten stimmen für möglichen Streik um bessere Rente

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) bei Eurowings hat in einer Urabstimmung mit großer Mehrheit für die Durchsetzung ihrer Forderungen zur betrieblichen Altersversorgung gestimmt – notfalls auch mit Arbeitskampf. Hintergrund sind gescheiterte Tarifverhandlungen, in deren Folge die VC nun ein klares Mandat ihrer Mitglieder sieht, Verbesserungen bei der Altersversorgung einzufordern.

Deutliche Zustimmung in der Urabstimmung

Die Vereinigung Cockpit teilte am Montag mit, dass 82 Prozent der Mitglieder an der Urabstimmung teilgenommen haben. Von ihnen votierten 94 Prozent mit „Ja“ und sprachen sich damit für die Durchsetzung der Forderungen zur betrieblichen Altersversorgung aus, auch mittels Arbeitskampf. Nach Angaben der Gewerkschaft wurde damit das erforderliche Quorum deutlich überschritten.

VC sieht „starkes Mandat“ der Piloten

Andreas Pinheiro, Präsident der Vereinigung Cockpit, erklärte, dass die Vereinigung ein „starkes Mandat“ erhalten habe, die Forderungen nach einer Verbesserung der Altersversorgung konsequent weiterzuverfolgen. Er sagte weiter, die Piloten erwarteten „zu Recht eine nachhaltige und verlässliche Lösung“ und die Vereinigung sei „jederzeit zu konstruktiven Gesprächen“ bereit, erwarte jedoch ein „ernsthaftes Entgegenkommen“ der Arbeitgeberseite (Quelle: Vereinigung Cockpit).

„Starkes Signal der Belegschaft“

Arne Karstens, Sprecher der Group-Tarifkommission (GTK), bezeichnete das eindeutige Ergebnis der Urabstimmung als ein „starkes Signal der Belegschaft“. Die Piloten erwarteten eine substanzielle Verbesserung der Altersversorgung und eine faire Beteiligung des Arbeitgebers, erklärte Karstens (Quelle: Vereinigung Cockpit). Über das weitere Vorgehen werde die Vereinigung Cockpit nach eigenen Angaben zeitnah informieren.

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Israelischer Soldat

Bundesregierung warnt Israel vor Bodenoffensive im Libanon

von Hasepost Redaktion 16. März 2026

Die Bundesregierung hat Israel eindringlich vor einer umfangreichen Bodenoffensive im Libanon gewarnt und auf die dramatischen Folgen für die Zivilbevölkerung hingewiesen. Regierungssprecher Stefan Kornelius betonte, eine Ausweitung der militärischen Operationen würde die humanitäre Lage weiter verschärfen und zusätzliche Fluchtbewegungen auslösen. Zugleich verurteilte die Bundesregierung den erneuten Eintritt der Hisbollah in den Kampf mit Israel und forderte die Miliz zur Niederlegung der Waffen auf.

Berlin warnt vor Eskalation im Libanon

Regierungssprecher Stefan Kornelius sagte am Montag der dts Nachrichtenagentur: „Wir fordern unsere israelischen Freunde eindringlich auf, diesen Weg nicht einzuschlagen.“ Eine umfangreiche Bodenoffensive würde nämlich „die ohnehin angespannte humanitäre Lage in der Region deutlich verschlechtern und zu einem erhöhten Fluchtgeschehen beitragen“. Man sei „im Kontakt, diese Botschaft mitzuteilen“, fügte Kornelius hinzu.
Die Bundesregierung schaue „enorm beunruhigt“ auf die Entwicklung im Libanon. Sie verurteile scharf, dass die Hisbollah wieder in den Kampf mit Israel eingetreten sei. Die Miliz müsse diesen Kampf einstellen und die Waffen niederlegen, forderte der Regierungssprecher.

Appell zum Schutz von Zivilisten und UN-Mission

In diesem Zusammenhang begrüße Berlin, dass es Anstrengungen gebe, Gespräche zwischen Israel und dem Libanon „wieder in Gang zu setzen“. Man fordere Israel auf, zivile Ziele sowie die Unifil-Mission der Vereinten Nationen nicht anzugreifen.

Israelische Armee startet Bodenoffensive

Die israelische Armee (IDF) hatte am Montagmorgen eine nach eigenen Worten „begrenzte und gezielte Bodenoffensive“ gegen Ziele im Süden Libanons begonnen, wie sie mitteilte. Dabei sollen mehrere Hisbollah-Kämpfer getötet worden sein. Ziel der Operation sei es, die „Vorwärtsverteidigungszone“ zu erweitern, so die IDF.
Die Offensive sei Teil eines Plans, um eine „Pufferzone“ zu schaffen und die Bedrohung durch die Hisbollah von der Grenze fernzuhalten. Vor dem Einmarsch der Truppen führte die israelische Armee massive Luftangriffe und Artilleriebeschüsse durch.
Seit dem 2. März haben israelische Angriffe im Libanon laut Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums 850 Menschen getötet und mehr als 2.100 weitere verletzt.

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16. März 2026 0 Kommentare
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