Jetzt hieß es an den Berufsbildenden Schulen des Landkreises Osnabrück in Melle: Karriere zum Anfassen! Beim Berufsorientierungsparcours Melle-Bissendorf (B.O.P.) konnten rund 750 Schülerinnen und Schüler aus neun Schulen hinter die Kulissen verschiedenster Berufe schauen. Mehr als 50 Unternehmen, Einrichtungen und Institutionen präsentierten praxisnah, welche Ausbildungsmöglichkeiten auf die jungen Besucher warten – vom klassischen Handwerksberuf bis zu modernen Technikberufen. Neu in diesem Jahr: Der Parcours für Jugendliche und der „Abend der Ausbildung“ fanden erstmals gebündelt an einem Tag statt – vormittags für Schülerinnen und Schüler im Klassenverband, am späten Nachmittag gemeinsam mit Eltern und weiteren Interessierten.
Berufsorientierung soll Besuchende fit für die Zukunft machen
„Wir sehen uns als Zentrum der Berufsorientierung“, betonte Anja Stolte, stellvertretende Leiterin der Berufsbildenden Schulen. Der Berufsorientierungsparcours Melle-Bissendorf biete auch dieses Mal ein niedrigschwelliges, praxisnahes Angebot, das junge Menschen fit für ihre berufliche Zukunft fit mache – und ihnen zugleich vermittele, dass lebenslanges Lernen der Schlüssel zu erfolgreicher Karriere und persönlicher Entwicklung ist. Für Anja Stolte gab es keinen Zweifel: „Ein toller Tag, eine tolle Beteiligung. Und großartig, dass diese Informationsbörse auch von Politik und Verwaltung gewürdigt wird.“
Arbeitsmarkt in Osnabrück sei stabil
Auch MaßArbeit-Vorstand Lars Hellmers lobte die Veranstaltung: „Danke, dass wir hier an diesem attraktiven und innovativen Bildungsstandort sein dürfen. Mit mehr als 100 vorgestellten Berufen erleben die jungen Besucherinnen und Besucher hier eine enorme Vielfalt.“ Trotz einer konjunkturbedingten Delle, so Hellmers weiter, zeige sich der Arbeitsmarkt in der Region Osnabrück robust. Es gebe „nach wie vor reichlich Ausbildungsstellen“ und aktuell noch etliche freie Ausbildungsplätze für das neue Ausbildungsjahr.
Bürgermeisterin Dettmann stellt Wert der Berufsmesse hervor
Jutta Dettmann, Bürgermeisterin der Stadt Melle, sieht in dem Berufsorientierungsparcours ein zentrales Instrument der Berufsorientierung: „Obwohl die Berufsbildenden Schulen vom Landkreis Osnabrück getragen werden, sehe ich diese als unsere Schule an“, sagte sie. Jeder Euro, der in diese Einrichtung investiert werde, zahle sich vielfach aus. „Ich selbst habe 1998 als Schülerin eines der ersten Angebote dieser Art miterlebt – seinerzeit im Forum Melle“, berichtete Jutta Dettmann. Seitdem habe sich der Parcours kontinuierlich weiterentwickelt – nicht zuletzt eines richtungsweisenden Standortwechsels: Die Verlagerung der Informationsbörse in die Berufsbildenden Schulen sei richtig, weil hier jungen Menschen die optimale niederschwellige Möglichkeit gegeben werde, Berufe hautnah zu erleben. Schülerinnen und Schüler kämen schnell und unkompliziert mit ausbildenden Unternehmen ins Gespräch – eine Win-Win-Situation für beide Seiten. Und nicht selten entdecken die jungen Menschen dabei Berufe, die sie vorher gar nicht kannten. Jutta Dettmanns Dank galt abschließend dem engagierten Organisationsteam, bestehend aus der Wirtschaftsförderung der Stadt Melle, der Gemeinde Bissendorf, den Berufsbildenden Schulen Melle, der Servicestelle Schule-Wirtschaft sowie den Ausbildungslotsen der MaßArbeit: „Ohne sie wäre es nicht möglich, diese Veranstaltung in einer so hohen Qualität zu ermöglichen.“
Berufsorientierung setzt an Arbeit der Schulen an
„Die Teilnahme von über 50 Unternehmen zeigt, wie wichtig der Berufsorientierungsparcours für die Gewinnung von Auszubildenden ist“, hob der Bürgermeister der Gemeinde Bissendorf, Guido Halfter, hervor. In der Schule gebe es nur sehr begrenzte Möglichkeiten, verschiedene Berufsfelder kennenzulernen. Und genau hier setze der Parcours an: durch direkten Kontakt zwischen Schülern und Unternehmen. Die jungen Menschen könnten sich zwanglos informieren und Berufe ausprobieren – oft entstehe bereits dann Begeisterung für die spätere Karriere. Entscheidend sei, betonte Halfter, „dass junge Menschen einen Beruf wählen, mit dem sie sich identifizieren können.“ Zudem wird der Aspekt des lebenslangen Lernens hervorgehoben. Der Gemeindebürgermeister schloss seine Ansprache mit den Worten: „Was hier geboten wird, findet meine große Anerkennung.“
Mehr Nachrichten aus der Region?