Nordrhein-Westfalens Kinderschutzbeauftragte Petra Ladenburger fordert von der schwarz-grünen Landesregierung, sich in Berlin gegen die geplante Kürzung des Unterhaltsvorschusses zu stellen. Die vorgesehene Einsparung treffe nach ihrer Einschätzung besonders Kinder und Jugendliche aus Familien, in denen ein Elternteil keinen oder nur ein geringes Einkommen hat.
Appell an die Landesregierung
Nordrhein-Westfalens Kinderschutzbeauftragte Petra Ladenburger hat die schwarz-grüne Landesregierung aufgefordert, in Berlin die Stimme gegen die geplante Kürzung des Unterhaltsvorschusses zu erheben. „Wenn die Politik Geld sparen oder Druck auf säumige Elternteile ausüben will, dürfen nicht Jugendliche die Leidtragenden sein“, sagte Ladenburger der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Quelle: „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“).
Hier müsse die Landesregierung nach ihren Worten beim Bund darauf hinwirken, „dass die angedachten Kürzungen zurückgenommen werden“ (Quelle: „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“).
Besondere Belastung für betroffene Familien
Nach Einschätzung Ladenburgers würden Leistungskürzungen beim Unterhaltsvorschuss genau jene besonders hart treffen, deren Eltern nicht arbeiten oder nur wenig verdienen. „Sie wachsen ohnehin in ständiger Scham auf, etwas nicht haben oder nicht mitmachen zu können“, so Ladenburger (Quelle: „Westdeutsche Allgemeine Zeitung“).
Allein in NRW wurden zuletzt mehr als 50.000 Anträge auf Unterhaltsvorschuss bewilligt.
Erste unabhängige Kinderschutzbeauftragte
Die Kölner Rechtsanwältin Petra Ladenburger war im Februar von Schwarz-Grün zur ersten unabhängigen Landesbeauftragten für Kinderschutz und Kinderrechte ernannt worden.
