Die Monopolkommission sieht den sogenannten Tankrabatt nach anfänglicher Verzögerung inzwischen weitgehend bei den Verbrauchern ankommen. Erste ausgewertete Daten sprechen laut dem Beratungsgremium dafür, dass die Steuersenkung im Laufe der ersten Woche nach Einführung zunehmend in den Kraftstoffpreisen berücksichtigt wurde.
Tankrabatt zunächst nur teilweise weitergegeben
Die Monopolkommission hat erste Daten zur Einführung des Tankrabatts ausgewertet. Nach Angaben des Beratungsgremiums deuteten die Ergebnisse darauf hin, „dass die Steuersenkung nach anfänglicher Verzögerung inzwischen weitgehend an die Verbraucher weitergegeben werde“, teilte das Gremium am Dienstag mit.
In den ersten Tagen nach dem 1. Mai wurde die Steuersenkung von 16,7 Cent den Angaben zufolge zunächst nur unvollständig an die Kunden weitergegeben. Im Laufe der ersten Woche näherten sich die Preise jedoch der vollständigen Weitergabe an. Ein ähnliches Bild zeige ein Vergleich mit Großbritannien, so die Monopolkommission.
Einfluss von öffentlichem und politischem Druck
Nach Einschätzung der Monopolkommission dürfte der erhebliche mediale und politische Druck dazu beigetragen haben, dass die Steuersenkung zunehmend an die Verbraucher weitergegeben wurde. Die vorliegenden Ergebnisse seien allerdings nur vorläufig, betonte das Beratungsgremium. Eine belastbare Bewertung werde erst auf Grundlage eines längeren Beobachtungszeitraums möglich sein.
Hinweise auf strukturelle Wettbewerbsprobleme
Die Monopolkommission wies zudem darauf hin, dass die Kraftstoffpreise in Deutschland nach Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar stärker gestiegen sind als in Frankreich und Großbritannien. Dies sei konsistent mit den strukturellen Wettbewerbsproblemen auf der deutschen Großhandelsebene, hieß es. Die weitgehende Weitergabe des Tankrabatts an die Verbraucher stehe dazu nach Einschätzung der Monopolkommission nicht im Widerspruch, da der Tankstellenmarkt trotz hoher Konzentration noch der wettbewerblichste Teil der Wertschöpfungskette sei.
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