Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat dem neuen britischen Premierminister Andy Burnham zu seinem Amtsantritt gratuliert und einen baldigen Besuch in Berlin angeregt. Die Bundesregierung setzt auf eine Fortsetzung der engen Partnerschaft mit dem Vereinigten Königreich und verweist auf den Kensington-Vertrag als Grundlage der Beziehungen. Über mögliche Schritte Großbritanniens in Richtung EU will Berlin nach eigenen Angaben nicht spekulieren, signalisiert aber Unterstützung für jede engere Zusammenarbeit.
Gratulation und Einladung nach Berlin
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gratulierte dem neuen britischen Premierminister Andy Burnham zu dessen Amtsantritt. „Das Vereinigte Königreich und Deutschland sind einander enge Verbündete und Partner“, schrieb der Kanzler am Montag. „Gerade in diesen Zeiten beweist sich unsere tiefe Verbundenheit. Sehr gern möchte ich mich mit Ihnen zu den vor uns liegenden Herausforderungen austauschen.“ Merz lud Burnham zu diesem Anlass zu einem baldigen Antrittsbesuch nach Berlin ein.
Erwartungen der Bundesregierung an Burnham
Regierungssprecher Stefan Kornelius formulierte zuvor die Erwartungen an den neuen Premier. „Die Erwartung ist, dass Deutschland und Großbritannien das sehr gute Verhältnis miteinander pflegen, die enge Verbindung, die Partnerschaft, die Freundschaft weiter ausbauen, dass sie auf dem aufbauen, was bisher geleistet wurde“, sagte Kornelius der dts Nachrichtenagentur. Die Zusammenarbeit mit Burnhams Vorgänger Keir Starmer sei „exzellent“ gewesen. Daran wolle man nahtlos anschließen.
Kornelius verwies auf die vertragliche Grundlage der Beziehungen: „Wir haben 2025 den Kensington-Vertrag geschlossen. Das ist quasi das Fundament der Beziehungen, auch gerade nach dem Brexit“, fügte Kornelius hinzu. „Und auf diesem Vertrag aufbauend freut sich der Bundeskanzler auf die Zusammenarbeit und freut sich auf die erste Begegnung mit Herrn Burnham.“
Haltung zu einer möglichen EU-Annäherung Londons
Über eine mögliche weitere Annäherung der Briten an die EU unter der Führung Burnhams wollte Kornelius nicht spekulieren. „Das sind innerbritische Entscheidungen, die werden wir natürlich eng begleiten und beobachten“, sagte er der dts Nachrichtenagentur. „Aber alles, was die Zusammenarbeit zwischen Großbritannien und der Europäischen Union und Deutschland fördert, wird Unterstützung finden.“
