Mercedes-Aufsichtsratschef Martin Brudermüller hat den Kurs von Konzernchef Ola Källenius zur Zukunft des Verbrennungsmotors verteidigt. In einem Interview mit dem „Handelsblatt“ betonte er, Mercedes halte weiterhin an dem Ziel fest, vollelektrisch zu werden, passe aber den Zeitplan an die Nachfrage an.
Strategie bleibt, Umsetzung dauert länger
Aufsichtsratschef Martin Brudermüller sagte dem „Handelsblatt“, Mercedes habe nicht seine grundsätzliche Strategie geändert, vollelektrisch werden zu wollen. Die Umsetzung dauere nur länger. Konzernchef Ola Källenius hatte vor einigen Jahren angekündigt, bis Ende der Dekade hauptsächlich Elektroautos anbieten zu wollen. Nun sollen aber bis weit in die 2030er-Jahre hinein auch Verbrennermodelle vom Band laufen.
Reaktion auf Kundennachfrage
Wenn Kunden länger als von vielen erwartet einen Verbrenner kaufen wollten, sei es eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit, darauf zu reagieren, so Brudermüller. Källenius sei zudem von seiner Luxusstrategie abgewichen und wolle nun Premiumautos in allen Preisklassen bauen. Richtig sei und sei gewesen, dass Mercedes insbesondere am oberen Ende des Marktes erfolgreich sein wolle, sagte Brudermüller. Er wisse nicht, ob es wirklich wichtig sei, das an einem Wort festzumachen. Wörtlich sagte er: „Ola Källenius ändert nicht ständig seine Strategien.“ (Quelle: „Handelsblatt“)
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