Eine große Mehrheit der Menschen in Deutschland fordert von der Politik mehr Schutzmaßnahmen für junge Verbraucher, insbesondere in den Bereichen Online-Dienste, Finanzen und Ernährung. Das geht aus dem Verbraucherreport 2026 des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (VZBV) hervor, über den die "Rheinische Post" berichtet. Demnach sehen viele Befragte die Politik in der Verantwortung, Kinder und Jugendliche stärker zu schützen, auch wenn das strengere Regeln für Unternehmen und Plattformen bedeutet.
Breite Unzufriedenheit mit Schutz junger Verbraucher
Der Verbraucherreport 2026 des Verbraucherzentrale Bundesverbandes zeigt, dass 79 Prozent der Befragten der Ansicht sind, die Politik sollte Kinder und Jugendliche stärker schützen, selbst wenn dies strengere Regeln für Unternehmen und Plattformen zur Folge hat. Die „Rheinische Post“ berichtet, dass sich der Wunsch nach mehr Schutz vor allem auf die Bereiche Online-Dienste, Finanzen und Ernährung bezieht.
Die Ergebnisse der Telefonbefragung, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im vergangenen April unter gut 1.500 Personen ab 14 Jahren durchgeführt hat, fallen deutlich aus. 87 Prozent der Menschen bewerten demnach den Schutz von Kindern und Jugendlichen durch die Politik bei der Nutzung sozialer Dienste wie Social Media oder Online-Games als sehr oder eher schlecht. Nicht besser fällt das Urteil beim Schutz vor Überschuldung im Finanzbereich aus: Rund 82 Prozent, also acht von zehn Befragten, bemängeln den bisherigen Schutz junger Verbraucher durch die Politik ebenfalls als schlecht.
Auch beim Thema Ernährung sehen viele Bürger erheblichen Nachholbedarf. Knapp drei Viertel (74 Prozent) wünschen sich laut Verbraucherreport 2026 mehr Schutzmaßnahmen von der Politik für Kinder und Jugendliche.
VZBV fordert stärkeres politisches Engagement
Ramona Pop, VZBV-Vorständin, mahnte in der „Rheinischen Post“ Konsequenzen an. „Ungesunde Lebensmittel, süchtig machende Online-Medien, drohende Schuldenfallen: Der Verbraucheralltag junger Menschen ist sehr komplex“, sagte Pop der Zeitung. Zugleich betonte sie, Kinder und Jugendliche hätten ein Recht darauf, gesund und sicher aufzuwachsen.
„Dieser Verantwortung wird die Politik aus unserer Sicht oft nicht gerecht. Das sieht auch die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher so“, sagte Pop der „Rheinischen Post“. Sie forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. Kinder und Jugendliche dürften nicht außen vor bleiben, sie hätten ein Recht auf Teilhabe – analog und digital.
Forderung nach sicheren digitalen Angeboten und besserem Schutz
Die Politik müsse dafür sorgen, dass digitale Angebote auch für junge Menschen sicher seien, sagte Pop der „Rheinischen Post“. „Hier brauchen wir zeitnah Lösungen, die Kinder und Jugendliche deutlich besser schützen.“ Auch im Finanzbereich sei Handlungsbedarf gegeben. Beim Thema Finanzen müsse man die Risiken Überschuldung und Betrug, gerade für die ganz Jungen, minimieren.
Zudem, so Pop weiter in der „Rheinischen Post“, müsse die Politik Rahmenbedingungen schaffen, die eine gesunde Ernährung ermöglichen.
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