Die Bundeszentrale für politische Bildung (BPB) will ihre Arbeit künftig stärker an ihrem Kernauftrag ausrichten. Dazu gehören Themen wie innere Sicherheit und demokratische Resilienz. Gleichzeitig werden Projekte wie ein RAF-Museum und Israel-Studienreisen eingestellt.
Fokus auf Kernaufgaben und gesellschaftliche Stabilität
Eine Sprecherin der BPB erklärte dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland„: „Künftig wird die Bundeszentrale für politische Bildung ihre inhaltliche Arbeit stärker entlang ihres Kernauftrags ausrichten“. Konkrete Schwerpunkte seien staatliche Handlungsfähigkeit, innere und äußere Sicherheit, demokratische Resilienz, Krisenfestigkeit, wirtschaftlich-soziale Grundlagen sowie gesellschaftlicher Zusammenhalt.
Die Markenkerne der BPB-Arbeit – wissenschaftlich fundierte Wissensformate, Fach- und Dialogveranstaltungen, Social-Media-Präsenz und die Unterstützung von Trägern der Demokratieförderung – sollen erhalten bleiben. Adressiert werden soll damit die gesamte Breite der Gesellschaft.
Laut "Redaktionsnetzwerk Deutschland" will sich die BPB künftig stärker mit Linksextremismus und Islamismus befassen. Eingestellt wird dagegen das Vorhaben, ein Museum rund um die von der RAF entführte "Landshut" zu schaffen. Die Maschine, die in einer Halle beim Flughafen Friedrichshafen steht, sollte von der BPB für eine Ausstellung aufbereitet werden.
Auch Studienreisen nach Israel sollen nicht mehr stattfinden.
Sönke Rix, ehemaliger SPD-Bundestagsabgeordneter, hatte sich nach eigenen Angaben aus „persönlichen Gründen“ und im Einvernehmen mit dem Bundesinnenministerium nach nur fünf Monaten als BPB-Präsident zurückgezogen. Sein Vorgänger Thomas Krüger war im September 2025 in den Ruhestand gegangen; der Posten blieb danach sechs Monate unbesetzt.
Seit März ist Volker Ullrich Vizepräsident der rund 400-köpfigen Behörde. Ullrich, ebenfalls ehemaliger Bundestagsabgeordneter, gehörte wie Rix dem Parlament an – allerdings für die CSU.