Eine deutliche Mehrheit der Deutschen befürwortet höhere Tabakpreise und unterstützt damit die geplante Erhöhung der Tabaksteuer. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ und von RTL finden 70 Prozent der Befragten die Pläne richtig, während 27 Prozent sie ablehnen. Die Bundesregierung verbindet mit der Steueranhebung sowohl finanzpolitische als auch gesundheitspolitische Ziele.
Breite Zustimmung für höhere Tabaksteuer
Laut Bericht des „Stern“ unter Berufung auf eine Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins und von RTL sprechen sich 70 Prozent der Deutschen für die geplante Erhöhung der Tabaksteuer aus, 27 Prozent sind dagegen. In mehreren Schritten soll der Preis für Zigaretten den Plänen zufolge steigen.
Eine Schachtel mit 20 Stück würde dann ab dem Jahr 2027 über 9 Euro statt bislang 8 Euro kosten. Bis 2030 könnte der Preis für eine Schachtel auf fast 12 Euro steigen. Das wären rund 40 Cent mehr als bislang geplant. Rund 800 Millionen Euro zusätzlich könnte die geplante Erhöhung der Tabaksteuer pro Jahr der Staatskasse einbringen.
Gesundheits- und Haushaltspolitik im Fokus
Auch der Steueranteil von Ersatzprodukten für E-Zigaretten soll steigen; ebenso Tabak zum Drehen von Zigaretten sowie Pfeifentabak, Zigarren und Zigarillos. Laut Regierung solle die Erhöhung der Tabaksteuer nicht nur zur Konsolidierung des Haushaltes dienen, sondern auch dem Schutz der öffentlichen Gesundheit; außerdem solle so die Quote von Rauchern bei Erwachsenen und Jugendlichen sinken.
Die Zahl der jungen Menschen in Deutschland, die rauchen und vapen, steigt. Dabei gehört Rauchen zur häufigsten vermeidbaren Todesursache. Gesundheitspolitiker fordern daher seit Längerem deutlich höhere Preise – als Abschreckung und als Mittel, um von der Sucht loszukommen.
Unterschiedliche Haltungen nach Parteipräferenz
Anhänger von CDU/CSU und SPD sind mehrheitlich dafür, dass Rauchen teurer wird, ebenso die Anhänger von Grünen und Linken. Gegen eine Erhöhung der Preise für Zigaretten sind vor allem regelmäßige Raucher sowie Anhänger der AfD.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte 1.005 Deutsche für die Erhebung am 9. und 10. Juli 2026. Als Quelle für die Angaben zu Zustimmung und Ablehnung der Steuerpläne, den geplanten Preissprüngen sowie den politischen und gesundheitspolitischen Einordnungen dient der „Stern“ unter Berufung auf die Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins und von RTL.
