Der Lufthansa-Konzern bündelt seine internen IT-Dienstleistungen in einer neuen Gesellschaft: Zum 1. Juli hat die „Lufthansa Group IO“ (LHG.IO) ihren Betrieb aufgenommen. Ziel ist es, IT-Know-how im Konzern zu konzentrieren, Synergien zu nutzen und die interne Organisation effizienter zu gestalten.
Neue IT-Gesellschaft LHG.IO startet Betrieb
Der Lufthansa-Konzern hat seine IT-Strukturen neu geordnet und zum 1. Juli die „Lufthansa Group IO“ (LHG.IO) als Gesellschaft nach europäischem Recht (SE) an den Start gebracht. Das berichtet das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) unter Berufung auf ein internes Schreiben an die Belegschaft. In dem neuen Unternehmen werden demnach zum Auftakt die internen Leistungen von Lufthansa Industry Solutions und Lufthansa Systems gebündelt.
Wie aus dem internen Schreiben hervorgeht, ist es das Ziel, „das vorhandene IT-Wissen im Konzern besser sichtbar und nutzbar zu machen“. Die beiden IT-Gesellschaften sollen ihre bisherigen internen Aufgaben künftig in der neuen LHG.IO bündeln, während ihre rechtliche Eigenständigkeit erhalten bleibt.
Projekt One IT als Teil der Konzernstrategie
Europas größter Luftfahrtkonzern restrukturiert seit mehreren Monaten seine interne Organisation. Aus einer Gruppe einzelner Airlines soll eine Airline-Gruppe werden – die sogenannte One Group. Damit sollen bisher ungenutzte Synergien gehoben werden, um das mittelfristige Ziel einer bereinigten Ergebnismarge von acht bis zehn Prozent zu erreichen.
Ein zentraler Bestandteil dieser Neuordnung ist das Projekt One IT. Dabei geht es um die Konsolidierung der bislang weit verteilten IT-Landschaft, in der es laut dem internen Schreiben teilweise unklare und überlappende Zuständigkeiten gibt. Durch die Zusammenführung der internen IT-Leistungen in der LHG.IO will der Konzern seine Strukturen vereinheitlichen und transparenter machen.
Externe Kunden von Veränderungen nicht betroffen
Lufthansa Industry Solutions und Lufthansa Systems sollen trotz der Neuaufstellung als eigenständige Unternehmen bestehen bleiben. Beide Firmen haben auch externe Kunden in der Luftfahrt, für die sie eigene Produkte und Dienstleistungen vorhalten.
Dieses externe Geschäft bleibe von den Veränderungen unberührt, zitiert das „Handelsblatt“ aus dem internen Schreiben.