Bundestagsvizepräsidentin Andrea Lindholz (CSU) lehnt rein KI-basierte Reden von Abgeordneten ab. Alle Bürger hätten aus ihrer Sicht einen Anspruch darauf, dass Parlamentarier eigene Gedanken und Sprache einbringen.
Kritik an fehlender Emotionalität
Rein KI-generierte Texte fehlten nach Lindholz’ Einschätzung das Persönliche, das Emotionale und die politische Zuspitzung. Sprache lebe davon, dass Haltung, Erfahrung und Emotionalität spürbar seien.
Als Juristin betonte sie, viele Entscheidungen und Leitgedanken in der Rechtsprechung entstünden nicht nur durch Ableitung aus früheren Fällen, sondern durch Weiterentwicklung, die sich am gesellschaftlichen Miteinander, Moralvorstellungen und menschlichen Erfahrungen orientiere.
KI-Nutzung im Bundestag geplant
Gleichzeitig räumte Lindholz ein, dass Abgeordnete KI für ihre Arbeit nutzen könnten. Entscheidend sei jedoch, dass am Ende eigene Gedanken und Sprache erkennbar blieben.
Der Bundestag plant noch in diesem Jahr die Einführung eines eigenen KI-Chatbots für Abgeordnete und die Verwaltung.