Linken-Chefin Ines Schwerdtner hat Bundeskanzler Friedrich Merz nach dessen Regierungserklärung scharf attackiert und ihm Realitätsferne vorgeworfen. Während Merz aus ihrer Sicht eine positive wirtschaftliche Entwicklung und den Nato-Gipfel beschönige, verweist Schwerdtner auf bedrohte Arbeitsplätze und internationale Konflikte. Ihre Kritik äußerte sie am Donnerstag in einem Interview mit den Sendern RTL und ntv.
Linken-Chefin Ines Schwerdtner kritisiert Bundeskanzler Friedrich Merz nach dessen Regierungserklärung als abgehoben von den tatsächlichen Problemen im Land. „Ich weiß ehrlich gesagt nicht, in welcher Welt Friedrich Merz sich befindet“, sagte Schwerdtner am Donnerstag den Sendern RTL und ntv. Während Merz von einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung spreche, protestierten nach ihren Worten tausende Menschen bei VW, weil 100.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel stünden. Sie wundere sich, warum Merz dazu gar nichts sage.
Kritik an Bewertung des Nato-Gipfels
Auch die Einschätzung des Nato-Gipfels durch den Kanzler stößt bei Schwerdtner auf deutliche Ablehnung. „Auch den Nato-Gipfel redet er sich schön“, sagte sie den Sendern RTL und ntv. Donald Trump sei als Tyrann aufgetreten, habe den Handel mit Spanien aufgekündigt und wieder Krieg mit dem Iran vom Zaun gebrochen. Das seien nach Schwerdtners Darstellung alles keine guten Nachrichten. Diese Schönfärberei verstehe sie überhaupt nicht.
