Linken-Co-Chef Luigi Pantisano hat im ARD-„Interview der Woche“ seine Entschuldigung für einen Faschismus-Vorwurf an die CDU bekräftigt, zugleich aber Bedauern darüber geäußert, dass die Union diese nicht akzeptiert. Er sprach von einem Fehler, hält jedoch an seiner grundsätzlichen Kritik an einem aus seiner Sicht erkennbaren Rechtsruck in der CDU fest.
Der neue Linken-Co-Chef Luigi Pantisano bedauert, dass die CDU seine Entschuldigung für den Faschismus-Vorwurf nicht akzeptiert. Das sagte er der ARD für das „Interview der Woche“. Er habe einen Fehler gemacht, betonte Pantisano. Allerdings wiederholte er auch seine Kernkritik, dass ihm ein Rechtsruck in der Union Sorge bereite.
Pantisano räumt Fehler ein
Im Gespräch mit der ARD stellte Pantisano klar, dass er seine ursprüngliche Formulierung inzwischen als falsch bewertet: „Der Satz war falsch, die Gleichsetzung von CDU und AfD ist falsch. Dafür habe ich mich entschuldigt.“ Zugleich betonte er, an seiner inhaltlichen Kritik festzuhalten: „Mit dieser Kernfrage muss sich die Union beschäftigen und deswegen trete ich auch von dieser Kritik, die ich habe, nicht zurück.“
Pantisano warf der CDU vor, von seiner inhaltlichen Kritik ablenken zu wollen. „Aber die Kernkritik, da kann die CDU nicht davon versuchen abzulenken, das werden wir ihr nicht durchgehen lassen“, sagt Pantisano laut ARD.
Vertrauen in der Partei und Wahlziel
Für die kommenden zwei Jahre kündigte Pantisano in dem ARD-Interview an, sich verstärkt um Rückhalt in der eigenen Partei bemühen zu wollen. Die nächsten zwei Jahre wolle er nutzen, um sich das Vertrauen seiner Partei auch wirklich zu verdienen – und bei der nächsten Wahl ein besseres Ergebnis zu holen als 53 Prozent.
