Der stellvertretende Unionsfraktionschef Günter Krings zeigt sich zuversichtlich, dass Union und SPD beim Thema Arbeitszeitreform auf Grundlage des Koalitionsvertrags zu einer Einigung kommen. Er verweist darauf, dass beide Seiten an die vereinbarten Regelungen gebunden seien und betont die Orientierung am europäischen Schutzniveau bei der Arbeitszeit. Zugleich kritisiert er das derzeitige Arbeitszeitmodell als nicht mehr zeitgemäß und verweist auf Erfahrungen anderer europäischer Länder.
Zuversicht trotz Differenzen mit der SPD
Der stellvertretende Unionsfraktionschef Günter Krings ist zuversichtlich, dass Union und SPD beim Thema Arbeitszeitreform auf Grundlage des Koalitionsvertrags eine Lösung finden. „Ich glaube nicht, dass die SPD diesen Koalitionsvertrag an dieser entscheidenden Stelle einfach ignorieren wird“, sagte er dem Fernsehsender „Welt“. „Ich glaube, Verträge, die man abschließt, sollte man halten. Das gilt für die Union, das gilt auch für die SPD.“
Verweis auf europäisches Schutzniveau
Krings verwies darauf, dass im Koalitionsvertrag klar geregelt sei, dass man auf das europäische Schutzniveau setze, das insbesondere eine Höchstarbeitszeit pro Woche schütze. „Wenn andere Länder das mit ganz verschiedenen Regierungen in Europa auch so hinbekommen, sollten wir nicht noch einen draufsetzen und zusätzlich noch eine allzu strenge Tagesarbeitszeitregelung haben“, so Krings gegenüber „Welt“.
Aktuelles Modell aus Sicht der Union nicht mehr zeitgemäß
Der stellvertretende Unions-Fraktionschef sagte dem Fernsehsender „Welt“, dass das aktuelle Arbeitszeitmodell nicht mehr zeitgemäß sei und viele andere europäische Länder das bereits erkannt hätten. „Das, was wir vorschlagen, ist auch mit dem europäischen Recht konform. Es ist auch die Realität und Praxis in vielen anderen europäischen Ländern. Die haben nämlich erkannt, dass es heute Tätigkeiten gibt, etwa im Bereich des digitalen Arbeitens, auch des Arbeitens von zu Hause, wo dieses alte, sehr strenge Korsett nicht mehr passt.“
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