Großbritanniens König Charles will bei seiner Rede vor dem US-Kongress am Dienstag den Zusammenhalt mit den USA beschwören. Laut einem vorab bekannt gewordenen Redemanuskript will er betonen, dass beide Staaten trotz aktueller Meinungsverschiedenheiten immer wieder Wege der Annäherung gefunden haben. Zudem soll er die Bedeutung gemeinsamer demokratischer Werte hervorheben und zur „Versöhnung und Erneuerung“ der Partnerschaft aufrufen.
Appell an transatlantischen Zusammenhalt
In dem Redemanuskript heißt es, dass König Charles sagen wird, dass trotz der aktuellen Meinungsverschiedenheiten zwischen den USA und Großbritannien „unsere beiden Länder immer wieder Wege gefunden haben, zusammenzukommen“. In Zeiten großer internationaler Herausforderungen sei es demnach wichtiger denn je, gemeinsam für die Verteidigung demokratischer Werte einzustehen.
In seiner Rede vor dem US-Kongress wird der König laut Manuskript wörtlich zur „Versöhnung und Erneuerung“ der Partnerschaft zwischen den USA und Großbritannien aufrufen und gemeinsame Werte wie Toleranz, Freiheit und Gleichheit betonen.
Bezug auf den Russland-Ukraine-Krieg
Erwartet wird dem Redemanuskript zufolge außerdem, dass Charles in seiner Rede auch Bezug auf den Russland-Ukraine-Krieg nimmt und zur Verteidigung der gemeinsamen Werte die Unterstützung der Nato für das angegriffene Land fordert. Laut Redemanuskript wird er den US-Abgeordneten erklären, dass das transatlantische Bündnis auf „Großzügigkeit und der Pflicht beruht, Mitgefühl zu fördern, Frieden zu stärken, das gegenseitige Verständnis zu vertiefen und Menschen aller Glaubensrichtungen und Konfessionslosen zu achten“.
Programm des Staatsbesuchs
Charles war am Montag mit seiner Frau Camilla auf einem Luftwaffenstützpunkt im US-Bundesstaat Maryland gelandet und später von US-Präsident Donald Trump und dessen Frau Melania im Weißen Haus begrüßt worden. Unter anderem wurde dem passionierten Imker Charles dabei auch der Bienenstock des Weißen Hauses präsentiert.
Der Staatsbesuch des britischen Königspaares ist für vier Tage angelegt und der erste seit dem Besuch von Königin Elizabeth II. im Jahr 2007.
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