Höhepunkt am Freitag, dann Gewitter und Abkühlung
In Deutschland steht die dritte Hitzewelle des Jahres 2026 bevor. Wie die Berliner Zeitung unter Berufung auf den Deutschen Wetterdienst (DWD) berichtet, erreicht sie am Freitag ihren Höhepunkt mit Temperaturen von bis zu 37 Grad. Schon am Donnerstag klettert das Thermometer auf 30 bis 37 Grad, begleitet von einem meist wolkenlosen Himmel. Besonders betroffen sind der Westen und Südwesten, etwa das Rhein-Main-Gebiet oder die Kurpfalz. Im Nordosten und an den Küsten bleibt es dagegen etwas kühler, wie DWD-Meteorologe Markus Übel dem ZDF erklärte.
Tropennächte im Osten Hochsommer
In der Nacht zum Samstag sinken die Temperaturen in vielen Ballungsräumen nicht unter 20 Grad – eine sogenannte Tropennacht. Im Bergland und in Muldenlagen sind dagegen Tiefstwerte um 12 Grad möglich. Am Samstag bleibt es im Osten und Süden mit 30 bis 37 Grad hochsommerlich, während im Westen Quellwolken für Schauer und Gewitter sorgen. Am Sonntag greift die unbeständige Wetterlage auf weite Teile Deutschlands über, und am Montag zieht schauerartiger Regen von Westen heran. Die Höchstwerte liegen dann nur noch bei 22 bis 29 Grad.
Flüsse trocknen aus Waldbrandgefahr steigt
Die Trockenheit bleibt ein Problem. Flüsse wie Elbe, Oder oder Rhein führen deutlich weniger Wasser als üblich, und mehrere Pegel der Elbe haben historische Tiefstände erreicht. In Frankfurt (Oder) sank der Wasserstand auf 88 Zentimeter. Auch die Waldbrandgefahr ist erhöht: Bis zum 2. August gab es im Deutschlandmittel bereits 22 Tage mit Waldbrandgefahrenindex Stufe 4 oder 5 – im Mittel der Jahre 1991 bis 2020 waren es zum selben Zeitpunkt nur etwa zehn. Im hessischen Main-Kinzig-Kreis warnte die Leitstelle am 12. August vor mehreren Waldbränden, Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen.
Hitze weicht – doch Trockenheit bleibt Problem
Der DWD-Trend für die kommenden Wochen zeigt zwar weiterhin hochsommerliche Temperaturen von 21 bis 27 Grad, doch extreme Hitze wie am Freitag ist nicht mehr in Sicht. Die Vorhersagen zur Bodenfeuchte deuten bis Anfang September auf trockenere Bedingungen als im langjährigen Mittel hin. Die Folgen der Trockenheit sind bereits spürbar: In Bad Liebenwerda im Landkreis Elbe-Elster rückten rund 80 Feuerwehrkräfte zu einem Waldbrand aus.