Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) warnt vor erheblichen Einschnitten in der ambulanten medizinischen Versorgung durch die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung. Ein internes Papier prognostiziert, dass Millionen Behandlungsfälle künftig nicht mehr stattfinden könnten, wie die „Bild“ (Samstagausgabe) berichtet.
KBV sieht bis zu 46 Millionen Behandlungsfälle gefährdet
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) warnt davor, dass die geplante Gesundheitsreform der Bundesregierung zu einem massiven Rückgang der Versorgung führen könnte. Wie die „Bild“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf ein Papier der KBV zum „einnahmeorientierten Leistungsangebot“ berichtet, könnten rund 46 Millionen Behandlungsfälle pro Jahr wegfallen.
Die KBV warnte, dass die geplanten Maßnahmen die Versorgung spürbar einschränken könnten. „Die Anzahl der nicht bezahlten Behandlungsfälle summiert sich im kommenden Jahr auf rund 46 Millionen“, heißt es in dem Papier, aus dem die „Bild“ zitiert. Das entspreche einem Minus von acht Prozent.
Szenario mit Mindestsprechstunden verschärft Rückgang
Besonders drastisch fällt ein mögliches Szenario aus, das die Ärzte ebenfalls berechnen. Würden Praxen ihre Tätigkeit auf das gesetzlich vorgeschriebene Minimum von 25 Sprechstunden pro Woche begrenzen, fielen demnach rund 169 Millionen Behandlungsfälle weg. Die KBV führt die Entwicklung auf die geplante Begrenzung der Vergütung in der ambulanten Versorgung zurück.
KBV-Chef Gassen kritisiert Gesetzentwurf scharf
KBV-Vorstandsvorsitzender Andreas Gassen sagte der „Bild“, die Reform werde direkte Auswirkungen auf das Angebot in den Praxen haben. „Kommt dieses Gesetz in der bisher vorliegenden Form, werden die Kassenärztlichen Vereinigungen das ambulante Leistungsangebot gemäß den gesetzlichen Vorgaben anpassen, im Klartext: reduzieren müssen“, erklärte Gassen der Zeitung. Es sei ein „heckenschnittartiges Spargesetz“, das die Versorgung der Patienten treffe.
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