Michael Hüther, Chef des Instituts der deutschen Wirtschaft, sieht in einem Wahlerfolg der AfD eine Belastungsprobe für die Demokratie. Eine Umfrage unter ostdeutschen Unternehmern zeigt, dass sechs von zehn die Demokratie als gefährdet ansehen.
Demokratie und Wirtschaft in Gefahr
"eine Belastungsprobe für die liberale Demokratie" und würde deren "Widerstandsfähigkeit testen", sagte Hüther der "Rheinischen Post".
"Nicht unterschätzen dürfen wir die Signalwirkung", so Hüther. Deutschland sei auf qualifizierte Zuwanderung angewiesen, um im internationalen Wettbewerb um Fachkräfte bestehen zu können. Wer diese Konkurrenz nicht gefährden wolle, dürfe keine Partei stärken, die offen die Ausweisung von Zuwanderern fordere.
Sachsen-Anhalt vor demografischer Herausforderung
Für Sachsen-Anhalt selbst erwartet Hüther schwere Folgen. Eine Zuwanderungspolitik nach AfD-Vorstellungen wäre für das Land ruinös.
Ohne Zuwanderung sinke die Erwerbsbevölkerung bis 2045 um etwa ein Viertel. Dann käme auf jeden Erwerbsfähigen mehr als ein Mensch, der nicht arbeite. "Wer ein Land wirtschaftlich vor die Wand fahren will, muss es genau so machen", so Hüther.