Behörden aus fünf Ländern decken bei dreitägiger Aktion Schmuggelverstecke auf.
An der Autobahn A3 in der Grenzregion um Passau haben Behörden aus fünf Ländern eine dreitägige Großkontrolle durchgeführt. Wie bsaktuell.de berichtet, lag der Fokus der Maßnahme vom 7. bis 9. September 2026 auf der Bekämpfung des grenzüberschreitenden Drogen- und Waffenschmuggels sowie der irregulären Migration. An der Aktion beteiligten sich unter anderem die Grenzpolizeiinspektion Passau, der Schweizer Zoll, die Landespolizeidirektion Oberösterreich und die rumänische Grenzpolizei. Auch deutsche Behörden wie das Hauptzollamt Landshut und die Operative Fahndungseinheit des Polizeipräsidiums Rheinpfalz waren eingebunden.
36 Strafanzeigen bei Schmuggelkontrollen
Im Rahmen der Kontrollen wurden 36 Strafanzeigen sowie ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Zudem konnten 11 Fahndungstreffer erzielt und vier Haftbefehle vollzogen werden. Besonders im Visier standen professionell angelegte Schmuggelverstecke in Fahrzeugen. Dabei wurden unter anderem drei Fälle von Hehlerei mit gestohlenen Autos aufgedeckt, bei denen Unstimmigkeiten an den Fahrgestellnummern festgestellt wurden. Zudem wurde ein Verdachtsfall der Geldwäsche registriert, bei dem eine Bargeldsumme im hohen fünfstelligen Bereich sichergestellt wurde.
Flucht mit Drogen endet im Krankenhaus
Ein ähnlicher Fall ereignete sich zeitgleich in Österreich, wie krone.at berichtet. Am Grenzübergang Spielfeld entzog sich ein 30-Jähriger einer Kontrolle und flüchtete auf der A9 in Richtung Graz. Bei der Verfolgungsjagd verlor der Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und prallte gegen eine Betonleitwand. Im Auto wurde eine größere Menge Suchtgift entdeckt. Sowohl der Lenker als auch sein Beifahrer erlitten schwere Verletzungen und wurden in Krankenhäuser gebracht. Ob die Drogen mit der Flucht in Verbindung stehen, wird noch ermittelt.
Grenzregion als Schmuggel-Hotspot identifiziert
Die Grenzregion Niederbayern gilt aufgrund ihrer geografischen Lage als wichtiger Knotenpunkt für den internationalen Waren- und Personenverkehr. Die enge Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerbehörden sei daher ein zentraler Baustein der polizeilichen Arbeit, betont das Polizeipräsidium Niederbayern. Auch künftig sollen gezielte Kontrollmaßnahmen zur Bekämpfung des grenzüberschreitenden Schmuggels durchgeführt werden.