Unternehmer Martin Herrenknecht fordert angesichts von Wirtschaftskrise und Fachkräftemangel die Rückkehr zur 40-Stunden-Woche als Normalfall für Arbeitnehmer in Deutschland. Er verweist auf hohe Arbeits- und Energiekosten sowie die Schweiz als Vorbild.
Begründung und Forderungen
Herrenknecht sagte der "Bild": "Deutschland hat mit die höchsten Arbeits- und Energiekosten der Welt. Wer glaubt, wir könnten uns bei weniger Arbeit denselben Wohlstand leisten, macht sich etwas vor." Deshalb brauche das Land die 40-Stunden-Woche als Standard und darüber hinaus steuerliche Anreize für alle, die freiwillig mehr arbeiten wollten.
Zur Sicherung von Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit betonte er, "Unser Lebensstandard" entstehe nicht durch "Arbeitszeitverkürzung", sondern durch "Leistung, Produktivität und Menschen, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen", sagte der Unternehmer der "Bild".
Als Vorbild nannte Herrenknecht die Schweiz. "Die Schweiz macht vor, wie es geht: Dort arbeiten die Menschen im Durchschnitt 42 Stunden pro Woche und rund 250 Stunden pro Jahr mehr als wir".