US-Schauspielerin aus «Heroes» und «Nashville» stirbt unerwartet
Die US-amerikanische Schauspielerin Hayden Panettiere ist im Alter von 36 Jahren gestorben. Dies bestätigten mehrere US-Medien wie ABC News und Fox News unter Berufung auf eine Mitteilung ihres Agenten sowie ihres Vaters Skip Panettiere. Die genauen Umstände ihres Todes sind bisher unbekannt. In einer Stellungnahme hieß es, sie sei ein „unglaubliches Licht und eine Naturgewalt“ gewesen, die Millionen Menschen mit ihrer Arbeit Freude bereitet habe. Die Familie bat um Respekt für ihre Privatsphäre in dieser schweren Zeit, wie der Sender ABC berichtet.
Von «Heroes» zu «Nashville» – Panettieres Karriere
Panettiere begann ihre Karriere bereits als Kind und wurde vor allem durch ihre Rollen als Claire Bennet in der Serie «Heroes» und als Juliette Barnes in «Nashville» international bekannt. Für ihre Darstellung in «Nashville» erhielt sie zwei Nominierungen für den Golden Globe. Zudem spielte sie in Filmen wie «Scream 4» und «I Love You, Beth Cooper» mit. In Deutschland war sie auch durch ihre Beziehung zum ehemaligen Box-Weltmeister Wladimir Klitschko bekannt, mit dem sie von 2009 bis 2018 liiert war. Aus der Beziehung ging 2014 eine gemeinsame Tochter hervor, deren Sorgerecht Klitschko seit 2018 allein innehat.
Panettiere kämpfte offen mit Depressionen und Sucht
Die Schauspielerin sprach offen über ihre psychischen Probleme und Suchterkrankungen. In ihren im Mai dieses Jahres veröffentlichten Memoiren «This Is Me: A Reckoning» thematisierte sie unter anderem ihre postnatale Depression nach der Geburt ihrer Tochter sowie ihren Kampf gegen Alkoholabhängigkeit. Schon 2015 hatte sie sich wegen einer Wochenbettdepression in eine Klinik begeben. Ihr jüngerer Bruder Jansen Panettiere, ebenfalls Schauspieler, starb im Februar 2023 im Alter von 28 Jahren an den Folgen einer Aortenklappenfehlfunktion.
Rückzug aus der Öffentlichkeit trotz letzter Rolle
Panettiere hatte sich in den letzten Jahren zunehmend aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, blieb aber mit ihrer Arbeit präsent. Zuletzt war sie im Januar in dem Psychothriller «Sleepwalker» zu sehen, in dem sie eine trauernde Mutter spielte. In Interviews betonte sie stets, wie wichtig ihr die Beziehung zu ihrer Tochter war, auch wenn sie das Sorgerecht nicht mehr selbst ausübte.
Hollywood trauert um mutige Schauspielerin
Die Nachricht von ihrem Tod löste in Hollywood und unter Fans Bestürzung aus. Viele würdigten sie als talentierte Schauspielerin und mutige Persönlichkeit, die mit ihrer Offenheit über psychische Gesundheit und Sucht anderen Betroffenen Mut gemacht habe.