Eine Kontaktperson eines Hantavirus-Toten wird in Düsseldorf untersucht.
Eine deutsche Kontaktperson eines Hantavirus-Toten ist mit einem Spezialtransport der Feuerwehr im Düsseldorfer Uniklinikum eingetroffen. Die 65-jährige Frau war zuvor mit einem Flieger nach Amsterdam gebracht worden, wie der WDR berichtet. Die Frau gilt als Kontaktperson einer verstorbenen deutschen Passagierin des Kreuzfahrtschiffs ‚Hondius‘. Die Feuerwehr Düsseldorf war mit sechs Fahrzeugen und insgesamt 17 Einsatzkräften nach Amsterdam aufgebrochen, um die Patientin zu übernehmen. Die Einsatzkräfte wollten sicherstellen, dass es auch bei Problemen auf dem Transportweg zu keiner Kontamination kommen kann. Die Patientin wurde auf dem Rollfeld des Flughafens Amsterdam-Schiphol in ein Spezialfahrzeug geladen. Die Uniklinik Düsseldorf teilte mit, dass noch unklar ist, ob die Kontaktperson tatsächlich mit dem Hantavirus infiziert ist.
Vorsorgeuntersuchung in Düsseldorfer Spezialklinik
Die Frau zeige bisher keine Symptome, soll aber vorsichtshalber zunächst in der Uniklinik behandelt werden. Die Düsseldorfer Uniklinik ist auf ansteckende Infektionskrankheiten spezialisiert und verfügt über eine Sonderisolierstation für hochansteckende und gefährliche Krankheiten. Die Kontaktperson muss jedoch vorläufig nicht in dieser Sonderstation untergebracht werden. Laut dem Spiegel wurde die Frau am späten Mittwochabend mit einem speziellen Transportkonvoi zur vorsorglichen Untersuchung im Uniklinikum Düsseldorf (UKD) eingeliefert. Die Feuerwehr erklärte nach der Übergabe, der Zustand der Frau sei stabil und sie zeige derzeit keine Symptome einer Infektion. Das Klinikum hatte bereits vor der Ankunft der Frau mitgeteilt, es handle sich um eine Kontaktperson ohne bestätigten Nachweis einer Hantavirus-Infektion.
Hantavirus-Fälle auf Kreuzfahrtschiff vor Kap Verde
Die Aufnahme der Person erfolge vorsorglich zur medizinischen Abklärung. Das Kreuzfahrtschiff ‚Hondius‘ war ursprünglich von Argentinien aufgebrochen und lag vor Kap Verde vor Anker. Bisher sind drei Passagiere des Schiffs gestorben, ein älteres niederländisches Ehepaar und eine Person aus Deutschland. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht derzeit von insgesamt acht Erkrankungsfällen mit dem Hantavirus aus. Die übrigen Passagiere werden nach Angaben der spanischen Gesundheitsministerin Mónica García auf dem Kreuzfahrtschiff zur Kanaren-Insel Teneriffa fahren. Dort sollen sie innerhalb von drei bis vier Tagen eintreffen.
Kritik an Rückführungszentren wächst
Auf Teneriffa gibt es eine auf Epidemien spezialisierte Klinik, die Besatzung und Passagiere untersuchen und gegebenenfalls medizinisch versorgen soll. Spanien hatte nach eigenen Angaben in Abstimmung mit der WHO und der EU entschieden, das Schiff auf den Kanaren anlegen zu lassen. Der Präsident der Kanaren, Fernando Clavijo, protestierte gegen das Vorhaben und forderte ein dringendes Treffen mit Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez. Gesundheitsministerin García wies alle Befürchtungen zurück und versicherte, die Aktion berge kein Risiko für die Kanaren. Alle verbleibenden Personen an Bord seien asymptomatisch. Spanien werde alle ausländischen Betroffenen über einen europäischen Katastrophenschutzmechanismus in die jeweiligen Heimatländer zurückführen.
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