Das zulassungspflichtige Handwerk in Deutschland hat im 1. Quartal 2026 real 2,1 Prozent weniger Umsatz erzielt als im Vorjahreszeitraum. Gleichzeitig ging die Beschäftigung im zulassungspflichtigen Handwerk um 1,6 Prozent zurück. Dagegen verzeichnete das zulassungsfreie Handwerk ein reales Umsatzplus von 2,6 Prozent.
Rückgänge bei Umsatz und Beschäftigung im zulassungspflichtigen Handwerk
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen am Mittwoch mitteilte, waren Ende März 2026 im zulassungspflichtigen Handwerk 1,6 Prozent weniger Personen beschäftigt als Ende März 2025. Der reale Umsatz im zulassungspflichtigen Handwerk in Deutschland sank im 1. Quartal 2026 gegenüber dem Vorjahresquartal um 2,1 Prozent.
Den stärksten realen Umsatzrückgang aller Gewerbegruppen im zulassungspflichtigen Handwerk wies im 1. Quartal 2026 das Bauhauptgewerbe mit 7,3 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahresquartal auf, gefolgt vom Ausbaugewerbe mit einem Rückgang um 3,8 Prozent. Die Handwerke für den gewerblichen Bedarf und Handwerke für den privaten Bedarf verzeichneten im selben Zeitraum Rückgänge von 1,1 Prozent und 0,6 Prozent.
Unterschiedliche Entwicklung in den Gewerbegruppen
Den höchsten realen Umsatzanstieg im 1. Quartal 2026 gab es im Gesundheitsgewerbe mit +1,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Leicht gewachsen sind zudem die realen Umsätze im Kraftfahrzeuggewerbe mit +0,3 Prozent und im Lebensmittelgewerbe mit +0,1 Prozent.
In den sieben Gewerbegruppen des zulassungspflichtigen Handwerks waren Ende März 2026 insgesamt 1,6 Prozent weniger Personen tätig als Ende März 2025. Am stärksten sank die Beschäftigung in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf mit -2,6 Prozent.
Zuwächse im zulassungsfreien Handwerk
Das zulassungsfreie Handwerk erwirtschaftete im 1. Quartal 2026 real 2,6 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahresquartal, so die Statistiker weiter. Den höchsten Zuwachs gab es bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf mit +4,3 Prozent. In den Handwerken für den privaten Bedarf stiegen die realen Umsätze um 0,8 Prozent. Umsatzrückgänge gab es dagegen im Bauhauptgewerbe und im Lebensmittelgewerbe mit -4,7 Prozent beziehungsweise -2,2 Prozent.
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