Unbekannte haben in Bersenbrück zwei Gullydeckel auf Bahngleise gelegt und damit einen gefährlichen Zwischenfall verursacht. Ein Zug der NordWestBahn überfuhr die Hindernisse am frühen Sonntagmorgen (28. Juni) und wurde so stark beschädigt, dass er nicht mehr weiterfahren konnte. Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen und sucht Zeugen.
Hindernisse in der Nacht auf die Schienen gelegt
Nach bisherigen Erkenntnissen wurden die beiden gusseisernen Gullydeckel zwischen der letzten Zugfahrt am Samstag gegen 23:40 Uhr und der ersten Fahrt am Sonntag gegen 6:25 Uhr auf die Gleise gelegt. Dafür entfernten der oder die Täter die Deckel eines Straßenablaufs für Regenwasser in der Koppelstraße und platzierten sie auf den Schienen.
Lokführer leitete sofort eine Notbremsung ein
Der Triebfahrzeugführer der NordWestBahn erkannte die Hindernisse erst unmittelbar vor dem Aufprall. Trotz einer sofort eingeleiteten Schnellbremsung konnte der Zusammenstoß nicht mehr verhindert werden. Der Zug, der in Richtung Wilhelmshaven unterwegs war, überfuhr die beiden Gullydeckel.
Durch den Aufprall wurde das Fahrzeug erheblich beschädigt. Zwar konnte der Zug noch bis zum Bahnhof Bersenbrück weiterfahren, dort musste er jedoch aus dem Betrieb genommen werden. Wie hoch der entstandene Sachschaden ist, steht bislang noch nicht fest. Die etwa 20 Fahrgäste an Bord blieben unverletzt.
Bundespolizei warnt vor lebensgefährlichen Folgen
Die Bundespolizei weist darauf hin, dass das Ablegen von Gegenständen auf Bahngleisen keineswegs ein harmloser Streich ist. Solche Hindernisse können Zugentgleisungen verursachen, erhebliche Sachschäden anrichten und Menschenleben gefährden. Wer Gegenstände auf Gleise legt, muss mit einer strafrechtlichen Verfolgung rechnen.
Die Bundespolizei in Osnabrück bittet Zeuginnen und Zeugen, die zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen im Bereich der Bahnstrecke oder der Koppelstraße verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben oder Hinweise zu den Tätern geben können, sich unter der Telefonnummer 0541/331280 zu melden.
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