Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner hat den zwischen den USA und dem Iran geschlossenen Deal scharf kritisiert und Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorgeworfen, diesen als Erfolg zu feiern. Sie bemängelte mangelnde strategische Eigenständigkeit Europas und forderte ein entschlossenes, von den USA unabhängiges Vorgehen.
Brantner kritisiert Merz für Umgang mit US-Iran-Deal
Die Parteichefin der Grünen, Franziska Brantner, stellte bei RTL und ntv klar, dass sie den Umgang von Kanzler Friedrich Merz (CDU) mit der Einigung zwischen den USA und dem Iran für unangemessen hält. „Es ist natürlich gut, wenn jetzt die Waffen schweigen. Aber es ist absurd, dass Kanzler Merz das als Erfolg feiert“, sagte Brantner am Donnerstag bei RTL und ntv. Am Ende sei ein Krieg beendet worden, der von Trump angefangen wurde und an dessen Ende der Westen insgesamt schlechter dastehe als zu Beginn des Krieges.
Brantner wandte sich ausdrücklich gegen Glückwünsche an den US-Präsidenten. „Es gibt auch keinen Grund, jetzt zu jubeln oder dem Präsidenten zu gratulieren“, so die Grünen-Chefin bei RTL und ntv. Statt „Realitätsverweigerung“ müsse Kanzler Merz anfangen, konsequent europäisch zu handeln.
Vorwurf der „Anbiederung“ beim G7-Gipfel
Darüber hinaus kritisierte Brantner die Ausrichtung des G7-Gipfels auf die Wünsche von Trump und warf der Bundesregierung mangelnde strategische Eigenständigkeit vor. „Ich halte diese Anbiederung wirklich auch für falsch“, sagte sie mit Blick auf die deutsche Rolle bei RTL und ntv.
Als Alternative forderte die Grünen-Politikerin „endlich wirklich konsequentes europäisches Handeln“ und den Aufbau einer europäischen Verteidigungsunion. „Wir können doch nicht ständig von den Launen von einem Präsidenten Trump abhängig sein“, so Brantner weiter bei RTL und ntv. Sie verlangte ausdrücklich, dass dieser Aufbau unabhängig von den USA geschehe. „Das geht nicht von heute auf morgen. Wir müssen damit jetzt anfangen.“
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