600 Fallschirmjäger trainieren Notwasserlandungen vor Langenargen
Rund 600 Soldaten des Fallschirmjägerregiments 26 aus Zweibrücken üben seit Freitag bis einschließlich Sonntag die Notwasserlandung vor Langenargen am Bodensee. Die spektakuläre Übung ist Teil des 51. Langenargener Uferfests und zieht zahlreiche Zuschauer an, wie die Schwäbische Zeitung berichtet. Die Fallschirmjäger springen aus Transportflugzeugen wie der M28 Skytruck und dem Airbus A400M ab, um im Wasser zu landen.
Fallschirmsprünge erfordern präzise Bergung
Jeder Sprung erfordert präzise Vorbereitung und schnelle Reaktionen, besonders nach der Landung, wenn der Fallschirm durch den Wind gefährlich werden kann. Zehn Schlauchboote sind im Einsatz, um die Springer und ihre Ausrüstung sicher zu bergen. Pro Absprung werden jeweils nur zehn Soldaten gleichzeitig abgesetzt, obwohl die Maschinen mehr Kapazität bieten.
Bundeswehr übt mit lokaler Patenschaft
Neben den Wassersprüngen sind auch Freifallsprünge auf Landeflächen am Ufer geplant, die jedoch erfahrenen Springern vorbehalten bleiben, wie Oberstleutnant Jürgen Lengle erklärt. Die Übung findet jährlich statt und basiert auf einer langjährigen Patenschaft zwischen der Gemeinde Langenargen und der Bundeswehr. Bürgermeister Ole Münder betont die hohe Akzeptanz der Bevölkerung und die enge Verbundenheit, die seit Jahrzehnten besteht.
Fallschirmjäger trainieren Wassersprünge
Für die Fallschirmjäger ist der Wassersprungdienst eine unverzichtbare Ausbildung, während er für die Besucher ein spektakuläres Schauspiel darstellt. Die Vorbereitung beginnt bereits am Vortag mit der Abstimmung von Flugbesatzungen und Einsatzleitung. Am Morgen des Sprungtages erhalten die Soldaten ihre Ausrüstung und eine letzte Sicherheitsunterweisung auf dem Flughafen Friedrichshafen, von wo aus die Transportmaschinen starten.