Umfragen zeigen enges Rennen – AfD und SPD legen zu
Drei Tage vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus deutet alles auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der Linkspartei und der CDU hin. Wie der Tagesspiegel unter Berufung auf eine Sonntagsfrage des Instituts Civey berichtet, führt die Linke mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Prozentpunkt vor der CDU. Demnach käme die Linke auf 21 Prozent, die CDU auf 20 Prozent der Stimmen. Auch die Welt zitiert eine aktuelle ZDF-Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen, in der die Linke mit 22 Prozent vor der CDU mit 20 Prozent liegt. Beide Erhebungen zeigen damit ein ähnlich enges Bild, wobei die genauen Prozentwerte leicht variieren.
AfD und SPD legen in Umfrage zu
Hinter den beiden Spitzenreiterinnen folgen laut ZDF-Umfrage die AfD mit 18 Prozent, die Grünen mit 15 Prozent und die SPD mit 12 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) kommt auf 4 Prozent und könnte damit die Fünf-Prozent-Hürde überwinden. Im Vergleich zur Vorwoche haben CDU, Linke und Grüne jeweils einen Prozentpunkt verloren, während SPD und AfD zulegen konnten. Die SPD gewann zwei Punkte, die AfD einen.
Eralp und Evers fast gleichauf bei Bürgermeisterwahl
Auch bei der Frage nach dem Wunschkandidaten für das Amt des Regierenden Bürgermeisters oder der Regierenden Bürgermeisterin liegen die Spitzenkandidaten der Linken und der CDU eng beieinander. Laut ZDF-Umfrage präferieren 25 Prozent der Befragten Elif Eralp (Linke), 24 Prozent Stefan Evers (CDU). Werner Graf von den Grünen wird von 12 Prozent genannt. 77 Prozent der Wahlberechtigten haben sich bereits für eine Partei entschieden, 23 Prozent sind noch unschlüssig.
Dreier-Koalitionen als einzige Mehrheitsoption
Die Umfragen der vergangenen Wochen zeigen durchgehend, dass keine Zweier-Koalition eine Mehrheit erreichen würde. Als mögliche Optionen gelten daher Dreier-Bündnisse, etwa aus CDU, Grünen und SPD oder aus Linke, Grünen und SPD. Die AfD wird von den anderen Parteien als Koalitionspartner ausgeschlossen, wie sowohl die Welt als auch die Zeit berichten. Die Forschungsgruppe Wahlen hatte für ihre aktuelle Erhebung 1.611 Wahlberechtigte zwischen dem 14. und 17. September befragt. Die Fehlertoleranz liegt je nach Anteilswert zwischen zwei und drei Prozentpunkten.
Umfragen zeigen nur aktuelle Stimmungslage
Wahlumfragen sind stets mit Unsicherheiten verbunden, da sich Wahlentscheidungen zunehmend kurzfristig und weniger parteigebunden treffen. Die aktuellen Erhebungen spiegeln daher nur die Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine verbindlichen Prognosen für den Wahlausgang.